Full text: Königlich Preußischer Staatsdienst-Kalender für den Regierungsbezirk Cassel (1871)

im Regierungsbezirk Cassel 
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Für evangel. Religions-Unterricht: Pfarrer Schäfer. 
Gesanglehrer: Seminarlehrer Dr. Henkel. 
Zeichnenlehrer: Wilhelm Binder. 
Turnlehrer: Friedrich Jan ecke. 
Practilanten (Probe - Candidaten): D,-. Rudolph Wirsel und 
Johann Bo sing. 
Rechnungsführer: Franz Anton v. Schlereth. 
c*. Gymnasium zu Hanau. 
«Wurde IK07 von dem Grafen v. Hanau Philipp Ludwig II. unter dem Namen 
„ Hohclandcsschulc" gestiftet und umfaßte zwei Lehr-Anstalten, ein s. g. akademisches 
Gymnasium, worin die vier Hacultäts-Wissenschaflen, jede durch einen Professor, gelehrt 
wurden und eine zunächst auf die llniocrsttäts - Studien oordereitende Schule von vier 
Klassen. Nach dem 17:it» erfolgten Hcimfall der Grafschaft Hanau an Hessen - Eaffel 
bestand die Grund-Einrichtung des Gymnasiums fort, bis solches unter Aufhebung seines 
akademischen Theils in ein Großhcrzogl. Gymnasium des Departements Hanau mit vier 
Klassen im Jahr 1810 umgewandelt wurde. Diese Einrichtung dauerte auch nach der 
Wiedervereinigung Hanau's mir dem Kurstaate bis zum Jahre 18.13 fort, wo die Anstalt in 
Ihrer inneren Organisation sehr verbessert wurde; s. Statist. Handb. re., Dd. I, S. 664.) 
V e r w a l t n n fl « - C o IN IN i s s i o n. 
Der Landrath. 
Der Gymnasial - Direktor. 
Direktor und erster Lehrer: Dr. Carl Wilhelm Piderit ra4. 
Ober - Lehrer: Prorector Dr. Johann Wilhelm Fürstenau. 
— Dr. Conrad Fliedner. 
Friedrich Spangenberg. 
Gymnasial - Lehrer: Dr. Reinhard Suchier. 
— — Otto Witzel. 
— — Dr. Albert Dunker. 
Beauftragte Lehrer: Philipp Wagner, Carl Knoop, Pfarrer 
Z i m m e r m a n n. 
Schreib-, Zeichnen- und Rechnenlehrer: Caspar Zimmermann. 
Gesanglehrer: Nicolaus Eichenberg. 
Praktikant: Georg Wolfs. 
Rechnungsführer: Expedient Paul August Alberty; besorgt zu- 
gleich die Sekretariats-, Repositur- und Expeditions-Geschäfte. 
Diener: Friedrich Limbert. 
«1. Gymnasium zu HerSfcld. 
(Gestiftet 1370 statt der Kloilerschule im Franeiscaner - Kloster durch den gefürsteten Abt 
Michael (Landgraf) und von den Hessischen dürften, welche seit 1606 an die Stelle 
der Aeblc als Administrqtvrcn des Stiftes Hcrsfcld traten, sorgfältig unterhalten. Unter 
Landgraf Earl «vurdc die Anstalt, statt des durch die Stürme des 30jährigcn Krieges 
zerrütteten und gänzlich verfallenen Klostergcbäudis, 1688 mit rincin neuen Gebäude 
versehen. Seit >817 trat durch höhere Untersiüyung Seitens der Staatsregierung ein 
besserer Zustand, und 1832 eine völlige Reorganisation des Gyinnasiums ein; (.Statistisches 
Handbuch re., 3?d. I, S. 670, sowie die von Nr. W. Münschcr verfaßte Ehronik des 
Gymnasiums zu Hcrsfeld in dessen Programin vom Jahre 1836 und 1837.)
	        

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