Full text: Hochfuerstlich-Hessen-Casselscher Staats- u. Adress-Calender (1768)

308 Anhang. 
p 5. So lange die vielfälltige Differenz im Geldcours vorwaltet, 
können die in hiesigen Staaten zu denen Posten aufgebende Pa 
quets, Packereyen und Gelder, weiter nicht als auf die Grenze 
franquiret werden. 
6. Die Postwagen sind niemals und nirgends zu überladen, 
auch fürohin nicht mehr als 6 Personen aufzunehmen, damit diese 
bequemlich sitzen, und die Posten in gehöriger Zeit befördert wer 
den können. 
7. Was die reitende ordinaire Posten betrift, wobey nicht die 
mindeste Aenderung bisher im Porto gemacht worden, so kan je- 
derman in der im Jahr 1740 im Druck ausgelassenen General und 
Special- auch angefügten Actentax die hinlängliche Nächricht 
finden. 
Uebrigens dienet dem Publico zur Nachricht, und sämtliche» 
Postbedienten znm Verhalt, daß von »»stehendem 1764^11 
Jahre an bis auf weitere Verordnung von einer Person auf den 
ordinairen fahrenden Postei, von jeder Meile nur 7 Ggr. für ein 
Pferd zur extrafahrenden Post, jede Meile 10 Ggr. für derglei 
chen zu Estaffetten auch 10 Ggr., und für ein Courierpferd auf 
jede Meile nicht mehr als 12 Ggr. gefordert und bezahlet werden 
sollen. Cassel den 19. Novembr. 1763. 
Hochfürstl. Hessisches Ober-Postamt Hierselbst 
!V. 
Kurzgefaßte Nachricht wegen des Transports der Waaren 
von Carlshaven nach Caffel und wieder zurück. 
3 ur Beförderung des Commercii ist die Veranstaltung gemacht, 
daß. zum Behuf der Speditionen und Transport der Waa 
ren von hier bis Carlshaven und von dort anhero zurück, wöchent- 
lich 6 bis 8 Wagen, ohne die bereitstehende Nebenwageii, vom 
i stetsJenner bis Ende dieses t768sten Jahres von Carlshaven ab- j 
gehen ; und der Centner von Carlshaven bis nach Caffel init 7 Al 
bus ; für den Centner Rückfracht hingegen, von jedern Ceirtner 
Schock-Tuch 4 Albus; von übrigen Guthern aber 5 Albus 4 Hlr. : 
bezahlet werde. Diejenige, welche Rückfrachten haben, könne» 
sich in dem hiesigen Commiß melden. ' 
Zusätze
        

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