Full text: Hochfuerstlich-Hessen-Casselscher Staats- u. Adress-Calender (1766)

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Uebrigens wird den ^tenMay um z Uhr 54M-Nachmittags der 
Mercurius nahe am Südlichen Rande der Sonnen herstreichen. 
Ohngefehr 56 M. vor der Zusammenkunft ist Mercurius in der klein 
ste» Entfernung vom Mittelpunct der Sonne, welche nach Halleys 
Tafeln i8M- 57 Sec. beträgt; dahingegen der halbe Durchmesser 
der Sonne i; M- 55 Sec. ausmacht. Diesem nach liefe Merkurius 
3 M. 2 Sec- vom Rande der Sonne vorbey gegen Süden. 
Ausser diesem aber wird Venus nahe am Südlichen Rande des 
Mondes den iten September vorbey gehen. Weil aber dieses bey 
Lage um i Uhr 27 M. Nachmittags geschiehet: so kan solches mit 
blossen Augen nicht gesehen werden. 
Von den vier Jahrszeiten. 
I. Vom Winter. 
Im vorigen Jahr den riten Decemb. um 1 U 51 M. Nach 
mittags nach verwahren oder scheinbaren Zeit hat der Winter nach 
astronomischer Rechnung seinen Anfang genommen. Zu Anfang des 
selben ist die Kälte sehr leidlich; darauf wird es unbeständig. Der 
Hornung ist kalt und unfreundlich: wie dann auch dieses Viertel- 
Jahr mit unfreundlicher Witterung beschlieffet. 
II. Vom Frühling. 
Sobald die Sonne das Zeichen des Widders berühret, gehet 
der Frühling an. Dieses geschiehet dermalen den 2vsten März um 
2U 43 M- Nachmittags. Die Witterung desselben ist, ausser dem 
April, freundlich und angenehm, und verspricht ein gedeyliches 
und fruchtbares Wachsthum und Erdfrüchte. 
III. Vom Sommer. 
Der Eintrit der Sonne in das Zeichen des Krebses verursachet 
Len Anfang des Sommers. I» diesem Jahr geschiehet solches den 
sitenJunius Nachmittags umrU.zzM. Der.Sommer macht den 
Anfang mit schwüler Witterung, ändert sich aber bald, und wechselt 
sodann mit heller und trüber Lust ab, zuletzt folget leidliches Wetter, 
«nd beschliseet dieses Quartal mit unfreundlichen Tagen. 
IV. Vom Herbst. 
Es gehet in diesem Jahr der Herbst an den szten Septemb. 
Vormittags um 3 U 13 M. Die Witterung ist in der ersten Hälfte 
etwas feucht und nebelicht, darauf wird sie trockener und am End« 
kälter, so daß wir einen frühen Winter befürchten müssen.
        

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