Full text: Die Sternwarten Kassels in hessischer Zeit

und 536 f. sich nicht völlig einheitlich ausläßt, wäre ähnliches zu sagen wie 
oben über die „Altanen recht im Gesicht". Schmincke ist in seiner Schil- 
derung von 1767 einfach aus der Konstruktion gefallen, wie S. 81 neben 
S. 191 ergibt. (Was Strieder XIII, 150 über das Zustandekommen des 
Schminckeschen Buches sagt, diene zur Erklärung). Die Mißdeutung des 
über „dessen" (das Observatorium) und „deren" (die Beobachtungsstätte) 
stolpernden Schminke hat schon Bernoulli (Lettres 36) zur Verzweiflung 
gebracht. 
37) Nach undatierter Akte (N) bekam Karl 1705 (?) von dem „curieusen 
Prof. matheseos Doppelmeyer" Beinlein von Menschen, die bei Altdorf 
gefunden waren, die aber, seit er sie samt einem Mikroskop in sein Kabi- 
nett geholt hatte, verschwunden waren (Bericht des Generals Schütz). 
38) Vgl. den Grundriß Kassel Tfl. 240,2. Die Kreuzarme stehen zueinander 
im Verhältnis 2 : 3. Die vier Altanen und die Aufbaufläche ergeben Weid- 
lers: duplex area hypaethra. 
39) Einst hatte Landgraf Karl in seinem „Bassin" einen Pavillon projek- 
tiert, in dem die ganze Tafel mitsamt ihren Geräten durch einen Blasebalg 
in die Höhe gehoben werden sollte (Hessenland 1925, 70). 
40) Wenn Bernoulli auf dem Haus 1768 den dôme astronomique vermißte, 
so widerspricht das obigem Zeitansatz für den Umbau nicht. Denn der text- 
liche Zusammenhang bei B. beweist, daß B. nicht den dôme überhaupt, son- 
dern den dôme mobile vermißte, den er aufgrund irriger Voraussetzungen 
dort erwartet hatte. Seine Bemerkung: ich weiß nicht ob ich in Cassel 
drei oder garkein Observatorium zählen soll, beweist den Fortbestand der 
„Neuen Warte". 
41) Die plastische Aufnahme des Hygrometerhäuschen verdanke ich Herrn 
Erwin W. Ebert. Die Weißensteiner Dachluken s. in Strieders Wilhelmshöhe, 
herausg. v. Holtmeyer, Abb. 11. Die Transponierung der Achtecktempel- 
form ins theatralisch Reiche zeigt du Perrs Entwurf zu Karls Lustschloß 
in der Aue, von 1718 (Kassel S. 331 mit Tfl. 201; Rommel X 132). 
42) Über Roman werde ich bald an anderer Stelle berichten. Hierher gehört 
nur, daß er am 20. XI. 1721 von Kassel aus dem Landgrafen in Schmal- 
kalden die Übersetzung eines im London Journal erschienenen anerken- 
nenden Artikels der nach Kassel gebetenen Gelehrten s'Gravesande und 
Baron Jos. Em. Fischer über Orffyreus-Beßlers Perpetuum mobile auf dem 
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