Full text: Die Sternwarten Kassels in hessischer Zeit

ANMERKUNGEN 
1) Zur Baugeschichte s. Bau- und Kunstdenkmäler im Reg. Bez. Cassel 
(abgekürzt Kassel) VI, 1923, 274 ff. Zur Bauinschrift meine Ausfüh- 
rungen Hessenkunst 1925, 47. 
2) Das Weltall, herausg. von Archenhold, Jhg. II 1902, 229 ff. 
3) Central-Zeitung f. Optik und Mechanik, Bln. Jhg. 38, 1917 Nr. 13. 
4) Piderit, Geschichte der Stadt Cassel, 2. Aufl. 1844 S. 115, Albrecht 252. 
Nach J. M. Matsko, Andenken an die Verdienste Friedrichs II. um die 
Sternkunde, 1786, hatte sich Friedrich kurze Zeit das mit Laufbrettern 
belegte Dach der Orangerie zu Beobachtungen hergerichtet. 1768/69 aber 
wurde wegen der Erschütterlichkeit der Orangerie ein Privatgebäude er- 
richtet, das gegen S. eine auf Arkaden ruhende Altane hatte, nach W. durch 
das Carolinum Sicht verlor, das also auf den „Colonnaden" zu suchen wäre. 
5) Die von Willebr. Snellius (Descriptio cometae 1618, 68) überlieferte 
Erzählung Tycho Brahes, wie Wilhelm auf seiner Warte unbeirrt durch 
einen Brand im Hause den neuen Stern von 1572 weiterbeobachtete, läßt 
sich auch nur begreifen, wenn Wilhelm nicht auf einem isolierten Turm, 
sondern auf einem Bau innerhalb eines größeren Baukomplexs weilte. 
6) Die „Aldaunn" (Altane) wird 1573 im Schloßinventar - „darauf 2 
Globen von Papier und ein Kupferglobus" - und 1586 in Jost Bürgis 
Rechnungen genannt; s. v. Drach, ,Globusuhr in Marburg 1894, 6, A 1 
und 21, A 2; derselbe ,Jost Burgi S. 5 A 4. 
7) Über die Fertigstellung des östlichen Erkers s. Kassel, 286 A 1. Das Vor- 
springen der Erker zeigen Dilich 1598 Kassel Tfl. 171,2; Merian 1638. 
ebend. Tfl. 26,1 sowie die Ansichten Tfl. 172, 1 u. 2 und Abb. 1. 
8) Den Versuch, den Turmentwurf später zu datieren (Zeitschr. hess. Gesch. 
Ver. 40, 340,18) hat Herr Archivrat Dr. Knetsch nach gefl. brieflicher 
Mitteilung zugunsten der Holtmeyerschen Datierung aufgegeben. 
9) Wilhelm IV. und die Astronomie gehören zusammen. Ein Textilien- 
inventar von 1783 (N) führt im Schloß noch die complette Garnitur 
gewürkter Tapeten mit etwas Gold auf, die von Herrn Landgraf Wilhelm 
IV. herrühren und auf drei großen Feldern (2 x l4 1/2 : 4 3/4 Ellen; 1x 
4 1/2 : 71/4 Ellen) die 12 Signa Coelestica darstellen. Vgl. dazu Kassel, S. 
286. Herrn Dr. Möbius verdanke ich den Hinweis auf den 92. Zykel in der 
21. Jobelperiode von Jean Pauls ,Titan', in dem die Hofdame der Fürstin 
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