Full text: Der wahren chymischen Weisheit Offenbarung

Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek Arolsen 
derChünischen weißheik. 8l 
alle beobachtet und gemercket / weilen meine Ge- 
dancken weiter hinaus stunden / nemtich auf die 
Kunst den edlen Safft der Metallen zu erpressen, 
der zu den Metallen dienstlich seyn möchte; Es ent 
nähme aber der Schatten im Wasser dem Hunde 
das Stuck Fleisch. 
Mir erzehlete auch dieser Künstler, sein Meister 
hatte ihm befohlen / er sollte ihm ein Glas voll Re 
genwasser bringen/ darein that er ein klein wenig 
von einem schloßweissen Pulver, befähle darbey, 
daß ich/ als dessen Meisters Disctpul/von einem 
Silber-Arbeiterzwey Loth Silber/ auf der Capelle 
abgetrieben / nehmen sollte / so wie Bleck muste ge 
hämmert seyn / das zerfloß in einer viertel Stund/ 
gleichergestalt wie Ets in warmen Wasser / da gab 
er mir solch feines so schnell bereiteten Trancks den 
halben Theil / der hatte den Geschmack / wie süsse 
Milch / davon ermunterte ich mich also ¡ daß ich 
gantz frölich darüber wurde. 
Wie er nun dieses erzehlet/fragte ich inständig 
von ihm / zu was Ende sein Meister solches gethan 
hätte ? und ob es ein Philosophischer Tranck ge 
wesen ? Hierausgabe er mir diesem Bescheid : Du 
sollest zuvor sorgfältig seyn. Darnach erzehlet er mir, 
wie er auf Befehl seines erstbeiobten Künstlers/von 
der Wand einen bleyernen Wasser-Schlauch ab 
heben müssen / uild nachdeme er das Bley in einem 
neuen Hasen fliessen lassen / hat der Künstler au§ 
feinem Sacklein ein Büchslein voll schwefelgelben 
Pulvers heraus gezogen / dessen ein klein wenig auf 
ein Messerspitz genommen und in dem Fluß des 
Bleys hineingeworffen / und von Stund an Be 
fehl ertheilet , man sollte mit zwey Blasbalgen das 
F Feuer
	        

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