Full text: Der wahren chymischen Weisheit Offenbarung

der Chimischen Weißhe it.77 
genwattig ich erblickte, ob man solche erkennen 
fönte / ob es die rechte und warhafftige Materie 
wäre oder nicht. Jnmittels thäte er aus seinem 
Beutel ein heissenbeinern Büchölein/so ganh künst 
lich gemacht war, darinnen hatte er drey grosse 
wichtige Stücklern / bey nahe in der Grösse einer 
kleinen welschen Nuß / der Farbe nach anzusehen 
wie Glas ttnd dleich Schwefelgelb / an dem hien- 
gen noch die Schiefern von dem Schmeltztiegel / in 
welchem diese edle Materie in den Fluß ist gebracht 
worden 4 und dessen Werth bey zwantzig Tonnen 
Goldes übertraff. 
Demnach ich aber dieses so hoch anvertraute 
Geheimniß des besagten Steins fast eine viertel 
Stund in der Hand gehalten: und aus dem Phi 
losophischen Munde dieses eigenthümlichen Besi 
tzers viel denckwürdiges von der wrmderjamenWür- 
ckun g dieses Steins / so wohl irr dem menschlichen 
Leib/ als in den Metallen selbst / eingenommen / habe 
ich mit höchster Betrübniß / mit nicht geringer Her- 
hens-Angst / diesen Schatz aller Schatze seinem 
rechten Herrn und Besitzer / welcher mir ihn auf 
diese wenige Zeit gegönnet hat/wiederum zugestel 
let ; jedoch nach Art derer / die sich selbsien bezwin 
gen / mit / wiewohlen nicht mit solcher / als sich wohl 
gebühret hätte / jedoch meiner höchsten Dancksa- 
gung. Hierauf fragte ich den Menschen inzwischen/ 
wie das zugehe / daß dieser Philosophische Stein/ 
der (wie ich anderwerts gelesen / daß die Steine 
der Weilen sollen Rubin-roth oder Purpurfärbig 
seyn) von ihme mir gezeigetworden/ so Schwefel- 
särbig aussehe? antworttete er/ O lieber Herr/das 
. dienet nichts zur Sache / dann diese Materie ist 
zeitig genug. Als
	        

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