Full text: Der wahren chymischen Weisheit Offenbarung

Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek Arolsen 
)8 /. f. ChimiphiU (Dssenbahrung 
toöte Ertze seynd/ die nichts sehen lassen / darzu ge 
hören sonderliche Handgriffe und Proben / ohne 
welche sowohl das Gewicht / als der Schwefel- 
Glantz bekriegen können; Insonderheit / wann die 
Ertz Nierig seynd / in dem Bestege oder Letten liegen. 
Aber nicht allein Gold und Silber werden ge 
diegen gefunden ; sondern man findet auch gedie 
gen Pley / Eisen, Kupffer / Wismut/ und Virgi- 
nisches Quecksilber/ welches gantz rein aus einem 
Stuffen fliestet / wie solches die Bergleuthe in Hy- 
dria erfahren; Es stehet weisser und schöner aus/ 
als das ansgeschmeltzte / und styud viel verderbli 
che Gold-und Silbermacher / oder Alchimisten / die 
sich eingebildet haben/daß ein solcher Virginischer 
jMercmius die wahre Materie des unzehlichen Nar 
renmachenden hochgebenedeyten Steins seye: aber 
wie die Meister /so seynd auch die Meinungen/ und 
also die Wercke. 
Kem Ertz wird von der Gediegenheit ausgenom 
men/ als das weiß Zin / welches schwerlich erfah 
ren wird: aber allerhand Farben Zingraupen wer 
den gefunden / deren die meisten schwarhlicht/ dun- 
ckelgrau/ gelblicht / weißgrau/ braunlicht/ selten roch 
und grün seynd / wie man gleichfalls Flösse von al- 
kerley Farben findet / die offt mit Kies überzogen/ 
wohl gar Regenboaenfarb haben. 
Manches Zin führet so viel Silber bey sich, 
daß in einem Pfunde etliche Loth des feinsten 
Silbers stecken; aber darzu gehöret eine besondere 
Kunst / wer es heraus scheiden will; das Engellan- 
dische Zin ist das rekcheste. 
§. 6. 
W
	        

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