Full text: Der wahren chymischen Weisheit Offenbarung

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Exempel haben wir an dem Trevisano, welcher, 
nachdem er einmahl die Warheit erkennet, nim 
mermehr von andern, die aus Beneidung der Tu 
gend ihn zu verwirren suchten, abgewendet wer 
den können. 
Ich weiß gewiß, daß, wann ihr einen so gros 
sen Schatz besässet, ihr schon verstehen würdet, 
daß ich nicht irre; glaubet nur nicht, daß dieses 
meine Muthmaffung, sondern die wahre Erkännt- 
mß sey, die ex visceri/ms Cansät genommen ist. 
Wann ich nun gleich bishero die Vollkommenheit 
nicht erreichet, so rühret doch solches nicht von dem 
jenigen Irrthum, sondern allein daher, baß ich die 
Hände noch nicht an das Werck geleget, unge 
achtet bereits zwey Jahr verflossen , daß ich von 
GOtt erleuchtet, und mithin ich iiicht weiß, durch 
was für eine heimliche Gewalt bin gehalten wor 
den / daß ich mich blos, mit der Wissenschafft 
allein begnüget, um das übrige aber nicht viel be 
kümmert , ulid riilr unser Wasser mit meiner gro 
sse» Lust und Zufriedenheit bereitet; also, daß ich 
mich über nichts zu beklagen habe, sondern viel 
mehr verflösse, daß der GOtt, ipni dat ej]e tz- per- 
fi ere nachdem er mich durch seine Barmhertzig- 
keit zur Erkänntniß der Warheit kommen lasten, 
mir auch dic Hülffe verleihen werde, daß ich selbige 
zur Vollkommenheit bringen möge. Daß ich nun 
eines so grossen Manns, als ich euch schätze, Be- 
kandtsc!>afft genossen, wäre die Ursach ,däß ich zu 
ruck gehalten, und bey mir selber über die vorgelegte 
zufällige Fragen zu Rath gegangen, nachgehends 
aber mir die Kühnheit genommen, euch damit in 
meinen Briefen beschwerlich zu falten,wohl mistende,
	        

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