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Ler vom goldenen Dache," antwortete der treue Johannes.
Da sprach der König weiter- „meine Liebe zu ihr ist so groß, b
wenn alle Blätter an den Bäumen Zungen wären, sie könn- i,
tens nicht aussagen; mein Leben acht' ich nicht, um sie zu i\
erlangen; du bist mein getreuster Johannes, du mußt mir si
beistehen " v
Der treue Diener sann lange nach, wie es anzufangen r
wäre, denn bloß vor das Angesicht der Königstochter zu ge- h
langen, hielt schon so schwer. Endlich hatte er ein Mittel h
ausgedacht und sprach zu dem König: „alles, was sie um U
sich hat, ist von Gold: Tische, Stühle, Schüsseln, Becher, si
Näpfe und alles Hausgeräth; in deinem Schatze liegen fünf e
Tonnen Goldes, davon laß eine von den Goldschmieden des ö
Reichs verarbeiten zu allerhand Gefäßen und Geräthschaften, si
zu allerhand Vögeln, Gewild und wunderbaren Thieren, da- n
mit wollen wir hinfahren und das Glück versuchen." DerKö- 2
nig ließ alle Goldschmiede zusammenkommen, sie arbeitete!! ?
Tag und Nacht, bis endlich die herrlichsten Dinge fertig wa- n
ren. Nun ließ der getreue Johannes alles auf ein Schis d
laden und zog Kaufmannskleider an, und der König mußte n
ein gleiches thun, so daß er unkenntlich war; nun fuh- &
ren sie über das Meer, und fuhren lange bis sie zu der si
Stadt kamen, worin die Königstochter vom goldnen Dache n
wohnte. a