Full text: Einwohnerbuch Stadt und Landkreis Kassel (Jg. 104.1940)

1. Teil 
Verkehrswesen (Reichsbahn) 
69 
Tarif für die Bestellung von Gepäck- und Expreßgut 
durch die Lieferwagen der Reichsbahn in Kassel Hbf. 
a) Gepäck 
Zone 1: Bis Kölnische Straße mit Seitenstraßen bis Malsburg 
straße, Kattenstraße, Hinzpeterstraße, Stadthalle, Hutten 
platz, Huttenstraße, Hupfeldstraße, Kohlenstraße, Fried- 
Hofsweg, Friedhof, Sternbergstraße, Wittichstraße, Men- 
zelstraße, Tischbeinstraße, Frankfurter Straße, Schöne 
Aussicht, Theater, Du-Ry-Straße, Schloßplatz, Brüder 
straße, Altmarkt, Fischgasse, Artillcricstraße, Bernhardi- 
straße. Wolfhager Straße bis Eisenbahnbrücke, Frcytag- 
straße, Ottostraße. 
Zone 2: Darüber hinaus bis zur Eisenbahnlinie Kassel Hbf bis 
Kaffel-Bettenhausen, bis zur Gasanstalt, Hafenbahn, 
frühere Stadtgrenze bis „Am Fasanenhof", Eisenschmiede, 
Industriebahn, Bahnlinie Kassel Vschbf bis Kassel Hbf 
(Rothenditmold eingeschlossen). Einschließlich Stadtteil 
Wahlershausen von Lange Straße, Baunsbergstraße bis 
Kirche, Landgraf-Karl-Str. mit Nebenstraßen, Wilhelm- 
Schmidt-Str. 
one 3: Richt genannte Stadtteile: Philippinenhof, Siedlung 
Möncheberg, Quellhöfe, Fasanenhof, Salzmannshausen, 
Alt - Bcttenhausen, Wahlershausen soweit nicht unter 2 
aufgeführt einschl. Mulang, Kirchditmold, Wolfsanger, 
Niederzwehren, Gutsbezirk Wilhelmshöhe. 
Zone 4: Siedlung Brasselsberg, Druseltal, oberhalb Kneipp-Kur- 
haus. 
Expreßgut 
Gebühr in Rpf für kg 
CO 
a) Zustellung 
b) Abholung 
l- 
5 
6— 
10 
li- 
25 
26- 
60 
51— 
75 
70- 
100 
je 
weitere 
25 kg 
i- 
5 
6- 
10 
li— 
26 
26- 
50 
51- 
76 
76- 
100 
je 
weitere 
25 kg 
1 
15 
20 
30 
45 
70 
80 
20 
20 
25 
35 
50 
75 
85 
25 
2 
20 
25 
35 
50 
75 
95 
25 
25 
30 
40 
55 
80 
100 
30 
3 
30 
35 
45 
55 
80 
115 
30 
35 
40 
50 
60 
85 
120 
35 
4 
4(/ 
50 
65 
85 
95 
125 
35 
45 
55 
70 
90 
100 
130 
40 
In Kassel amtliche Zuführung und Abholung durch Kraftwagen. 
Anmeldung in der Gepäckabfertigung Hauptbahnhof und in der 
Bahnhofsvorhalle m 330 48. 
Allgemeine Bestimmungen 
über Beförderungen von Personen 
1. Kinder bis zum vollendeten vierten Lebensjahre, für die 
kein besonderer Platz beansprucht wird, sind frei zu befördern. 
In Stadtteile, die unter 3 und 4 nicht aufgeführt sind, wird 
ncht bestellt. 
b) Expreßgut 
Zone 1: Bis Schenkendorfstr., Querallee, Philosopheuweg, Franks. 
Straße, Schöne Aussicht, Theater, Du-Ry-Straße, Schloß- 
platz, Brüderstraße, Altmarkt, Fischgasse, Artilleriestraße, 
Bernhardistraße, Wolfhager Straße bis Eisenbahnbrücke, 
Freytagstraße, Ottostraße. 
Zone 2: Darüber hinaus bis zur Eisenbahnlinie Kassel Hbf bis 
Kassel-Dettenhausen, bis zur Gasanstalt, Hafenbahn, 
frühere Stadtgrenze bis „Am Fasanenhof", Eisenschmicde, 
Industriebahn, Bahnlinie Kassel Vschbf bis Kassel Hbf 
(Rothenditmold eingeschlossen). 
Zone 3: Nicht genannte Stadtteile: Philippinenhof, Siedlung 
Möncheberg, Quellhöfe, Fasanenhof, Salzmannshausen, 
Alt-Dettenhausen, Wahlershausen einschl. Mulang, Kirch- 
ditmold, Wolfsanger, Niederzwehren, Gutsbezirk Wil- 
helmshöhe. 
Zone 4: Siedlung Brasselsberg, Druseltal, oberhalb Kneipp-Kur- 
Haus. 
In Stadtteile, die unter 3 und 4 nicht aufgeführt sind, erfolgt 
keine Bestellung. 
Zone 
Gepäck 
Gebühr in Rpf für kg 
1 
2 
3 
4 
1—30 
31—60 
51-75 
76—100 
je weitere 
50 kg 
50 
70 
100 
120 
50 
80 
110 
150 
170 
60 
150 
200 
250 
300 
100 
200 
300 
350 
400 
150 
Für Kinder vom vollendeten vierten bis zum vollendeten 
zehnten Lebensjahre sowie für jüngere Kinder, für die ein 
Platz beansprucht wird, ist eine Fahrkarte, auch Eilzug- oder 
Schnellzugzuschlagkarte, zum halben Preise zu lösen. Für zwei 
solche Kinder kann eine Fahrkarte zum vollen Preise gelöst 
werden. Jedes Kind, für dessen Beförderung bezahlt wird, 
hat Anspruch auf einen ganzen Platz. 
2. Ein Reisender, der keinen gültigen Fahrausweis vorweisen 
kann, hat für die von ihm zurückgelegte Strecke, wenn aber 
der Zugangsbahnhof nicht sofort unzweifelhaft nachgewiesen 
wird, für die ganze vom Zuge zurückgelegte Strecke das 
Doppelte des Fahrpreises, mindestens jedoch 3 RM, zu ent 
richten. Wer unaufgefordert dem Schaffner oder Zugführer 
meldet, daß er einen gültigen Fahrausweis oder die tarif- 
mäßigen Zuschläge für die Benutzung schncllfahrender Züge 
nicht habe lösen können, hat einen Zuschlag von 50 Rpf zu dem 
tarifmäßigen Preise, jedoch nicht mehr als das Doppelte dieses 
Preises zu zahlen. Es liegt also allein im Interesse des 
Reisenden, schon bei Antritt der Fahrt die Fahrausweise bis 
zum Zielbahnhof mit den erforderlichen Zuschlagkarten — 
u. U. auch ab Unterwegsbahnhöfcn — zu lösen. 
3. Einen Zuschlag hat nicht zu zahlen: 
a) wer auf unbesetzten Bahnhöfen zugegangen ist, 
b) wer aus cifenbahndienstlichen Gründen, z. B. wegen vor- 
zeitigen Schalterschlusses, keinen Fahrausweis lösen konnte 
und dies durch einen ihm ausgehändigten roten Nachlöse- 
ausweis belegen kann. 
4. Der Reisende, der die sofortige Zahlung verweigert, kann 
ausgesetzt werden. 
5. Ein zur Abfahrt bereitstehender Zug darf ohne gültigen 
Fahrausweis nur vorübergehend von Personen betreten 
werden, die den Reisenden das Handgepäck in die Wagen 
schaffen oder hilfsbedürftige Reifende, Frauen oder Kinder 
unterbringen wollen. Wer zu anderen Zwecken den Zug be 
tritt oder ohne gültigen Fahrausweis darin verweilt, hat 
3 NM zu zahlen. 
6. In Frauenabreile dürfen Männer nicht zugelassen werden, 
selbst wenn cs die darin fahrenden Frauen zugeben. Die Mit- 
nähme von Knaben bis -zum vollendeten zehnten Lebensjahr 
ist gestattet. 
7. Sofern im Zuge nur ein Abteil der ersten, zweiten oder dritten 
Wagenklasse vorhanden ist, darf in diesem nur mit Zu- 
stimmung aller Mitreisenden geraucht werden.
	        

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