Full text: Einwohnerbuch der Stadt Kassel und des Landkreises Kassel mit 40 Ortschaften (Jg. 101.1937)

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Flächenangaben Höhenangaben Städtische indirekte Steuern 
1. Teil 
Flächenangaben 
Flächeninhalt des Stadtbezirks Kassel 1777 da, Wehl- 
Heiden 377 ha, Wahlershausen 587 ha, Kirchditmold 303 ha, 
Rothenditmold 281 ha, Bettenhausen 598 ha, Fasanenhof 143 ha, 
Habichtswald 2614 ha, Wilhelmshöhe 252 ha, Kragenhof 90 ha, 
zusammen: 7022 ha. 
Friedrichsplatz: Länge mit den Straßen 324 m, ohne 
Straßen 278 m, Breite mit Straßen 152 m, ohne Straßen 110 m, 
Flächeninhalt mit Straßen 492,5 ar, ohne Straßen 305,8 ar. 
Königsplatz: Durchmesser mit Straßen 130 m, ohne 
Straßen 100 m, Flächeninhalt mit Straßen 132,7 ar, ohne Straßen 
78,5 ar. — Karlsaue (einschließlich rund 18 ha Wasserfläche) 
150 ha. 
Ab 1. 6. 1936 neu eingegliedert: 
Harleshausen 593 ha 
Nordshausen 397 „ 
Niederzwehren 965 „ 
Oberzwehren 391 „ 
Waldau 518 „ 
Wolfsangel 718 „ 
3 582 ha 
Bisher . 7 022 „ 
Zusammen . 10 604 ha 
Abgang durch Grenzberichtigung mit Ochshausen, 
Niederkaufungen, Heiligenrode 53 „ 
Bleiben . 10 551 ha 
Höhenangaben 
Fuldaspiegel 136 m, Friedrichsplatz 162 m, 
Bahnhof 183 m, WasserbehälteraufdemKratzen- 
berg 217 m, Wilhelmshöher Schloß 287 m, Fuß des 
Oktogons 525 m, Scheitel des Herkules 594 m über 
Normal Null. d. h. über dem Mittelwasser der Nordsee. 
Städtische indirekte Steuern 
Verwaltung: Stadt-Steueramt 
Geschäftsstelle: Rathaus Rathaus-Vermittlung [352 11]. 
1. Biersteuer 
Der örtliche Verbrauch des im Gemeiudebezirk hergestell- 
ten und des in den Gemeindebezirk eingeführten Bieres ist bei 
dem Stadtsteueramt, Rathaus, Erdgeschoß, Zimmer 65 (Eingang 
Fttnffensterstraße), zur Versteuerung anzumelden. Die Anmeldung 
hat seitens der Hersteller und Einführer, die das Bier gewerbs 
mäßig in Verkehr bringen, bis zum 10. Tage des auf den Kalender- 
monat, in dem das Bier steuerpflichtig geworden ist, folgenden 
Monats zu erfolgen. Die Anmeldung der übrigen von auswärts 
eingeführten steuerpflichtigen Biere ist binnen 8 Tagen nach der 
Einfuhr zu bewirken. Die Zahlung der Steuer hat gleichzeitig an 
die Steuerkasse, Rathaus, zu erfolgen. 
Die Steuer beträgt bei: 
Einfachbier 3,—, Schankbier 4,50, Vollbier 6,—, Starkbier 9,— RM. 
für je ein Hektoliter. 
2. Getränkesteuer 
Die entgeltliche Abgabe von Wein, weinähnlichen und wein 
haltigen Getränken, Schaumwein, schaumweinähnlichen Getränken, 
Trinkbranntwein, Mineralwässern, künstlich bereiteten Getränken 
sowie Kakao, Kaffee, Tee und anderen Auszügen aus pflanz 
lichen Stoffen zum Verzehr an Ort und Stelle, insbesondere in 
Gast- und Echankwirtschaften und sonstigen Stätten, wo der- 
artige Getränke entgeltlich verabfolgt werden, unterliegt einer 
Steuer. Diese beträgt 10 Prozent des Entgelts. Der Steuer- 
pflichtige hat bis zum 10. Tage eines jeden Monats die Getränke, 
für die im vergangenen Monat eine Steuerschuld entstanden ist, 
bei der Stadtsteuerkasse, Rathaus, nach Art, Menge und Klein- 
Handelspreisen anzumelden und die Steuer dafür gleichzeitig zu 
entrichten. 
3. Wertzuwachssteuer 
Bei Verkauf von Grundstücken, deren Erwerb in der Zeit nach 
dem 31. Dezember 1918 erfolgt ist, wird eine Wertzuwachssteuer 
erhoben. 
Die Steuer beträgt 10% des Wertzuwachses bei einer Wert- 
steigrrung bis einschließlich 30 v. H. des Erwerbspreises zuzüglich 
der Anrechnungen' 
11 v. H. bei einer Wertsteigerung von 30 bis ausschl. 55 v. H. 
12 v.H. „ „ „ „ 55 „ „ 80 v. H. 
13 v. H. „ „ „ „ 80 „ „ 105 v. H. 
14 v. H.bei einer Wertsteigerung von 
15 v. H. „ „ 
16 v. H. „ „ 
17 v. H. „ 
18 v. H 
19 v. H. „ „ „ 
20 v. H. „ „ „ „ 
21 v. H. „ „ ,, „ 
22 v. H. „ „ 
23 v. H. „ „ 
24 v. H. „ „ 
25 v. H- „ „ „ „ 
26 v. H- ,, „ „ ,, 
27 v. H. „ „ 
28 v. H. „ „ 
29 v. H- „ „ 
30 v. H. „ „ 
105 bis ausschl. 125 v. H. 
125 „ „ 145 v.H. 
145 „ „ 165 v. H- 
165 „ „ 180 v.H- 
180 „ „ 190 v.H. 
IW „ „ 200 v. H- 
200 „ „ 210 v. H- 
210 „ „ 220 v. H. 
220 „ 230 v.H. 
230 „ „ 240 v. H. 
240 „ „ 250 v.H. 
250 „ „ 260 v. H. 
260 „ „ 270 v.H. 
270 „ „ 280 v. H. 
280 „ „ 290 v.H. 
2W „ „ 300 v. H. 
300 v. H. und mehr. 
Die nach Abs. 2 sich ergebende Steuer erhöht sich bei einem 
zwischen dem Erwerbe und der steuerpflichtigen Veräußerung 
liegenden Zeitraum 
bis zu 1 Jahr 
„ „ 2 Jahren 
3 
llin 30 v. H 
„ 25 v. H 
„ 20 v. H 
„ 15 v. H 
„ 10 v. H 
mit der Maßgabe, daß die Steuer 30 v. H. des Wertzuwachses nicht 
übersteigen darf. Der Steuersatz (Abs. 2 und 3) ermäßigt sich für 
das 7. und jedes vollendete weitere Jahr um je ^ v. H. Die Er 
mäßigung tritt nicht ein, wenn der für die Ermittlung des Wert 
zuwachses maßgebende Erwerb des Grundstücks in der Zeit vom 
1. 1. 1919 bis 31. 12. 1924 stattgefunden hat, oder wenn ein Antrag 
gemäß 8 7 Ziffer 3 der Z. Et. O. gestellt worden ist. 
Die zu erhebenden Steuerbeträge werden auf volle Reichsmark 
nach unten abgerundet. 
4. Grunderwerbssteuer 
An Grunderwerbssteuern werden vom 1. 4. 1927 ab 3 Prozent 
Reichssteuern und 2 Prozent Gemeindezuschläge erhoben. 
Für die Berechnung der Steuer ist der Einheitswert maßgebend, 
falls der Kaufpreis nicht höher ist.
	        

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