Full text: Adreß- u. Einwohnerbuch der Stadt Kassel sowie sämtlicher Ortschaften des Landkreises Kassel (Jg. 94.1930)

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Standesamtliches 
I.Teil 
Türme der St. Martinskirche. Herrliche Aussicht, täglich zugänglich 
Martinskirche erbaut etwa feit 1300. 
Denkmäler. 
a) Denkmal des Landgrafen Friedrich II. auf dem Friedrichsplatz; 
b) Denkmal des Landgrafen Karl auf dem Karlsplatz; 
c) Hessendenkmal zur Erinnerung an die Opfer der französischen 
Fremdherrschaft in der Karls-Au unterhalb der „Schönen 
Aussicht"; 
>l) Auetor am Juftizgebäude; 
a) Schomburgdenkmal am Ständeplatz; 
k) Spohrdenkmal, gegenüber dem Friedrichsplatz; 
g) Möllerdenkmal vor der Bildergalerie, in der Straße zur 
Schönen Aussicht; 
h) Denkmal der Einigung Deutschlands am Wilhelmshöher Platz; 
i) Denkmal Philipp des Großmütigen auf dem St. Martinsplatz; 
k) Papinbrunnen vor dem Naturalien-Mufeum, Steinweg; 
l) Bücherwurm-Brunnen (Murhardbibliothek); 
m) Hessische Kriegcrehrung, stimmungsvolle Terrassenanlage von 
der Schönen Aussicht zur Karlsau, zur Erinnerung an die 
Opfer des Weltkrieges 1914/18; 
n) Löwenbrunnen auf dem Friedrich-Wilhelms-Platz; 
o) Fischbrunnen in der Unteren Karlsstraße; 
i>) Zaitenstock, untere Fuldagasse, Wahrzeichen des tausend 
jährigen Kassels. 
Die Karlsau, 150 ba großer Hochwaldpark mit prächtigem und sel 
tenem Baumbestand. Von Landgraf Karl nach den Plänen 
des berühmten französischen Gartenkünstlers Lenütre ange 
legt und von Landgraf Wilhelm IX. zu dem heutigen Natur 
park umgeschaffen. Hier das Orangerieschloß, das Marmorbad, 
der Auteich mit tempelgeschmückter Insel, sowie die Insel 
Siebenbergcn. Am westlichen Ende befindet sich die Kunst 
akademie, in der Nordecke die Hessenkampfbahn. 
Hessenkampfbahn o-*. Naths. In der Voraus am Fuldaufer zwischeu 
Orangerieschloß und Negierungsgebäude gelegen. Borfüh- 
rungsstätte großer sportlicher Veranstaltungen und Ubungs- 
stätte für Rasenspiele und Leichtathletik. 2000 Sitzplätze und 
10 000 Stehplätze, 2 Sporthäuser mit Dusch-, Wasch- und Um 
kleideräumen, Konferenzzimmern, Sanitäts- u. Geräteräumen. 
15 000 qm große Rasenfläche mit Sprung- und Wurfgruben, 
eine 6 m breite und 500 m lange Aschenrundbahn und eine 
6 m breite Hundcrtmeterlaufbahn. 
Besichtigungszeiten: Mittwoch von 17—19 u. Sonnabend 
von 11—13 Uhr. Anfragen an das städtische Wohlfahrtsamt, 
Abteilung Jugendamt Rathaus Zimmer 163. 
Park Schönfeld mit Schlößchen unweit von Niederzwehren an der 
Frankfurter Straße gelegen, einst Schauplatz prunkvoller 
Gartenfeste, ist in den letzten Jahren zu einem idyllen Schmuck 
stück umgewandelt worden. 
Wilhelmshöhe. Das Schloß nimmt mit seiner großartigen Ein 
richtung, vielfachen geschichtlichen Erinnerungen, seiner 
wunderbar schönen Umgebung, seiner herrlichen Anlagen 
in dem weiten Gebirgspavk und namentlich seiner welt 
berühmten Wasserkünste unter allen Fürstenschlössern im 
Deutschen Reiche unbestritten eine der hervorragendsten 
Stellen ein. Eine solche Fülle des Schönen, eine solche 
Mannigfaltigkeit der Bilder vermag nicht leicht ein zweiter 
Ort auszuweisen. Erbaut 1786—1798. Besichtigung: Ein 
gang unter den Säulen (Herkulesseite) April bis September 
10—18 Uhr; März und Oktober 10—17 Uhr; November bis 
Februar 10—16 Uhr. Letzte Führung etwa 40 Minuten vor 
Schluß der Besichtigungszeit. 
Die Besteigung des Riesenschlosses (Oktogon) und 
des Herkules (596 m über dem Meeresspiegel) bietet die 
großartigsten Eindrücke. Das einzigartige Bauwerk mit seinen 
riesenhaften Ausdehnungen und seiner wunderbaren Glie 
derung, die zauberhafte Rundsicht, die man von hier aus 
genießt, sind von überwältigender Wirkung. Erbaut 1701 
bis 1714. 
Die Wasser springen in der Zeit vom ersten Sonntag 
des Mai bis Anfang Oktober an allen Sonntagen und an jedem 
Mittwoch, sowie am Himmelfahrtstage und am ersten und 
zweiten Pfingstfeiertage von V/> Uhr an, und zwar 
mit den Kaskaden anfangend, und von etwa 20 zu 
20 Minuten auf die folgenden Wasserfälle übergehend. Es er 
gibt sich dadurch nachstehende Reihenfolge: 1) die großen Kas 
kaden am Riesenschloß, 2) der Steinhöfersche Wasserfall, 3) die 
Teufelsbrücke, 4) der Aquaedukt, 5) die große Fontaine (50 m 
Hochs, 6) der neue Wasierfall. — Mittwoch nachmittags spielen 
die Wasser mit Ausnahme der großen Kaskaden und des neuen 
Wasserfalls. Sie beginnen daher 3% Uhr am Steinhöferschen 
Fall. 
Die L ö w e n b u r g, erbaut 1793—1802, sehenswert mit 
ihren Sammlungen von alten Gefäßen, Gemälden, Gobelins, 
Waffen usw. — Grabkapelle Kurfürst Wilhelms I. — Herrliche 
Aussicht von der Plattform des Turmes. — Eintrittskarten 
beim Schloßverwalter. Besichtigungszeit: April bis Sep 
tember 10—18 Uhr; März und Oktober 10—17 Uhr; No 
vember bis Februar 10—16 Uhr. Letzte Führung etwa 30 
Minuten vor Schluß der Besichtigungszeit. 
Preußisches Staatliches Theater, Friedrichsplatz 15. e-« 319, 223. 
Intendant: Max Berg-Ehlert. — Gespielt wird während des 
ganzen Jahres mit Ausnahme der Eommerferien (von Mitte 
Juli bis Ende August). Beginn der Vorstellungen um 19% 
oder 20 Uhr. Außerdem finden jährlich 7 Konzerte in der 
Stadthalle statt. Der Eintrittskartenverkauf findet an den 
Wochentagen von 11—14 Uhr, und an Sonn- und Feiertagen 
von 11—13 Uhr an der Kasse des Staatstheaters, Eingang 
Friedrichsplatz, statt. An den Wochentagen werden in den Vor 
verkaufsstunden Eintrittskarten — mit Ausnahme derjenigen 
für die Galerie — für 3 Tage ausgegeben. An Sonn- und 
Festtagen findet ein Vorverkauf für andere Tage nicht statt. 
Eintrittskarten für die Galerie kommen in der Regel nur am 
Tage der Vorstellung zum Verkauf. Amtliche Verkaufsstellen: 
Firma Rudolf S ch l u n k Ob. Königsstr. 28 (Ecke Friedrichs 
platz), Firma Arthur W e r t h e i m Ob. Königsstr. (Ecke 
Königsplatz), Firma Leonhard T i e tz A.-G. (Warenhaus) 
Ob. Königsstr., Dreist & Munkel, Hohenzollernstr. 57 
und Hans Echaub, Albrechtstr. 35. Der Verkauf der Ein 
trittskarten erfolgt nur an Wochentagen und zwar in 
derselben Weise wie an der Theaterkasse für 3 Tage. Schluß 
des Verkaufs eine Stunde vor Öffnung der Abendkasse. 
Konzerte. 
a) In der S t a d t h a l l e, veranstaltet vom Staatlichen Theater, 
ausgeführt durch das Theaterorchester. 
b) Konzertdirektionen:R. Friedr. Iunghenn (A.Frey- 
schmidt) Eeidlerstraße j«* 6138; Heinr. Reinhold, untere 
Karlsstraße 16 3393; Walter Simon, Ständeplatz 13 
^ 1194 und E. Scharwenka, Hohenzollernstr. 26 3556. 
Lichtspiel-Theater: Apollo-Theater, Bremer Straße 7. — Capitol- 
Lichtspiele, Wilhelmsstr. %. — Chasalla-Lichtspiele, Wil- 
helmsstr. 2%. — Kino des Westens, Hohenzollernstr. 23. — 
Metropol-Theater, unt. Königsstr. 64. — Palast-Theater, 
Bahnhofstr. 24. — Ufa-Lichtspiele, obere Königsstr. 32. — 
Odeon-Lichtspiele, Holländ. Str. 33/35. 
Standesamtliches 
Standesämter I und II, Rathaus. Zimmer 52 Rathaus 176 
In Eilfällen außerhalb der Geschäftsstunden 6875. 
Sprechstunden: 
Geburten und Sterbefällc: Täglich von %9—%1 Uhr und von 
3—%6 Uhr. 
Aufgebotsanträge: Montag, Dienstag, Donnerstag u. Freitag 
von 9—12 Uhr. 
Eheschließungen finden statt: Mittwoch und Sonnabend vorm. 
In Ausnahmefällen auch an anderen Wochentagen. Sonntag ist das 
Standesamt geschloffen. 
Für Eilfälle (Sterbefällc, Totgeburten u. Eheschließungen bei 
lebensgefährlicher Erkrankung) ist an Feiertagen, die nicht auf 
einen Sonntag fallen, von 9 Uhr an geöffnet.
	        

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