Full text: Einwohnerbuch der Stadt Cassel (Jg. 88.1923)

Teil I* Höhe des Schulgeldes. — Auszug aus den Bedingungen für den Bezug von Gas etc. 18 
8. Handels- und Gewerbeschule für Mädchen. Das Schulgeld richtet sich nach den 
einzelnen Kursen. Nähere Auskunft erteilt die Direktorin. 
9. Staatliche Baugewelkschule: Wintor- wie Sommerhalbjahr 750 Mk. 
10. Staat 1. Kunstgewerbe- und gewerbliche Zeichenschule, für das Halbjahr 
bei der Aufnahme zu entrichten, a. Tagesuntorricht: für wöcheutl. bis 8 Stunden 262.50 Mk., 
für 9—11 Stunden 850 Mk., für den gesamten Tagesunterricht 525 Mk. b. Abendunterricht: 
für wöchentlich bis zu 6 Stunden 210 Mk., für 7—10 Stunden 252 Mk. Für Reu-jsausländer 
werden die Schulgeldbeträge vom Herrn Minister für Handel und Gewerbe jeweils für den 
einzelnen Fall festgesetzt. 
Auszug 
aus den Bedingungen für den Bezug Von Gas, Wasser und Elektrizität 
aus den städtischen Anstalten. 
I. Gas. 
Die Anmeldung zum Gasbezug hat bei der Direktion des städtischen Gaswerks, Leip 
ziger Str. Nr. 76, schriftlich zu erfolgen. 
Die Abgabe von Gas erfolgt vermittels Gasmesser, in geeigneten Fällen auch durch 
Münzgasmesser. Der Verbrauch wird monatlich in Rechnung gestellt. Für die Gasmesser 
wird eine Miete berechnet. 
In den Fällen, wo es sich nicht um einen laufenden Bedarf, sondern um eine Bereit 
haltung handelt, ist neben den Beträgen für Gas und Gasmessermiete noch eine Bereit 
stellungsgebühr zu entrichten. 
Jede neu angelegte Gasleitung, ebenso jede wesentliche Erweiterung wird vor dem 
Anschluß an das städtische Leitungsnetz geprüft. 
Bei Aufgeben einer Wohnung ist dem Gaswerk Mitteilung zu machen, andernfalls der 
frühere Inhaber für den Gasmesser als auch den weiteren Gasverbrauch verantwortlich ist. 
Wo bei einem Wohnungswechsel Lampen und Kocher abgenommen werden, sind als 
bald die Leitungsenden durch Einschraubstöpsel wieder gasdicht zu verschließen. 
II. Wasser. 
Geschäftsstelle: Weinberg 6. 3 
Jeder Bewohner der Stadt Cassel, der die städtische Wasserleitung in seiner Wohnung 
benutzen will, ist zur Anmeldung bei der Geschäftsstelle des Wasserwerkes, Weinbergstr. 6 
(Murhardbibliothek), auf vorgeschriebenem Formular, das bei dieser, der Kasse der gewerb 
lichen Werke und der Stadthauptkasse kostenlos erhältlich ist, verpflichtet. Die Benutzung 
der öffentlichen Wasserausläufe steht unentgeltlich jedermann frei. 
Hauseigentümer oder deren Stellvertreter haben die Anmeldung des Wasserbezugs auf 
dem Formular B, sonstige Wohnungsinhaber auf dem Formular C zu bewerkstelligen. Ände 
rungen infolge Wechsels der Wohnung oder Änderung des Mietwertes sind sofort der 
Wasserwerks-Direktion anzumelden. 
Jede Hausleitung wird nach der Vollendung von dem Wasserwerk geprüft und erst dann 
zur Benutzung freigegeben, wenn die Anlage einwandfrei ist. 
Die Abgabe von Wasser aus der städtischen Wasserleitung geschieht unter Anwendung 
von Wassermessern, welche von der Wasserwerks-Verwaltung gestellt werden. In allen Fällen 
kann nach dem Ermessen der Direktion des Wasserwerks der Wasserbezug von der vorherigen 
Leistung einer Sicherheit abhängig gemacht werden. 
Für jedes Gebäude und Grundstück kommt, von besonderen Fällen abgesehen, ein 
Wassermesser zur Aufstellung. 
Jeder Wohnungsinhaber, sowie jeder Besitzer oder Pächter von Räumen, die Berufs-, 
Geschäfts- oder Betriebszwecken dienen, von Ställen, Geschäftszimmer, Lager oder dergleichen 
in Grundstücken, die an die städtische Wasserleitung angeschlossen sind, wird mit allen auch 
den aftervermieteten oder unbenutzten Räumen zum Wassergeld veranlagt. 
Der Inhaber, einerlei ob Eigentümer oder Mieter, ist zur Zahlung des Wassergeldes verpflichtet. 
Die regelmäßige Veranlagung zum Wassergeld erfolgt alljährlich und tritt mit Beginn 
des Rechnungsjahres, d. i. am 1. April in Kraft. Sie richtet sich nach dem Mietwert der 
Räume und beträgt: 
a) für Wohnungen usw. ab 1. 10. 22 mit einem jährlichen Mietwert von 200 M. bis 
400 M. einschließlich 12 % des Mietwertes. 
b) für Wohnungen usw. ab 1. 10. 22 mit einem Mietwert von über 400 M. bis einschl. 
600 M. = 32% des Mietwertes, von 600 M. bis einschl. 1000 M. = 40%, über 
1000 M. = 48 %.
        

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