Full text: Tagebuch 1776 - 1784 (Abschrift)

78.

volle, fürchterliche Sonne: Der Himmel wurde so schwarz

und finster, daß man keine Hand vor Augen sehen

konnte; aus dieser Finsterniß brachen schreckliche Blitze

und Donner hervor, begleitet mit einem heftigen

Wind und starken Regen. Die Einbildungskraft kann

sich nichts schrecklicher vorstellen, eine Flotte von 100 Schif=

fen auf dem wilden Meere, in einer stock dicken Finsterniß

welche man bei jedem Blitz in den tobenden Wellen herum[-]

taumeln sah, und wenn der Blitz der Finsterniß Platz

machte, so leuchtete die ungestüme See, als wenn sie

im Feuer wäre; dazu kam das Sausen des Windes

und das brausende Gezisch der sich peitschenden Wellen

unter mischt mit dem rollenden Knall des Donners,

und dem kläglich tönenden Geschrei der an den Segeln

arbeitenden Matrosen. Dem Himmel sei gedankt,

diese Scene des Schreckens dauerte nicht lange, gegen

8 Uhr nahm das Gewitter seinen Anfang und gegen

12 Uhr war es meist vorüber. Wir waren unserm

Untergang sehr nahe, weil im Anfang des Gewitters,

                                                                                 ein

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.