Full text: Tagebuch 1776 - 1784 (Abschrift)

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so dauert derselbe doch nicht lange, und ist zu dem, die

meiste Zeit ein Vorbote von Sturm. Sie sind auf Al=

les dieses gefaßt und lassen sich solches nicht abschre=

cken, sondern arbeiten getrost, ihrem Endweck und Be=

stimmung, den vorgesetzten Hafen zu erreichen; sie wis=

sen vorher, daß sie auf ihrer Reise keine vollkommene

Ruhe und Bequemlichkeit antreffen, und verlangen es

auch nicht, weil weniger wünschen sie beständigen Calm,

welcher es ihnen, ihren Endzweck zu erreichen, un mög=

lich machen würde. Sie preisen sich glücklich und sind

zufrieden, auch nach vieler Mühe und Beschwerde den

vorgesetzten Hafen erreicht zu haben; es sind zwar

nicht alle Fahrten gleich mühsam und bescherlich, al=

le aber sind gleich glücklich, wenn sie den Ort ihrer Be=

stimmung erreicht haben. Mit unserer Wanderschaft

durch dieses Leben ist es auf die nämliche Art beschaf=

fen; die Welt ist ein unruhiges Meer, worauf immer

Mühe und Arbeit und Beschwerden, und sehr selten

Calm, welcher noch dazu insgemein einen Sturm zum

nahen Nachfolger hat, so entweder von unserm eige=

                                                                                nen

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