Full text: Tagebuch 1776 - 1784 (Abschrift)

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insekten waren, ganz Polypenartig, mit unzähligen

dünnen Armen, das ganze Thier ist durchsichtig, und wenn

es in der See schwimmt, gestaltet wie ein Champignon mit

seinem Stengel, außer dem Wasser sieht es aus wie Frosch=

laich; es waren dieser Thiere eine unzählige Meng gro=

ße und kleine hier in der See, derjenige, den ich gefan=

gen, funkelte den Abend bei gewissen Bewegungen, wie

besetzt mit lauter Diamamten. Ob dieses Geschöpf auch die

Eigenschaft der Süßwasser=Polypen hat, will ich noch unter=

suchen. Die Englänger nennen diese Insekten mit allge=

meinen Namen Blabbert. Gegen Abend sahen wir nicht

weit von unserm Schiffe einen großen Fisch, welchen die

Engländer Schörck nennen, dessen liebste Speise Menschen=

fleisch ist, und welcher wie unser Schiffscapitain versicherte

im Stande wäre, einen Menschen das Bein abzubeißen.

Wie unsere Schiffsleute demselben gewahr wurden, so

warfen sie gleich einen eisernen Haken, woran ein Stück

Schweinefleisch in die See, um ihn daran zu fangen, er

wollte aber nicht anbeißen. Die Laitiude war diesen

Mittag 45°32’. Den 21ten Regen und wenig Wind,

welcher nach dazu contrair war; wir mußten deshalb

                                                                              un=

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