Full text: Tagebuch 1776 - 1784 (Abschrift)

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Schiffe heraus und nahmen uns auf zu meiner gro=

ßen Freude; obgleich die See=Officiere uns alle mög=

liche Höflichkeit beweisen und uns so gut traktiret

hatten wie ich es nur wünschen konnte. Es ist gar

keine Möglichkeit daß einem Menschen, welcher nicht von

Jugend auf, das Seeleben gewohnt ist, die Lebensart

gefallen könne; wer keine Probe davon gemacht hat,

kann sich gar keine Vorstellung davon machen, Tag

und Nacht ist ein solches Geräusch und Lärmen, daß

einem Angst und bange wird, welches verursacht wird

durch das beständige Arbeiten an Stricken und Segeln,

dem Gelauf und Getrappel so vieler Menschen und durch

das beständige Commandiren mit Sprachröhren der

wachthabenden Officiere, kommt nun noch ungestü=

mes Wetter hinzu, so macht das Schiff und die vielen

Kanonen eine solches Geknarre, daß man Einer den An=

deren nicht hören kann; ist es auch stilles Wetter, so

machen doch die vielen Menschen, welche so enge zu=

sammen leben müssen, daß man wie in einem bestän=

digen Bienenschwarm ist. Den 4ten 5ten u. 6. November

                                                                                  muß=

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