Full text: Tagebuch 1776 - 1784 (Abschrift)

22.

holländisches Schiff, so uns in der Mündung der Weser be=

gegenete und sich nicht in Acht nahm, fuhr wieder eins von

unseren Transportschiffen und verlor dabei seinen Bugspriet

Den 18ten, die erste Nacht auf der See, schlief ich ganz

gut, es war aber auch schönes Wetter; gegen 8 Uhr be=

kamen wir die Eilande vor der Westfriesischen Küste zu

sehen und segelten lange daran herunter. Gegen dem

Eiland Ameland sahen wir eine große Menge Fischer

mit ihren Booten sehr tief in See gehen; einige davon

kamen zu unserer Flotte und verkauften uns Fische, da=

von wir auf unserem Schiffe auch profitirten; hier konn=

ten wir den Rest der Bremer Grote noch anbringen.

Gegen Abend änderte sich das Wetter und fing an reg=

nicht und trübe zu werden, wobei sich auch der Wind et=

was erhob, und die See ein wenig in Bewegung kam;

auch ließen sich die Fische, Borpse genannt, häufig se=

hen, welches uns keine gute Nacht prophezeihte. – Den

19ten, ohngeachtet der üblen Vermuthung, so blieb doch

die See ruhig, so daß wir mit Frieden geschlafen, ge=

gen Morgen klärte es sich ganz wieder auf und beka=

                                                                               men

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