Full text: Tagebuch 1776 - 1784 (Abschrift)

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stand zu machen; der größte Theil von den Häusern

auf dieser Insel war von seinen Einwohnern verlassen,

und das aus Furcht vor den Hessen, wo vor sich die Leu=

te hier eine so schreckliche Vorstellung machen, daß sie

so gar glaubten, wir äßen die kleinen Kinder. Über=

haupt sind die Einwohner hier sehr weichlich, unwissend

und in höchsten Grad furchtsam; alle Versicherungen,

die wir den Leuten gaben, daß ihnen nichts zu leide

geschehen sollte, halfen nichts, sie bebten wenn man

sie ansprach. Die Schwarzen welche hier in allen Häu=

sern, sind umgänglicher wie die Weißen. Hier in mei=

nem Quartier, so Niemand als zwei Mohrenweiber,

welche so dick wie lang und wovon Eine, welche alt,

ein schnee weißes Haar, welches bei dem schwarzen

Gesicht nicht übel absticht. Auch wohnen hier einige

von den National=Amerikanern, in kleinen doch zier=

lichen Hütten; diese Leute sind ganz gelb, von Far=

be beinahe wie bei uns die Zigeuner, sie arbeiten

bei den Weißen als Tagelöhner und nähren sich

auch viel vom Fischfang. Den 5ten heute mußte

                                                                           der

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