Full text: Tagebuch 1776 - 1784 (Abschrift)

6.

dieses. In diesem kleinen Dörfchen, [Einschub: "von ungefehr zwanzig Häusern"] gefiel es mir recht

gut, weil alle Häuser obgleich mit Haide und Moos ge=

deckt, inwendig sehr reichlich waren, der heutige, ein hei=

terer und recht frühlingsmäßiger Tag, trug viel bei

freudige und angenehme Empfindungen in mir zu er re=

gen. Dem Himmel sei gedankt, Er ist es, der Freude

und Traurigkeit in die Herzen der Menschen einflößt,

kein Ort in der Welt ist an sich selber so schlimm, die

Freude aus unsern Herzen verjagen zu können. Aller=

wärts ist die Güte Gottes, und die Wunder seiner

Macht in Überfluß zu verspüren und zu betrachten.

Da wir um Mittag hier eintrafen, so lud mich das

schöne Wetter diesen Nachmittag zu einem Spaziergang

ein, ich nahm die Flinte mit, um mir einen Braten

zu verschaffen, wenn etwa eine Schneppe mir aufstieße. Es

fiel mir dabei ein, daß diese Vögel, welche aus fer=

nen Gegenden kommen müssen, um uns zu einem Le=

ckerbissen zu dienen, ein Beweis von der lieb reichen

Vorsoge des Höchsten seien. Sichtbar ist allenthalben

die Güte des Herrn. Da ich auch natürlicher Weise an

                                                                               die

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.