Full text: Tagebuch des Regiments von Knyphausen

35.

Die Regimenter aber ganz in Unordnung geriethen, und sich

vom Feind ganz umringt, gefangen geben mußten. Wegen

sehr üblem Wetter gingen vielen von unseren Soldaten die

Gewehre nicht los, die Rebellen hingegen erhielten die ihrigen

unter wollenen Decken trocken.

Unsere Artillerie that einige Schöße, allein die Feinde scho=

ßen in wenig Minuten die mehrsten Artilleristen und

Pferde nieder. Ein Officier mit 30. Jäger, welcher disseit

des Flusses Sanpink, so unter der Stadt herfließt, postirt

waren, retirirten über die Brücke und die Cavallerie folgte

ihnen. Das Knyphausische Regiment versuchte jezt noch

über die Brücke zu kommen, allein eine Canone blieb in

wehrenden Hin March im Morast stecken, und durch deren

Herausarbeitung wurde die Zeit verlohren solche zu ge=

winnen, und die Rebellen hatten solche in dieser Zeit

diß und jenseit besezt, daß es folglich nicht möglich war

durchzukommen. Es wurde hierauf ein Versuch gemacht

                                                                                 durch

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