Full text: Tagebuch des Regiments von Knyphausen

131.

                                Den 24t November 1780.

Die Huronen schickten eine Gesandschafft an den Gouverneur,

und beschwerten sich, daß die Micmais, eine angrenzend[e]

Nation, nicht friedlich mit ihnen leben wolten; Sie zeigte[n]

zum Beweiß, dass beide Nationen übereingekommen

waren, ein Stück Leder, welches mit Corellen besezt

und an beeden Enden mit Menschen Haar durchflochten

war, als die gegen einander ausgewechselte Versicherun[g.]

Die Indianer waren nach ihrer Art gut angezogen, ha[t-]

ten in den Nassen und Ohren silberne Gehänge, die

Arme mit breiten Bleche beschlagen, und zum Zei-

chen, daß sie Befehlshaber waren braune seidene

Tücher um die Köpffe gebunden. Der Gouverneur, wel=

cher ihren Vortrag, der durch einen Dollmetscher

in französisch übersezt wurde, in einem grossen

Arm Stuhl und mit bedecktem Haupt annahm,

versprach ihnen, die Micmais zu ihrem Versprechen

                                                                  anzuhalten

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