Full text: Gedichte und Uebersetzungen

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Den Wald durchschritt ich heut in stillem Sinnen; 
Sein dürres Laub umrauschte mir die Füße, 
Als ob es von vergangner Zeit mich grüße — 
Allein nicht achtend sein ging ich von hinnen. 
Und dennoch lag ein ganzer Frühling drinnen. 
Mit all' der Blüthen Pracht, der Düfte Süße, 
Und klagte, wie et nun auch hart noch büße, 
Sein ohnehin schon allzu rasch Verrinnen! 
— Wird diesen Blättern, die in euren Händen 
Sich heute gleichfalls herbstlich rauschend wenden. 
Ein andres Loos wohl eure Güte spenden? 
Aus ihnen auch spricht eines jungen Lebens 
Verblühter Lenz, voll Höffens und voll Strebens, 
Zu eurem Ohr — thut er es auch vergebens?
	        

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