Full text: Gedichte und Uebersetzungen

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Ktrrntnfalj. 
Ji» steht des Himmels Aehrenfeld 
In vollen Garben heut, 
Des Mondes Sichel Ernte hält. 
Manch Korn wird da verstreun 
Ich sah die lichte Sternensaat 
Vergleiten durch die Nacht 
Und denke, wem des Ew'gen Rath 
Sie wohl hat zugedacht! 
Für welchen Acker sie gemeint. 
Vielleicht, der sie erstickt 
In Unkraut, oder dem versteint, 
Gevögel sie entpickt! 
Ach, siele doch in meine Brust 
Ein solches Himmelskorn, 
Wie schirmt' ich es vor Unkrauts Wust, 
Vor Distel und vor Dorn! 
So aber bleibt dies brache Herz 
Ein dunkler Erdenkloß 
Und nimmerdar keimt himmelwärts 
Ein Halm aus seinem Schoos.
	        

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