Full text: Gedichte und Uebersetzungen

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Meffalina an der fei die des Markus. 
An Lharlotte Wolter. 
Umsonst! Er macht nicht auf; des Todes Bande 
Zerreißen Bitten nicht und nicht Befehle! 
Verödet liegt der Bau der schönen Glieder, 
Den allzu früh verließ die junge Seele. 
O diese Seele, daß sie fliehen konnte 
Aus ihrer Wohnung, schön so ohne Gleichen! 
Wär' deine Seele ich, hier wollt' ich bleiben 
Und nicht, wie sonst wohl, Nachts herniederschleichen. 
Von wilder Lust aus stolzem Kaiserhause 
In nied're dunkle Straßen fortgetrieben; 
Von keinem Wunsche wußt' ich, keinem Sehnen: 
Hier wollt' ich ewig leben, ewig lieben! 
Doch fleh'n vergebens meine heißen Küsse 
Um Einlaß an des schönen Mundes Pforte — 
So streng schloß sie der Tod! Und meinem Horchen 
Tönt keines — keines mehr der süßen Worte!
	        

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