Full text: Grimm, Jacob an Ludwig Hassenpflug (48 Briefe)


was sich im aufschwung der Casseler und
Hanauer bürger befindet *) neuste
nicht auf solche weise herunter ge -
drückt werden .
Auch sind alle aus festlegungen in der
form steif und leblos ; wie viel
besser sind die schriften der braunschwei -
ger stände !
Es muste davon ausgegangen werden , jetzt
im günstigen zeitpunkt alle abgelebten
einrichtungen der alten stände wegzuwerfen
und neue, bessere zu gründen .
und die zahl der ein berufnen ist
allzu gering .   Wurde denn auf
öffentlichkeit der sitzungen nicht
angetragen ?   Eine hauptfrage sollte
sein , das recht des landes leuchtend
hervorzuheben und von dem


[Jacob Grimm schreibt auf der rechten Seite des Briefbogens:]


zu unterscheiden , was das gesindel bewegt .
aber mit maßregeln gegen dieses gesindel
worunter die regierung aber auch die
andern bürger  mit verstehen mag ,
wird begonnen !
         Die aussichtenn im großen ver -
finstern sich immer mehr , und bricht
über ganz Deutschland die
noth herein, so wird es freilich
wenig verschlagen , was in Hessen
recht gethan oder verfehlt worden
ist .   Der himmel allein weiß
das ende .
      Nachdem der bundestag sich
funfzehn jahre   nicht   ums
reich bekümmert hat , ist
ihm nun eingefallen , diese
massregeln mit der zus. ziehung


* dem eben die stände ihre berufung allein verdanken ! wie unzart daher die verkennung !

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