Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1821)

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höher Allee, mehrere zum Nachlasse des verstorbenen 
Secretariuö Augenet gehörende Effecten, bestehend 
aus Silber, Kupfer, Messing, Leinen, Hausge- 
räthschaften u. s. w., so wie auch eine ansehnliche 
Conchyü'ensammlung, öffentlich an die Meistbieten 
den versteigert werden, welches hiermit bekannt ge 
macht wird. Cassel, den 23. Mai 1821. 
Ebert, Regierungs-Secretarius, 
vermöge Auftrags Kurfürstlicher Regierung« 
14. Die dahier verstorbene Fräulein Malusine von Brunn 
hat bei hiesigem Amte ein Testament hinterlegt, zu 
dessen Eröffnung Termin auf Diensttag den 5. Junii 
d.J., Vormittags 11 Uhr / anbezlelt ist, und solches 
zu dem Ende bekannt gemacht wird, damit ^diejeni 
gen, welche an der Berlasseiffchaft Ansprüche zu 
haben vermeinen, alsdann persönlich oder durch Be 
vollmächtigte gegenwärtig seyn können. 
Marburg, den 22. Mai 1821. 
K. H. Oberschultheißen-Amt daselbst. Hille. 
16. Die aus den Psi'rchcn der hiesigen Stadt und des 
Amts für dieses Jahr geschnittenen 47 Stück Trift- 
hammel, in der Wolle, sollen Mittwochen den 6ten 
künftigen Monats, Vormittags 10 Uhr, in der Nen- 
terei allhier öffentlich und meistbietend verkauft wer 
den. Wer solche zu kaufen Luft hat, kann sich als 
dann an dem bestimmten Tage und Stunde dahier 
einfinden, sein Gebot zu Protoeoll geben und nach 
Befinden den Zuschlag sofort erwarten. 
Felsbcrg,-am 24. Mai 1821. 
- - ~ Wach s'm N t h. 
16. Es sotten Dienfttag den 5. Junii d. I. , Nachmit 
tags 2Uhr, in Nr. 146 der Kvnigsllraße, am Kur- 
fürstl. Schauspielhause, mehrere Mobilien, Tische, 
Sopha, Divan, Küchengerathschaften , ein Leiter 
wagen und verschiedene andere Sachen, meistbietend 
verkauft werden. Zugleich dient zur Nachricht, daß 
die erstandenen Sachen unfehlbar, bei Verlust des 
Kaufrechts, den folgenden Mittwoch abgeholt wer 
den müssen. 
17. Eine Wohnung in der Oberneustadt, welche wenig 
stens aus fünfheitzbaren Piecen, außer einigen Kam 
mern, Küche, Keller und Hvlzplatz bestehen muß, 
wird, vom 1. Julii oder 1 August d. I. an, zu 
miethen gesucht. Die Hof- und Waisenhaus-Buch- 
druckerei giebt weitere Auskunft. 
18. Das vormals Meilert'sche, in der mittlern Johan- 
nesstraße, zwischen den» Commerzicn-Rath Hrn. Bähr 
und der Hof- und Sonnen-Apotheke gelegene Wohn 
haus, enthalt mehrere große Säle, welche sich zu 
tzrMchaftlichen Zusammenkünften eignen, nebst an- 
dernZimmern und Wohnungen, sehr bedeutenden, zu 
Fruchtmagazinen eingerichteten Bodenräumen, einem 
zu einem Wein- oder Bierlager ganz zu empfehlenden, 
sehr großem Keller, Stallungen und Hofraum; es 
rst drejes Haus sogleich im Ganzen oder theilweise 
zu vermicthen, und das Weitere bei Br ö cke lma n n 
)un., tlnterneustadt Nr. 1133^, zu erfahren. 
dk" Erben des Baumeisters Engelhard gehörige 
' Thor längst der Stadtmauer, 
an die Fulda stoßend, ist sogleich zu vermiethen. 
20. Am 24sten d. M. wurde unweit Sandershausen, 
am Ufer der Fulda, der Leichnam eines neugebornerr 
' Kindes gefunden. Diejenigen,, welche deshalb etwa 
Nachrichten ertheilen können, werden zu deren unge 
säumten Angabe andurch aufgefordert. 
Waldau, den 26. Mai 1821. 
Kurfürst!. Amt dahier. Schmitten. 
In kdern cop. Kersting. 
21. Die in den Psi'rchen des Amts Ahna und bei Cassel 
für dieses Jahr geschnittene 38 Stück Trifthämmek. 
und 38 Stück Triftlämmer, sollen Mittwochen den 
.13. Junii e., des Vormittags um 10 Uhr, auf dem 
hiesigen Rentereihofmeiftbietend verkauft, und gegen 
baareZahlung alsbald verabfolgt werden. Kaustieb- 
- Haber werden daher eingeladen, alsdann zu erscheinen 
und zu bieten. Cassel, am 30. Mai 1821. 
Aus Kurfürstlicher Renterei daselbst. Henkel. 
22. Ne te quaesiveris extra! — Mit Erstaunen er 
sieht man aus der im 40sten Stücke dieser Zeitung 
eingerückten Bekanntmachung der Kriegerschen Buch 
handlung, daß das Vormundschafts-Wesen inKur- 
hessen, seit einigen Jahren, in Unordnung gerathen 
sey. Herr Krieger mag die gangbaren Artikel seines 
Buchhandels, von den nicht gangbaren recht gut zit 
unterscheiden wissen und eben so gut die Mittel ken 
nen, den letzteren Erlösung' zu verschaffen, aber 
er scheint nicht gewußt zu haben, daß die Aufsicht 
über das Vormundschafts-Wesen, eine der ersten 
Pflichten der Kurhessischen Justitz-Beamten ist, »und 
daß sich diese also — wenn die Kriegersche Behaup 
tung gegründet wäre—der größten Pflichtvergessen 
heit schuldig gemacht haben würden; ein Vergehen, 
welches, wenn nur ein Schein davon sich gezeigt 
hatte, von dem Officio fisci früher bemerkt seyn 
würde, als von dem Herrn Buchhändler Krieger. 
Die Justitz-Verwaltung in Kurhessen, hat sich von 
jeher die Ächtung des unterrichteten Ein - und Aus 
länders zu erwerben gewußt, um so größere Indigna 
tion muß daher die Kriegersche ungegründete und 
vorlaute Aeußerung erregen und sie giebt die unwill- 
kührlichste Veranlassung, dem Herrn Krieger das 
goldene Sprüchlein, welches gewiß auch in einem 
seiner Verlags-Artikel sich aufgezeichnet findet, zrr 
empfehlen: Ne sutor ultra cr^pidaml- — Die der 
laudirten Bekanntmachung, zum Schlüsse, ange 
hängte Bitte an die Herrn Beamten „ihre Auf 
merksamkeit einerVerordnung zuschen 
ken" erregt Mitleid! 1 — 
23. Nachverzeichnete alte juristische Bücher bin ich 
Willens für die beigesetzte Preise zu verkauftn und 
mögen sich Liebhaber an mich wenden und mit mir. m 
Unterhandlung treten: i)Jose. hiMascardiiüoncl. 
probat. 2 Bde. 2 rthlr. 16 Alb. 2) 6. A. Strudi 
Syntagnaa juris feudalis, 1 thlr. 16Alb, *) Joh. 
Adami Koppii Historia juris, 16 Alb. 4) Wolfil 
inetitutiones juris naturae et gentium, 16Alb. 
5) Albtrti jurispmdentia medicae, 1 thlr. 6) 
Johannis a Sande Theat. practic. hoc est dec. 
aureae sive rerum in suprema Friesiorum curi^i
	        

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