Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1821)

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Personen, welche verlangt werden. 
». 2« eine gangbare Apotheke, unweit Cassel, ein 
Lehrling, welcher zu Ostern eintreten kann. Wo? 
sagt die Hof- und Waisenhaus-Buchdruckerei. 
». An eine hiesige Ellerrwaaren - Handlung ein aus 
wärtiger Lehrling, welcher im Rechnen und Schrei 
ben geübt ist. Nähere Nachricht hierüber giebt die 
Hof- und Waisenhaus - Buchdrucker«. 
Capitalien, welche auszuleihen. 
». 700 Rthlr. Pupillen-Gelder sogleich und Z00 Rthlr. 
desgl. auf Ostern, gegen sichere Hypothek; in der 
Martinistraße Nr. 69. 
Bekanntmachungen. 
». Der Garte« der verstorbenen Witwe des Hof- 
Cantors Michel vor dem Weser-Thore, welcher 
mit einem Häuschen versehen ist, ist zu vrrmiethen. 
Die Hof- und Waisenhaus - Buchdruckerei giebt 
nähere Nachricht. 
». Dem Einwohner und Ackermann Henrich Lauter 
bach von Deisel ist, wegen seines Hangs zur Völ- 
lerri und sonstiger schlechten Aufführung, die Ver 
waltung des Vermögens untersagt, und über ihn 
und seine Kinder der Einwohner Andreas Köster 
als Curator bestellt worden. Mittelst Bekanntma 
chung dieser Verfügung wird Jedermann gewarnt, 
mir dem gedachten Lauterbach, ohne Vorwiffen und 
Genehmigung de» Curators, sich in einen Handel 
oder sonstige» Geschäft einzulassen, und haben alle 
diejenigen, welche dieser Warnung zuwider handeln, 
btn daraus erwachsenden Nachtheil sich selbst zuzu 
schreiben. Carlöhafen, am 8. März 1821. 
Co Um a nn, Oberschultheiß. 
5» Montag den s. April, Nachmittags Uhr und 
folgende Tage , sollen dahier in ber Schloßfiraße in 
dem Egzenaschen Haus, in der Bel-Etage, eine 
Parthie Waaren, bestehend aus feinen Tüchern, 
1 als: drap de vigogne, caetorini und dergleichen, 
Casemir, Manschester, Westrnzeugrn, seidnen und 
baumwollenen Strümpfen, Handschuhen, verschie 
denen Sorten Fülwell», sodaun einer Partie Öuin- 
eaillerie Waaren, goldenen und silbernen Uhren, 
Ringen und dergl. mehr, öffentlich meistbietend ver 
kauftwerden , wobei bemerkt wird, dass die erkauften 
Sachen jedesmal Mittwochs oder Sonnabends, 
Nachmittags, bei Vermeidung anderweiten Ver 
kaufs , auf Gefahr und Kosten der Käufer, abge 
holt werden müssen. Cassel, am 15. März »8s». 
Kurfürstliches Stadtgericht daselbst. 
4. Loose zur Au-spielung der Herrschaft Großdkckau 
und desGutheSWattittitz, welche den »7. Februar, 
»5. März und 10. April l.J. gezogen wird, deren 
Plan schon in früheren Nummern' dieser Zeitung 
angezeigt wurde, sind jetzt noch, so wie auch bis 
zur Ziehung dritter Classe gegen freie Einsendung 
von 8 Rthlr. Conv. Münze, so wie auch die jedes« 
malige Original-Listen, gegen freie Einsendung von 
8Ggr^ oder für alle Classen zu \ Rthlr. bei mir zu 
haben. Desgleichen auch Loose zur Ausspielung 
der in Böhmen liegenden sieben Güther Zickau, 
Wolschowitz, gegen freie Einsendung von 6 Rthlr. 
Conv. Münze fürs Loos. Die Geldgewinne der 
herausgekommrnrn Loose werden ebenfalls nach den 
bestmöglichsten Coursen bei demselben ausgezahlt. 
— Meine resp. Jutereffenten, welche vom Schicksal 
ihrer Loose über die erste und zweite Ziehung keine 
Nachricht erhalten, belieben daraus zu entnehmen, 
daß ihre Nummern noch nicht herausgekommen sind. 
Heinem. M. De.llevie in Cassel, 
Martinistraße, Sttrn-Apotheke. 
5. Ich habe die Lennepschen Gärten vor dem Leipziger 
Thor gekauft; weil nun noch einige Privat-Gärten 
dazwischen liegen, und solche dadurch kein Ganzes 
ausmachen, so habe ich mich entschlossen, diejenigen- 
i o nahe beim Thor auf den Herrschaft!. Dielenhaus« 
oeg den Ausgang haben, wovon einigemitHäuschen 
und gemeinschaftlichem Brunnen versehen sind, an 
der Hand zu billigen Preisen zu verkaufen, oder auch, 
nachdem sich Liebhaber finden, zu vermiethen, im 
erster« Fall kann auf Verlangen die Hälfte des Kauf 
geldes zu billigen Zinsen darauf stehen bleiben. Auch 
ist mein großer Garten in der Cöllnischen Allee annoch 
ganz oder zur Hälfte, desgleichen ein keiner daselbst, 
so mit ein m '.»gerichteten Häuschen versehen, 
zu vermiet lebhaber des einen oder anderen 
belieben sich . . mir zu melden. 
Der Hofgärtner Jacob» 
6. Im Haufe Nr. 460 der Carlshafer Straße sollen 
den 22. hujus Nachmittags 3 Uhr , mehrere Bäcke« 
reigeräthschaften meistbieteud verkauft werden. 
7. Den 4. März ist ein dunkelbrauner, junger, großer ' 
Hühnerhund entlaufen, derselbe hat einen Höcker 
auf dem Kopf, etwas hellere rauhe, nicht sehr 
lange Behänge und eine nur wenig abgeschlagene 
Fahrenruthe. Wer denselben gegenwärtig in Besitz 
hat, wird gebeten, solchen an den Leibjäger 
Schmitt zu Cassel, in der Bellevue, gegen eine 
gute Belohnung abzuliefern. 
8. Nachdem in Sachen des Handelsmanns Baruch 
Speyer in Guxhagen, Klägers, wkder den Ein 
wohner Hermann Bachmann in Dennhausen, Ver 
klagten, puncto debiti, die sich nicht bisher gemel 
dethabenden Gläubiger, durch Erkenntniß vom heu 
tigen Tage, präcludirt worden sind ; als wird sol« 
ches ««durch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. 
Waldau, den 5. März i8«n 
Kurfürst!. Amt daselbst. Schmitten. 
In ¿dem Kersting.
	        

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