Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1821)

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s. Der als Westphälischrr Soldat nach Rußland 
marschirte Johann Nicolaus Hcßbach, ausGrvsen- 
buröla im Königreich Preußen gebürtig, ist biS 
hierhin nicht zurückgekehrt, und auch keine Nach 
richt über dessen Aufenthalt eingegangen. Dir Prä- 
fumtiv-Erben des Abwesenden, dessen Schwester, 
Adam Witzeis Ehefrau, Anne Christine, geb. Hcß 
bach, zu Rambach, und der Raschmacher Johann > 
George Hiebenthal zu Grvserrbursla, curat, noie. 
des absentis Bruders Tochter, Anne Christine Heß 
bach, dermalen zu Niederdünzebach, sind aber, 
wegen Verabfolgung des dem Abwesenden gehörigen, 
und bei Kurfürst!. General-Depositen- und Land- 
Assistenz-Casse zu Cassel hinterlegten Vermögens 
von 444 Rthlr. 18 A b. 8 Hlr. in Laub- undKro- 
nenthalern, ,ä » Rihlr. 18 Alb., unlängst bei Fürst!. 
Amte dahier eingekommen; weshalb gedachter Jo 
hann Nikolaus Hoßbach oder dessen etwaige Leibts- 
rrben, so wie auch etwa weiter Berechtigte, hier 
durch peremtorie et estlctaliter vorgeladen werden, 
in termino den 4. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, 
vor hiesigem Amte zu erscheinen, um daselbst erwähn 
te- Vermögen in Empfang zu nehmen und resp. 
ihre Ansprüche hinlänglich zu begründen, oder zu 
gewärtigen, daß solches im Fall des Ausbleiben- 
den Nachsuchenden ohne Caution, nach Vorschrift 
der Verordnung, verabfolgt werde. 
Wannfried, am 17. Januar 1621. 
Fürstl. Hess. Rot. Amt daselbst. Pfeiffer. 
' In fidem Oeste, Amts-Sccretarius. 
Vorladung der Gläubiger. 
r. DeS allerdurchlauchtigsten Fürsten und Herrn, 
Wilhelm I., Kurfürsten und fouverainen Land 
grafen von Hessen, Großherzogs von Fulda, Für 
sten zu Hersfeld, Hanau, Fritzlar und Isenburg, 
Grafen zu Catzenelnbogen, Dietz, Ziegenhain, 
Ridda und Schaumburg rc. re. Wir zu allerhöchst 
Dero Regierung allergnädigst Verordnete, Prä 
sident, Vice-Canzler, Geheime Regierungs-Räthe, 
Regierungs- auch Justitz-Räthe und Assessoren, 
urkunden und bekennen hiermit, daß, da das nach» 
gelassene Activ-Vermögen des Hierselbst verstorbenen 
Geheimen Raths Carl Wilhelm Lennep nicht ein 
mal zur Tilgung der bereits angezeigten, privile» 
girten und hypothecarischrn Forderungen anreicht, 
und unter den Gläubigern eine gütliche Vereinigung 
wegen ihrer Befriedigung nicht zu Stande gekommen 
ist. Wir den Concurs über den erwähnten Nachlaß 
erkannt, und die öffentliche Vorladung der Gläu 
biger verfügt haben. ES werden demnach alle die 
jenigen, welche an dem nachgelassenen Vermögen 
des vorgenannten Geheimen Raths Lennep, Forde 
rungen oder sonstige Ansprüche zu haben glauben, 
hierdurch öffentlich vorgeladen, solche in dem auf ! 
den 10. Mai b. J. bestimmten Liquidations-Termine | 
durch gehörig bevollmächtigte Anwälte anzuzeigen 
und sofort hinlänglich zu begründen, wobei es den« 
jenigen Gläubigern, welche vor dem mit dem Güte- 
versuch beauftragt gewesenen Commiffar ihre Forde 
rungen bereits angezeigt haben, überlassen bleibt, 
sich auf ihre Eingaben zu beziehen.» Die Nicht 
erscheinenden haben die Ausschließung von diesem 
Deditvrrfahren zu erwarten. 
Cassel, den 30. Januar 1821. 
Kurfürstlich Hessische Regierung, 
s. Carl Knyrim zu Schwarzenhasel ist allerhöchsten 
Orts um ein fünfjähriges Moratorium allerunter- 
thänigst eingekommen, undvou Kurfürst!.Regierung 
der unterzeichneten Behörde die Untersuchung deS 
Vermögens- und Schuldenbestands des oben genann 
ten Supplicanten aufgegeben worbeo. In Gemäß 
heit einer eub hodierno erlassenen Verfügung wer 
den demnach sämmtliche Creditores des mehrge 
nannten Carl Knyrim hierdurch edictaliter aufge 
fordert, in dem zu Befolgung des höheren Auftrags 
auf Montag den 26. Februar 2. c. anberaumten 
Termin, Vormittags 9 Uhr, in der hiesigen Reser- 
vaten-Commissariats,Wohnung entweder in Person 
oder durch hinlänglich Bevollmächtigte zu erscheinen, 
ihre Forderungen zu liquidiren und resp. zu vrrifi- 
ciren, und sich auf das Gesuch des debitoris obae 
rati ad protocollum zu erklären, widrrgenfalls 
aber zu gewärtigen, daß die Zurückbleibenden pro 
consentientibus gehalten und angesehen werden 
sollen. Rotenburg, am 2z. Januar i8rr. 
K.H. Rrservaten-Comnüssion. A rsten iuS, v. c. 
Zur Beglaubigung: Homburg, Aktuarius^ 
5. Die über die minderjährigen Kinder des verstor 
benen Mäcklers Jacob Christoph Kompenhans von 
hier gerichtlich bestellten Vormünder haben erklärt, 
daß sie für ibrr Curanden die väterliche Erbschaft 
nur mit der Rechtsrvohlthat des Inventars anzu 
treten sich veranlaßt fänden, sie Haben zugleich auf 
Convocation der Gläubiger deS Verstorbenen ange 
tragen. Dem gemäß werden alle brkanntr und unbe, 
kannte Gläubiger des vorgrdachten Mäcklers Kom- 
prnhans hierdurch aufgefordert, in dem auf Frei 
tag den 9. März nächstkünftig bestimmten Termin 
vor Fürst!. Obrrschultheißen-Amt dahier entweder 
persönlich oder durch hinlänglich bevollmächtigte 
Mandatarien zu erscheinen, ihre a^ dem Verstor 
benen habende Forderungen zu Protokoll anzuzeigen, 
solche alsbald als richtig nachzuweisen, und dem 
nächst weiteres Rechtsverfahren zu erwarten. Die 
Zurückbleibenden trifft dre Prâclusion. 
, Eschwrge, am 14. Februar 1821. 
.^FürfiU Oberschultheißkn-Amt daselbst. Heuser. 
4. Nachdem der herrschaftliche Mühlrnpachter Carl 
Reinecke auf dà Vorstadt Blume sein Zablungs- 
Unvermögen gerichtlich erklärt, sein Vermögen den 
Gläubigern abgetreten und nm deren Convocation 
gebeten hat, deinnäch dann der Concurs über des 
genannten Gemeinschuldners Vermögen unterm
	        

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