Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1821)

23. Da sich das Local am Stadtbau nicht besonders 
für ein Meubles-Magazin eignete, so fanden wir uns 
Veranlaßt, solches in das Plaß'sche Haus in der 
mittlern Johannesstraße zu verlegen, welches wir 
-einem geehrten Publicum hiermit ergebenst bekannt 
machen. Zugleich fügen wir die Versicherung hinzu, 
daß alleim Magazin gemacht werdenden Bestellungen 
bestens besorgt, daselbst aber alle Gattungen sehr gut 
gearbeiteter Meubles zu besonders billigen Preisen 
beständig vorrächig seyn werden. 
Die vereinigten Schreinermeister. 
24. Durch vortheilhaftes Einkäufen des rohen Products 
sind wir in Stand gesetzt , von unsern Fabrikaten, 
bestehend in Hamburger Schreibfedern und Siegel 
lack, aufs billigste abzugeben.; auch sind Schwanen 
kiele von vorzüglicher Größe, so wie Nordische Ra 
benfedern , bei uns zu haben, und geben uns durch 
dieses die Ehre, unsere Handelvfreunde Md resp. aus- 
' wärtige Hrn. Beamten davon in Kenntniß zu setzen. 
S. Rosenstein und Hagen, in Cassel, 
wohnen in der Unterneustadt Nr. 1125. 
2£. Zwei fette Schweine sind in der Schloßstraße 
Nr. 404 zu verkaufen. 
26. Frische Holländische Böcklinge, Schellfische, neue 
Sardellen und feinen Rollen-Ponorico, sind billigen 
Preises zu Haben,, bei I. E. S i n n h o l d t, > 
Ln der Elisabether Straße Nr. 232. 
27. Masken aller Gattungen und aller Ärt sind am 
Markt in Nr. 680 (ehemalige Löwen-Apotheke) zu 
den billigsten Preisen zu haben. 
28. In der Schloßstraße Nr. 162, bei der Witwe 
Brödkelmann., sind Maskeraden - Anzüge nach 
beliebiger Auswahl zu haben. 
29. Moritz B e r n ú r b t* Optikus aus 2tm- 
sierdam^ «mpsichlt sich bei seiner Durchreise mit 
einem Sortiment optischer Waaren, als: Conserva- 
trons-Brrllen für alte und junge Personen, mit ver- 
ol-deter, filbernex und schildplattener Einfassung, 
leine und große Theater-Perspective, Rassir-Spiegel, 
Miniatur-Spiegel, Microscope, alle Sorten Lupen, 
Staub-Ballen, blaue, rothe und Feuer-Brillen, 
goldene, silberne und schildvlatttne Lorgnetten, so 
wie auch alle Sorten Gläser für kurzsichtige Perso 
nen^, die -nur Lag und Nacht unterscheiden können; 
Telescopen, Spiegel- und Sorrrmer-Microscopen, 
Camera obscura, Bikder-Erfcheinungerr rc. Alle an 
Augenschwäche jeder Art Leidende, und jeder, der 
das wohlthätige Seclenlicht schätzt, wolle selbst sich 
zu ihm bemühen oder jemand schicken, wo matt die 
vollgültigsten Atteste der angesehensten und berühm 
testen Aerzte sehen wird, als: von Hrn. Gerling, 
Professor der Mathematik und Physik zu Marburg 
von Hrn. Professor Wenderoth ebendaselbst; vom 
Hrn Dir, Schmidts Professor der Mathcmathik und 
Physik aus-Gießen ; vom Hrm Dr. von Walther, 
Kön. Preuß. Medizinal-Rath und Professor in der 
Stadt Bonn; von dem Medizinal-Collegium aus 
Koblenz; vom Hrn. Alexander Jamer von Bockwcll , 
Professor der Mathematik u. Physik aus Creuznach ; 
vom Hrn. Regierungs- und Medizinal-Rath Dr. 
Stoll in Arnsberg; vom Hrn. Hofrath Meyer in 
Minden; vom Hrn. Professor Breithaupt in Bücke- 
burg; vom Hrn. Augenarzt Ahmeler in Herford; 
vom Hrn. Medizinalrath Consbtuch in Bielefeld; 
vom Hrn. Hofarzt Pundt zu Oldenburg; vom Hrn. 
Medizinalrath Dr. Schwitz aus Paderborn; vom 
Hrn. Doctor Gelhaus, Hvfarzt sir Detmold; vom 
Hrn. Medizinalrath Dr Uschsteiner aus Weilburg; 
seine Wohnung ist bei Hrn. Gruneberg, im Gast 
haus »zum weißen Greisin der Dionysienstraße, und 
sein Aufenthalt dauert nur acht Tage. 
30. In der Luckhardscheu Hof-Buchhandlung unter 
den Arkaden sind neben einer Auswahl der vorzüg 
lichsten Kinderschristen, Spiele, Neujahrswünsche, 
Zeichenbücher und Vorschriften, auch die neuesten 
Taschenbücher, Almanachs und andere interessante 
wissenschaftliche Werke, alles zu den billigsten Prei 
sen und in elegantester Form zu haben. 
Besondere Bekanntmachung. 
Nach einer, in Beziehung auf den §. 59 , Nr. 2 . 
der Verordnung.vom 29 . Jnnii dieses Jahrs, 
erfolgten allerhöchsten Bestimmung, wird die 
bisher im Verlage des hiesigen reformirten Wai 
senhauses erschienene Polizei- und Commerzien- 
Zeirmig vom r. Januar 1522 an 
1 ) unter dem Titel: Wochenblatt für die 
Provinz Nie der Hessen, wöchentlich 
zweimal, und zwar Mittwochs.und Sonn 
abends herausgegeben werden; 
2 ) soll dieses Wochenblatt von einer jeden - 
Gerichts-, Verwaltungs- und Finanz-Be 
hörde, desgleichen von jeder Stadt und Ge 
meinde der Provinz, jedoch mit Ausschluß 
der Grafschaft Schaumburg, gehalten 
werden; 
3 ) ist der Preis des Jahrgangs 1522 auf 
Druckpapier für die gezwungenen Abnehmer 
<auf 1 Rthlr. r 6 Gr. und für die freiwilligen 
Abnehmer auf 2 Nthlr. festgesetzt worden; 
4) dieses Wochenblatt hat alle Bekannt 
machungen der Staatsbehörden, welche nicht 
Privatangelegenheiten betreffen, unentgelt 
lich aufzunehmen. 
Beauftragt, diese EinrichtungdesWochenblattes 
für die Provinz Niederhessen zur Kenntniß des 
Pnblicums zu bringen, bemerke ich , daß den 
gezwungenen Abnehmern dasselbe auf gehörigem 
Wege zugesendet werden wird, die freiwilligen 
Abnehmer aber ersuche ich, in Beziehung auf 
meine Bekanntmachung vom 4 ten d. M.> sofort
	        

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