Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1821)

I 
».88. 
T « sselsche 
PMi- Md Süft ® 1 
.on. 
; v. 
ün- 
fte 
rsil. 
chn. 
l. k. 
. L 
. v. 
Pr. 
i. 
oi, 
rst. 
v. 
28. 
V. 
rjor 
an- 
nn, 
v. 
?if, 
>Sl. 
er, 
ock- 
ön. 
k. 
.nte 
en- 
its- 
nß. 
lrz, 
rt, 
rm. 
-er. 
str- 
pt- 
Mit Kurfürstlich 
«llergnadigsten 
Hessischem 
Privilegio. 
Sonnabend, den 3 tett November 1821. 
Edictal - Verladungen. 
1. Des allerdmchlauchtigften Kurfürsten und Herrn, 
Herrn Wilhelm U.» souverainen Landgrafen von 
Hessen, Großherzogs von Fulda, Fürsten zu Hers 
feld, Hanau, Fritzlar und Isenburg, Grafen zu 
Catzenelndogen, Dietz, Aiegenhain, Nidda und 
Schaumburg rc. :c. — Demnach die Ehefrau des 
Backers Christoph Löber allhier bei Uns klagend 
vorgestellt hat, daß ihr Vater sie durch harte Miß 
handlungen und durch die Drohung, sie verstoßen 
und namentlich sie enterben zu wollen, in ihrem 
15ten Jahre zur Eingehung der Ehe mit dem Backer 
Christoph Löber gezwungen habe, und gebeten, die 
zwischen ihr und dem Verklagten, welcher nicht lange 
nach abgeschlossener Ehe von hier weggegangen sey, 
und sich" in Amerika aufhalten solle, eingegangene 
eheliche Verbindung für nichtig, denselben auch zum 
Ersatz der Kosten für schuldig zu erkennen, und daher 
auf dessen öffentliche Vorladung angetragen hat, 
diesem Suchen auch statt gethan werden soll; so wird 
gedachter Backer Christoph Löber hiermit und in Kraft 
dieses peremtorisch citirt, in dem zum Verhör der 
Sache auf den 7. December angesetzten Termin, 
Morgens 9 Uhr, vor Uns persönlich oder durch einen 
dazu genugsam bevollmächtigten Anwalt zu erscheinen 
und auf die gegen ihn eingereichte Klage gebührend 
zu antworten, unter der ausdrücklichen Verwarnung, 
daß widrigenfalls in dessen Ungehorsam die Klage für 
eingestanden angenommen und dem Klagantrag gemäß 
erkannt werden soll. Urkundlich des hierunter gedruck 
ten Kurfürstlichen Consistorial-Jnsiegels. 
Cassel, am t. August 1821. 
(L. S.) Kursürstl. Hessisches Consisto riu rn. 
2. AufBetreibrn der Jntestat-Erben des im Jahr 1812 
als Westphalischer Soldat nach Rußland marschirten 
und nach eingegangener Nachricht im Hospital zu 
Simbirsk gestorbenen Johannes Rehbein aus Asbach, 
werden dessen etwa vorhandene Testaments- oder 
Vertrags-Erben hierdurch ein- für allemal öffentlich 
vorgeladen, das bei dem elterlichen Güterbesitzer Joh. 
Jacob Rehbein zu Asbach ausstehende Erbtheil des 
Gestorbenen, nach vorgänglger Legitimation, binnen 
drei Monaten in Empfang zu nehmen, widrigenfalls 
solches jenen Erben verabfolgt werden soll. 
Niederaula, am 25. September 1821. 
Kurf. Hess. Justitz-Amt daselbst. Roh de. 
In fidem N 0 lte. 
8. Auf den Antrag der Ehefrau des hiesigen Schenk- 
wirths.JoachimDrtwein, Friederike, geborneHart- 
mann, werden ihres verstorbenen Vaters seit langen 
Jahren abwesende Brüder, namentlich: 1) Johannes, 
geboren am 1. Julii 1744, 2) Friedrich, geboren 
am 31. Januar 4746, 3) Michael, geboren am 
26. Februar 1748, und 4>Johann Jacob, geboren 
am 10. Mai 1750, sämmtlich Söhne des bereits rm 
Jahre 1758 verstorbenen hiesigen Bäckermeisters Jo 
hannes Hartmann, unddercn etwaige sonstige Erben 
hierdurch öffentlich vorgeladen, in dem aufDienfttag 
den 29. Januar 1822 bestimmten Termin, Vormit 
tags um 10 Uhr, vor unterzeichnetem Stadtgericht 
entweder persönlich oder durch hinreichend Bevoll 
mächtigte zu erscheinen, sich gehörig zu legitimiren, 
Erstere um ihre Erbantheile kn Empfang zu nehmen, 
Letztere aber um ihre Erbansprüche zu begründen, 
in dessen Entstehung hingegen zu gewärtigen, daß 
Erstere, da sie die 70 Jahre zurückgelegt haben , für 
verschollen erklärt, und Letztere mit ihren Erb-An- 
O
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.