Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1821)

stehen, schulden," und die Verklagten zur Zurück 
zahlung des Darlehns mit Zinsen, unter dem Kosten 
ersatz, bei Meldung des Verkaufs der Hypothek, zu 
verurtheilen gebeten. Weil nun der dermalige Auf 
enthaltsort des Mitverklagten unbekannt ist; so wird 
dieser hiermit öffentlich geladen, den 25. September 
dieses.Jahrs, Morgens 8 Uhr, dahier vor Amt an 
gewöhnlicher Gerichtsstelle zu erscheinen und sich auf 
die obige Klage so gewiß zu erklären, als dieselbe 
sonst für eingestanden angenommen, und er mit seinen 
' etwaigen Einreden ausgeschlossen werden wird. 
Großalimerohe, am 28. Junii 1821. 
Kurf. Hess. Justitz-Amt daselbst, v. Nord eck. 
3. Johann Henrich Steller, von Gilserberg, welcher 
im 8ten Westphalischen Linien-Regiment gedient und 
in dem Russischen Feldzuge zurückgeblieben ist, wird 
hiermit, auf Instanz seiner Geschwister, edictslirer 
vorgeladen und citirt, sich oder dessen etwaige Leibes 
erben den 26. September d. I. vor Amt dahier zu 
stellen und seinen elterlichen Erbtheil in Empfang zu 
nehmen, oder zu gewärtigen, daß Ersterer für todt 
erklärt und dessen Vermögen seinen sich darum mel 
denden Geschwistern ohne Caution überwiesen und 
ausgehändiget werde. Treysa, am 27. Junii 1821. 
Kurfürstliches Justitz-Amt daselbst. Hüpeden. 
In üdem Kulenkamp. 
4. Henrich Werner, von Mörshausen, ging als West- 
phalischer Soldat mit nach Rußland und hat seit 
langer Zeit nichts von sich hören noch sehen lassen. 
Dessen Geschwister haben daher bei hiesigem Amte 
daraufangetragen: daß in Gemäßheit der bestehenden 
Verordnung der Abwesende sür todt erklärt, und 
fetffm circa 300 Rthlr betragendes Vermögen ihnen 
verabfolgt werde. Es wird daher gedachter Henrich 
Werner, so wie dessen etwaige Leibeserben, oder wer 
sonst auf irgend eine rechtliche Weise Ansprüche an 
dessen Vermögen machen sollte, hierdurch aufgefor 
dert, in rermivo den 19. September d. I., sub 
praejudido praedu'si, auf hiesigem Amte zu erschei 
nen und ihre Ansprüche zu begründen. 
Spangenberg, am 20. Junii 1821. 
Kurfürstliches Justitz-Amt daselbst. Wilkens. 
In fidem Lometsch, Amts-Secretarius. 
Ö. Andreas Heinemann aus Hundelshausen ist im Jahr 
1812 als Westphalischer Soldat mit nach Rußland 
gegangen, aber nicht zurückgekehrt. Seine Verwand 
ten: 1) August Zindel, in väterlicher Gewalt seiner 
drei minderjährigen, mit seiner verstorbenen Ehefrau, 
Anne Barbare Heinemann, erzeugten Kinder; 2) die 
Kinder und Erben weil. Liborius Siebold, nament 
lich: a)Anne Catharine Iste, d) Anne Catharine 2te, 
c) Margarethe Elisabeth, d) Peter, e) Dorothee 
Elisabeth, sämmtlich zu Hundelshausen, haben daher 
um Verabfolgung seines, unter Curatel stehenden 
Vermögens gebeten. Gedachter Andreas Heinemann, 
seine etwaigen Leibes- oder testamentarische Erben, 
so wie jeder., welcher in irgend einer anderen Bezie 
hung, auch als Gläubiger , ''Einen nähern Anspruch 
auf jenes Vermögen zu haben vermeint, werden hier 
durch öffentlich vorgeladen, in dem auf den 21. Novem- 
ber d. I., Vormittags 10 Uhr, bestimmten Termin, » 
vor hiesigem Amte persönlich oder durch hinlänglich 
Bevollmächtigte zu erscheinen und ihre Ansprüche 
geltend zu machen; widrigenfalls der Abwesende,für 
todt erklärt, und dessen Vermögen seinen genannten 
Verwandten, ohne Caution, verabfolgt werden soll. 
Witzenhausen, am 20. Julii 1821. 
Fürst!. Hess. Rotenb. Amt Ludwigstein das. Koch. 
I» üdem Hoffmann. 
6. George Heinrich Hellwig von hier ist im Jahr 1812 
als Westphälifcher Soldat mit nach Rußland gegan 
gen, aber nicht zurückgekehrt. Seine Geschwister: 
a) der Postmeister George Wilhelm Hellwig zu 
Eschwege, d)Sophie, verehel.Fischer, und ^Frie 
derike, verehel. Kleinsorge, dahier, haben daher um 
Verabfolgung seines, unter Curatel stehenden Ver 
mögens gebeten. Gedachter George Heinrich Hellwig, 
seine etwaigen Leibes- oder testamentarische Erben, 
so wie jeder, welcher in irgend einer andern Beziehung, 
auch als Gläubiger, einen näheren Anspruch auf 
jenes Vermögen zu haben vermeint, werden hierdurch 
öffentlich vorgeladen, in dem auf den 21. November 
d. I. , Vormittags 10 Uhr, bestimmten Termin, vor 
hiesigem Stadtgerichte persönlich oder durch hinläng 
lich Bevollmächtigte zu erscheinen und ihre Ansprüche 
geltend zu machen; widrigenfalls der Abwesende für 
todt erklärt und dessen Vermögen seinen genannten 
Geschwistern, ohne Caution , verabfolgt werden soll. 
Witzenhausen, am 25. Julii 1821.. 
Fürsil. Hess. Rotenb. Stadtgericht daselbst. Koch. 
in fidem Hoffmann. 
7. Auf Nachsuchen der Geschwister, als nächsten bekann 
ten Jntestaterben, des im Jahr 1812 nach Rußland 
marschirten, jedoch von dort nicht zurückgekehrten 
Friedrich Pfleging, von Rothwesten, wird dieser oder 
dessen etwaige Leibes- oder Testaments-Erben hier 
durch edictaliter vorgeladen, binnen drei Monaten 
so gewiß zur Empfangnahme des Vermögens zu 
erscheinen, als widrigenfalls dasselbe dessen Geschwi 
stern, der Verordnung gemäß, ohne Caution verab 
folgt werden soll. Grebenstein, am 9. Julii 1821. 
Kurfürstliches Justitz - Amt daselbst. 
Wange ma nn, Assessor. 
8. Da von Seiten der Geschwister und resp. Geschwi 
ster Kinder des in Rußland ohne weitere Nachricht 
zurückgebliebenen, unterm ehemaligen 7tenWestphä- 
kischen Linien-Regiment gestandenen Soldaten Johann 
Justus Gerhold, von Wolfershausen, um Verab 
folgung dessen, bisher vbm Einwohner Johannes 
Gerhold 3tcn daselbst vormundschaftlich verwalteten 
Vermögens angetragen worden; so werden sowohl 
jener Abwesende, als auch alle diejenigen, welche 
entweder näher rechtliche Erb- oder sonstige Ansprüche 
und Forderungen an solchem Vermögen zu haben 
glauben, hierdurch vorgeladen, in dem ein- für alle 
mal bestimmten Termin, den 30. October, Morgens 
von 10 bis 12 Uhr, auf dahiesiger Amtsstube zu 
erscheinen und ihre Ansprüche vorzubringen, Ersterer 
unter der Verwarnung, ansonst tür todt erklärt zu 
werden, und Letztere unter dem Rechtsnachtheile,
	        

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