Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1820, [4])

2002 
4. Nach einer hohen Resolution soll brr Fulda-Au- 
flug von i| Ack. io Rt., zwischen dem Schiff-Ca- 
na! und dem Ahna-Fluß, welcher bis jetzt den Blei 
chern Rust und Schmidt pachtweise überlassen war, 
vom i. Mai 1821 an, wieder auf S Jahre meifibie- 
Lietend verpachtet werden. Da zu diesem Grschäste 
auf Montag den 11. December d. I , des Mor 
gens 10 Uhr, in die hiesige Renterei Termin anbe 
raumt worden, so werden Pachtlrebhaber hiermit 
eingeladen, alsdann sich einzufinden und ihre Ge 
bote zu Protocoll zu geben. 
Cassel, am 30. November 1820. 
Aus Kurf. Renterei daselbst. Henkel. 
5. Das auf dre Pacht des herrschaftlichen Ackerguths 
zu Maden, Amts Gudensberg, in dem am gten 
v. M. statt gehabten zweiten Licitations-Termin 
gebotene locarium ist allerhöchsten Orts nicht ge 
nehmigt, sondern ein nochmaliges Auögebot dieser 
Guths- Pacht allergnäbigst verordnet worden. — 
Wir haben daher weitern Licitations » Termin auf 
Donnerstag den aifien d. M. angesetzt, und haben 
sich daher diejenigen, welche dieses mit Petritag 
künftigen Jahrs pachtlos werdende, nebst den 
erforderlichen Gebäuden in 154 Acker Landes, 
Wiesen und Garten bestehende Guth zu pachten 
wünschen, am genannten Tage, Vormittags 10 Uhr, 
hier auf der Oder-Rentkammer einzufinden, nach 
vorgängiger gehöriger Legitimation hinsichtlich ihres 
Vermögens und ihrer ökonomischen Kenntnisse durch 
obrigkeitliche Zeugnisse, ihre Gebote zu Protocoll 
zu geben und bas Weitere zu erwarten. 
Cassel, am 2. December 1820. 
Kurfürstlich Hessische Ob er-Rentkammer. 
LogtS in Cassel zu vermiethen. 
1. In der obern Carlsstraße Nr. 85 eine im besten 
Stand befindlich« Wohnung gleicher Erde, beste 
hend aus vier heitzbaren Stuben, nebst Cabinet, 
mehreren Kammern, Küche, nebst Keller, Holz 
stall und Mitgebrauch des Waschhauses, sogleich 
oder auf Christtag. 
2. In der Carlsstraßr Nr. 94 die Bel-Etage, neu 
taprzirt, mit oder ohne Meubles, sogleich oder 
auf Christtag. 
3. In der neuen Eckbeäausung an der Wilhelmsbrücke 
dte untere Etage, mir einem Kaufladen, vorzüglich 
zur Handlung geeignet, eine Treppe hoch drei Stu 
ben, zwei Cabinets, zwei Kammern, Speisekam 
mer, nebst Keller, sogleich oder auf Ostern; neben 
an in Nr. 637 ist sich zu melden. 
4. In der Schloßstraße Nr. 185 der Laben, mehrere 
Stuben, Kammern, Küche, nebst Platz für Holz 
und Keller, auf Christtag. 
5. In der Schlvßstraße Nr. 410 Stube, Kammer 
und Küche, auch noch eine Stube allein, mit oder 
ohne Meubles, sogleich. 
6. In der Martinistraße Nr. 52 ein Logis tr.it Meu- 
bles, für ein-n unvrrheiracheten Herrn, sogleich. 
7. 3 n der Dionysienstraße Nr. 101 und 102 mehrere 
Logis. 
'8. In der Unterneustadt, in der Leipziger Straße 
Nr. 947, drei Treppen hoch, vrer Stuben und vier 
Kammern (und kann seiner Einrichtung nach in 
zwei Theile vermirthrt werden), auch dabei gege 
benwerden: ein Pfrrdefiall, Fourazeboden, gemein 
schaftliches Waschhaus und Chaisen- Remise, zu 
Christtag oder auf Ostern. 
9. In der Schlvßstraße Nr. 157 zwei Treppen hoch, 
zwei Stuben, drei Kammern und Küche, nebst 
Platz im Keller, gemeinschaftlichem Waschhaus und 
Holzstall, zu Christtag oder auf Ostern. 
10. In der Fischgasse Nr. 826 ein kleines Logis für 
einen stillen Haushalt, sogleich oder auf Ostern. 
n. Im Gasthof zum Kurfürst, in der dritten Etage 
ein Logis, nach der Aue hin, bestehend aus vier 
Piecen, einzeln oder beisammen, sogleich oder auf 
Christtag. 
12. In der Holländischen Straße Nr. 1163 Stube, 
Kammer, nebst Holzraum rc., mit oder ohne Meu 
bles, sogleich oder auf Christtag. 
15. In der Elisabether StraßeNr. 230 das ganz«Hin 
terhaus, welches sich zu einer Schreinerwerkstatte 
eignet, und die Aussicht nach der ehemaligen Reit 
bahn gewährt, auf Ostern; das Nähere ist im 
Vorderhaus zwei Treppen hoch zu erfahren. 
Personen, welche verlangt werden. 
1. Eine Person von mittlerm Alter, die einem Haus 
halt vorstehen kann. Die Hof- und Waisenhaus- 
Buchdruckerei sagt, wo? 
2. Ein Mädchen, welche- bürgerlich kochen, auch 
glaubwürdige Attestate vorzeigen kann, auf Christ 
tag. Bei wem? erfährt man in der Hof- und Wai, 
haus-Buchdruckerei. 
3. Ecn Bursch, welcher mit Gartenarbeit Bescheid 
weiß. In der Hof- und Waisrnhauö.Buchdrvckerei 
erfährt man das Nähere. 
4. Ein Mädchen, welches mit aller häuslichen Arbeit 
Bescheid weiß, sogleich. Nähere Nachricht ertheilt 
die Hof, und Waisenhaus-Buchdruckerei. 
Personen, welche Dienste suchen. 
1. Ein gelernter Gärtner, welcher nicht nut in ge 
schmackvollen englischen Anlagen, sondern auch in 
der Treiberei, dem vortheilhaftesten Gemüßebau 
und der Obstbaum - Cultur sehr erfahren ist, wie 
auch in der landwirthschaftlichen Baukunst, wünscht 
auf Christtag oder auch etwas später bei einer Herr 
schaft in Dienst zu kommen. Dte nähern Bedingun 
gen erfährtman durch poftfrerr Briefe in der Hohen- 
thorstraße Nr. 481, gleicher Erde, in Cassel.
	        

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