Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1820, [2])

848 
XXXVI. Amt Fritzlar: 
s$86) Bernhard Andrea-, von Fritzlar, ist gestor 
ben im Hospital Sk. Trinitatis zu Willna; 
3Z7) Conrad Aread, daher, hat in der Legion zu 
Witebsk Dienste genommen; 
288) Heinrich Brede, daher, ist gestorben in Slo- 
rvim, G. Grodno; 
389) Conrad Fuhrmann, von Ungedanken, desgl. 
aufm Marsche in Jeletz, G. Orel; 
A90) Franz Hausmann, von Fritzlar, desgl. im 
Hospit. zu Nischin; 
29») Heinrich Wescher, daher, desgl. im Hospit. 
zu Drogobusch, G. Smolensk; 
392) Johannes Du-:, daher, desgl. im Hospital 
zu Tambow; 
395) Martin Falke, von Ungedanken, desgl. im 
Hospit. zu Tula; 
394) Johann Knoche, von Fritzlar, desgl. im Ho- 
spit. zu Polotzk, G. Witebsk; 
395) Johann Margraf, von Wabern, desgl. im 
Hospit. zu Witebök. 
s Fortsetzung folgt.] 
Warnun gs - Anzeigen. 
1. Conrad Stöcker aus Deute ist durch hohes Rescript 
vom »7. April 1820, wegen der beim Oeconomen 
Rosenthal zu Offenhausen verübten Brannteweins- 
Diebstähle, auf sechs Monate zu den Eisen vier 
ter Classe und zur Entschädigung des Bestohlenen, 
verurtheiltworden. Naumburg, am 12. Mai 1820. 
Kurf. Hess. Amt. Heuser. 
H» Der Vorsteher Johann Bernhard Schilderodt 
zu Niedernhohne ist von Kurfürstlicher Regierung, 
durch Rescript vom 17. Februar d. I., Nr. 250. 
I. P., wegen versuchter Bestechung eines Land- 
Dragoners im Dienst, in 15 Csi. Strafe und in 
die Untersuchungs-Kosten verurtheilt worden. 
Eschwege, den 4. März 1820. 
K. H. Resrrvaten-Commisst'on das. Möller. 
3. Durch vrrehrliches Regierungs - Rescript vom 
21. Februar d. I., Nr. 271. I. P., ist der Ein 
wohner Johannes Scöber zu Jestädt, wegen unbe 
fugter Anmaßung und Mißbrauchs der Polrzri-Ge- 
walt in achttägige Gesängniß-Strafe, abwechselnd 
bec Wasser und Brod und zu Bezahlung der Uu- 
tersucdnngs Kosten verurtheilt worden. 
Eschwege, den 4. Marz 1820. 
K. H. Justitz Amt daselbst. Möller. 
4. Caspar Ludwig von Wipperode, Friedrich Diese 
von Heyerodr, Amts Spangenberg, und der Or- 
gelbauergeseste Johannes Siedold vom HofHüben- 
rhal, der Sontra, sind von Kurfürstlicher Regie 
rung zn Cassel, durch Rescript vom §. Marz d. J.^, 
Nr. 688. H. Pi, wegen des von denselben» am 
27. Deeemoer v. I., bei Gelegenheit einer Taufe 
luderKirche zu Mipprrode verübtenunthrerbietlgrn 
und anstößigen Singens und Lärmens jeder zu vier 
tägigem Arrest bei Wasser und Brod und in die 
Untersuchungs-Kosten verurtheilt worden. 
Eschwege, den 24. März »820. 
K. H. Justitz-Amt daselbst. Möller. 
5. Von Kurfürstlicher Regierung ist der Einwohner 
und Ackermann Caspar Reuß zu Wipperode, weil 
er dem Philipp Fuhrmann daselbsteine Schaafhorde 
entwendet, in 14 Tage Gefängniß und ln die Un 
tersuchungs-Kosten verurtheilt worden, laut Rescript 
vom 6ten d. M., Nr. 52z. I. P. 
Eschwege, den 24. April 1820. 
K. H. Just:tz-Amt daselbst. Möller. 
6. Der gewesene Schreiber bei hiesigem Kurfürstlichen 
Forst-Amt, Jacob Bräutigam von hier, ist durch 
EMactGener. Kriegs-Protocollö vom i4trnd. M., 
wegen geführter Schimpfreden gegen einen Land- 
Dragoner , zu achttäaigem'Arrtst im Castel verur 
theilt worden. Eschwege, den 1. Mai 1820. 
K. H. Reservaten-Commission das. Möller. 
Todes-Anzeige. 
Noch sind unsre Wunden nicht verharscht, die uns 
der Tod unserer guten Mutcer schlug, noch fließen 
unsre Thränen , die uns der Schmerz über das Hin 
scheiden in die Wohnungen des Friedens der theuren 
Verstorbenen auspreßte! und schon trifft uns auf 
das neue daS unerbittliche Schicksal mit eiserner 
Härte, indem es uns unsre letzte Stütze, unseren 
edlen Vater, den Rarhs-Verwandten und Bäcker 
meister Johann Conrad Mentzel, raubte. 
Sanft und ruhig nahte der Todeoengel dem müden 
Wanderer, keine Gestalt des Schreckens, sondern 
von milden Glanz umgeben, der Licht über drc ver 
worrenen Räthsel der Vergangenheit breitet, und 
dem trüben Auge ein erhabeneres Ziel zeigt, als 
auf den Gefilden der Sterblichkeit ihm winkt. Er 
schlummerte ein vom riten auf den i2ten d. M., 
Nachts uttii| Uhr, in seinem 7«sten thätigen Le 
bensjahre, an einer gänzlichen Entkräftung, nach 
dem rr nur wenige Stunden auf dem Krankenbett 
zugebracht hatte. Nun ruhen seine entseelten Ge 
beine, ganz befreit von den Banden irdisch ver 
gänglichen Daseyns, einem^esscren Leben entgegen. 
Vater- und Mutterlos stehen wir nun verwaißt 
und isolrrt, mit ganz von Sckmerz zerrissenen und 
blutenden Herzen, an der Bahre des für uns so 
früh Verblichenen und weinen über den unersetzlichen 
Verlust, den wir an dem Verstorbenen erlitten; denn 
er war nicht allein theilnehmender Freund und zärt 
licher Vater, sondern auch allgemein wohlwollen 
der Menschenfreund. Daß er das war beweißt die 
ses, daß er noch in der für uns und allen jo furcht 
baren Sterbestunde, wo er schon mit den Schauern 
des Todes kämpfte, uns eine allgemeine Nächsten-
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.