Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1820, [2])

Bekanntmachungen. 
l. Saffiane Arbeitsbeutel in verschiedenen Couleu 
ren, mit Schloß und Kette, zu i Rthlr. 4 Gzr. 
das Stück, sammtne deszl., zu so Ggr» das 
Stück, glatte Stahlschlösser zu Arbeitsbeuleln mit 
Ketten, das Stück zu 12 Gzr., bunte drsgl. mit 
Verzierungen, zu 16 Ggr. das Stück, find in der 
Schloßstraße Nr. 169 zu haben. 
L. Das Gasthaus zum Kurfürst allhier soll von Mi 
chaelis, oder wenn es verlangt werden sollte, auch 
von Johannis dieses Jahrs an, anderweit vermie- 
thet werden. Um die näheren Miethbedingungen 
einzusehen, hat man fich an unterzeichnete Eigen- 
thümerin des obigen Gasthauses, jedoch vor Johan 
nis , zu wenden. Witwe Christine Werner. 
z. Zu der Ausspielung des Wiener Theaters re., 
wovon die zweite Ziehung den 27. April s. c. statt 
findet, sind noch Loose, durch alle Classen gültig, zum 
billigen Preis bei Unterzeichnetem zu haben, so wie 
auch zur Ausspielung der Herrschaften Großdickau 
und Wattietitz zu demselben Preise. Die Ziehungs 
listen der erstern können gegen Nachschlag-Gebühr 
bei mir eingesehen werben, jedoch versteht es sich 
von selbst, daß diejenigen, welche bei mir spielen 
und deren Loose mit einem Gewinn gezogen worden 
sind, unaufgefordert hiervon bei jeder Classe Nach 
richt erhalten. Auswärtige Bestellungen, mit Ri 
messen begleitet, werben postfrei erbeten. 
Heinem. M. Dellevie in Cassel, 
Martinistraße, Stern-Apotheke. 
4. Durch allergnadigstes Rescript Sr. Königlichen 
Hoheit des Kurfürsten, vom 23« März d. I., ist 
das Privilegium des bisherigen Hofbuchhändlers 
Hrn. Griesbach, dessen Hofbuchhandlung nebst Lese- 
bibliothek, ohne Activa-und Passiva, ich an mich 
gekauft habe, auf mich huldreichst übertragen wor 
ben. Dieses sowohl, als daß ich mit der mir neu 
eigenthümlich zustehenden hiesigen Hofbuchhandlung 
das Geschäft meines Schwiegervaters, des Buch 
ung Papierhändlers Raabe, welches ich bereits 
früher für meinx Rechnung übernommen, vereinigt, 
und jene nebst diesen einstweilen in dem geräumigen 
Local unter den Arcaden etabsirt habe, beehre 
ich mich) meinen, so wie der Herren Griesbach 
und Raabe geschätzten Handlung-freunden, Gön 
nern und Bekannten, hierdurch zur Kenntniß zu 
bringen, mit dem ergebensten Esfuchen, daß sie 
die Gewogenheit haben mögen, ihr gütiges Zutrauen 
mir ferner schenken zu wollen , ^dessen stets würdig 
zu bleiben, in meiner ganzen Geschäftsführung 
unausgesetzt mein, aufrichtigstes uy^ redlichstes Be 
streben sein wird. Cassrl, am irr. April 1820, 
Justus Luck Hardt, prjvl'egirter Hof- ; 
buchhändler, unter den Ärcaden. 
5. Nachdem vermöge einer von Kurfürstlichem Coy- 
si'storio zu Cassel geschehenen Bestimmung an die 
Stelle des bisherigen sehr baufälligen, und nicht 
mehr zu reparirenden Pfarrhauses in Oberkaufun 
gen, gegenwärtig ein neues, unter der Aufsicht 
und Leitung des unterzeichneten Beamten erbauet 
werden soll, auch der hierzu entworfene Riß geneh 
migt worden; so werden diejenigen Handwerker, 
welche die zu diesem Ende erforderlichen Arbeiten 
zu übernehmen gedenken, als Zimmerleute , Mau 
rer, Dachdecker, Weißbinder, Schlosser, Schrei 
ner, Glaser, hierdurch aufgefordert, Montags 
den izten k. M. Mai, Morgens 9 Uhr, sich zu 
diesem Behuf auf hiesiger Amtsstube einzufinden, 
den entworfenen und genehmigten Riß einzusehen, 
und hiernach ihre Forderungen zu Protocoll zu ge 
ben, und hierauf das Weitere zu erwarten. Es 
versteht sich übrigens von selbst, daß die, welche 
hierbei zugelassen werden wollen, sich sowohl mit den 
nöthigen Zeugnissen wegen ihrer Sicherheit zu legi- 
timiren im Stande sein müssen. , 
Großallmerode, am 10. April 1820. 
von N 0 r d e ck , kraft Auftrag-. 
bi Zu der durch Königl. Hannoverisches Patent vom 
25. Mai v.-J. eröffneten Anleihe, in Form einer 
Lotterie, deren erste Ziehung den r. Julii d. I. 
statt findet, sind Loose bei mir zu haben. Auswär 
tige Bestellungen werden fich poftfrei erbeten. 
Heinem. M. Dellevie in Cassel, 
Martinistraße, Stern,Apotheke. 
7. Sollte. Jemand komplette Exemplare der Kur 
hessischen Landes - Ordnurrgen, oder auch nur den 
7ten Theil derselben zu verlassen haben, so findet 
er an Unterschriebenem einen Abnehmer. 
‘ Schiede, Waisenhaus-Cassirer. 
8. Sehr gutes Gartengras ist vor dem Cöllnischen 
Thor zu vermiethen. Wo? sagt die Hof- und 
Waisenhaus-Buchdruckerek. 
9. Unterzeichneter empfiehlt sich einem geehrten Pu 
blicum mib allen in sein Fach einschlagenden Arb?i- 
ten, und wird sich beelfern, durch reelle Bedienung 
und billige Preise, dem in ihn gefeiten Zutrauen 
zu entsprechen. Cassel, den 17. Marz 1820. 
Ferdinand Darapsky, 
Gald- und Seiden-Sticker, 
wohnhaft in der unteren Schloßsrräßr -¡Ix* 330T. 
10. Oeftern Anfragen entgegnend, bringe ich hier 
durch zur allgemeinen Kenntniß, daß man D'.elen, 
Bohlen und Latten, auch Stämme, hcständ g aus 
meinemTannen-Magazin haben kann De! H rup t- 
- lieferungen bitte jedoch eine Bestellung vorh^ gehen 
zu lassen. Homberg, am 18. April 1820. 
H e i d e ck e r. 
11. Indem ich seit Ostern b. I. meinen Gasthf zum 
Hof von England wieder selbst übernommen habe, 
fo becifere ich mich meinen auswärtigen und eins 
, .. heimischen Freunden und Bekannten, und allen 
-Herrschaften, deren Zuspruch ich mir schon, feie 
geraumen Jahren stets mir geäußerter Zufrieden 
heit zu erfreuen hatte, diese-Veränderung bekannt 
, zu machen; denen noch nicht bei mir logirt haben-
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.