Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1820, [1])

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Verpachtungen und Vererbleihungen. 
r. Da in dem am 6. März dieses Jahrs abgehaltenen 
Licitations-Termin der zu verpachtenden hiesigen 
Haupt- und Nebenschenke, welche beide mit der, 
der hiesigen Stadr zustehenden Wein -, Vrannte- 
weiusschenke und Herbergierungs-Gerechtigkeit pri- 
vilegirt sind, so wie auf das städtische Wegegeld, 
keine annehmliche Gebote geschehen sind; so wwd 
ein zweiter und letzter Termin znr Verpachtung 
der Schenken und des städtischen Wegegelds auf 
Mittwochen den 5. April d. I. bestimmt, wozu 
diejenigen, welche eine oder die andere Schenke, 
oder das Wegegeld, in Pacht vom 1. Julii 1820 
bis 182z gegen annehmliche Caution übernehmen 
wollen und können, an gedachtem Tage, Vormit 
tags 10 Uhr, auf hiesiges Rathhaus eingeladen 
werden, und soll dann mit den bereits gethanen 
Geboten der Anfang gemacht werdet. 
Großallmerode, den 8. März 1820. 
Bürgermeister und Rath allhier. Knobel. 
s. Es soll die nahe bei Obernaula gelegene Freiherr 
lich von Dörnbergische Burgmühle, welche in 
einem geräumigen Wohnhaus, Stallung, Mahl-, 
Schlag- und Schneidgang bestehet, und wobei 
|2icf, 54 Rt. gut stellbares Land, 5« Ack. iZLRt. 
Wiesen und Garten, £ Ack. 5 Rt. wüst liegender 
Platz, alles um die Mühle liegend, befindlich, vom 
*0, Mai h. a. auf 6 oder g Staate anderwärts 
plus licitando pachtweis verliehen werden, wozu 
Termin auf den 4. April angesetzt ist. Diejenigen, 
welche wünschen, vorgedachte Mühle zu pachten, und 
die gehörige Eaution von eooRthlr. entweder baar 
oder hypothekarisch zu leisten im Stande.sind, und 
beglaudte Zeugnisse ihrer Mühlenkenntnisse, wie 
auch ihres guten Charakters vorzeigen können, 
haben sich von 9 bis 12 Uhr vorgedachten Termins 
bei Unterzeichnetem einzufinden, ihre Gebote zm 
thun und den Zuschlag zu gewärtigen. Uebrrgens 
können Liebhaber, welche diese Mühle zu pachten 
gedenken, die Bedingungen täglich bei mir einsehen. 
Hausen, am 3. März 1820. 
Schilling, Freiherrlich von Dörnberg 
scher Amtsschultheiß uud Förster. 
3» Der mit dem Schlüsse dieses Monats pachtlos 
werdende, linker Hand vor dem Holländischen Thore 
dicht beim Ausgange an der Stadtmauer gelegene 
städtische Zimmerplatz, soll Diensttagsden28. d. M. 
Marz, Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Altstädter 
Rathhause anderweit öffentlich an den Meistbieten 
den verpachtet werden, welches Pachtliebhabern 
hiermit nachrichtlich bekannt gemacht wird» 
Cassel, am 18. März 1620. 
Bürgermeister und Rath allhier. 
^ Ludwi g Stern. 
Logis in Cassel zir vermtethem. 
1. Hinterm Altstadter RathhaUö in Nr. 805 ein klei 
nes Logis, auf Ostern. 
2. In der Dionyffenstraße Nr. 101 zwei tapezirtr 
Stuben, vier Kammern, Küche, Holzstall und 
Keller, auf Ostern; auch ein Pferdestall und Fon- 
rage-Boden daselbst, sogleich. In der ersten Etage 
eine Stube und Kammer mit Meubles. Das Nä 
here erfährt man zwei Treppen hoch. 
Z. In der Schloßstraße Nr. 184 die dritte Etage, 
bestehend in Stube, Cabinet, Kammer und Küche, 
nebst Keller und Holzplatz, auf Ostern. 
4. Am MarktNr. 701 die zweite Etage, aufOstern, 
und die erste auf Johannis, beide zusammen oder 
getheilt. 
5. Inder obern Jaeobsstraße Nr. 266 in der zweite» 
Etage, Stube, Kammer, Küche', nebst Keller und 
Holzplatz, mit oder ohne Meubles, auf Ostern. 
6. In der Dionysienstraße Nr. 85 in der zten Etage, 
Stube, Kammer, Vorgang und Küche, mit Meu 
bles, für einen ledigen Herrn, gegen Anfang Mai. 
7. In der Martinisiraße Nr. 70 in der ersten Etage 
ein Logis mit Meubkes. 
3. In der untern Königsstraße beim Weißbinbermei- 
ster Umbach ein Logis mit Meubles, auf Ostern. 
§. In der Nähe der Easerve Nr. »178, Stube, drei 
Kammern, Küche, auch kann ein Pferdestall dabei 
gegeben werden, sogleich oder auf Ostern. 
iv. In der Carlssiraße Nr. 74 eine geräumige Stube 
zu einem Verkaufsladen, nebst dabei befindlicher 
Kammer, für die jetzige und künftige Messen, und 
ist sich deshalb bei dem Meß-Pedell Kumpe in dem 
Meßhause zu melden. 
11. In der Hohenthor-Straße Nr. 487 nahe bei de» 
Casernen ein Logis mit Meubles, sogleich. 
12. Beim Kaufmann Krollpfeiffer in der Fischgass« 
die erste Etage, bestehend aus zwei Stnben, zwei 
Kammern und Küche, auf Ostern oder Johannis. 
13. Hinterm Marstall Nr. 724 die erste Etage, beste 
hend in einer tapezirten Stube und tapezirtem Alc- 
oven, nebst großer Kammer. Hinten heraus eine 
Stube und Küche, nebst verschlossenem Holzstall 
und Keller, auf Ostern. 
Personen, welche verlangt werden. 
1. Ich kann in meine Handlung noch einen Lehrling 
brauchen, derselbe muß aber von gutem Character 
und Erziehung und von aufferwärts sein. 
Cassel, den 18. Marz 1820. 
I. Balthasar Bindernagel. 
2. Eine Person, welche mit allen häuslichen Arbeite» 
umzugehen weiß, auf Ostern. 
z. Ein Gärtner ledigen Sandes, der sich hinsicht 
lich seiner Kenntnisse, so wie seines bisherigen 
Betragens wegen, durch glaubhafte Zeugnisse le- 
girimiren kann, wird sogleich auf ein Landgut ge 
sucht. Nähere Auskunft hierüber ertheilt der 
Gärtner H. Sippel in der untersten Caserneu- 
straße Nr. 544 wohnhaft. 
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