Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1820, [1])

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gehörigen Hauses, dahier in der Frankfurter Straße 
Nr. 44, zwischen Siebrecht und Waßmuth, der 
malen Lingelbachschen Erben gelegen, nebst Hintcr- 
und Flügelgebäude, Steigerungs-Termin auf Frei 
tag den 14. April, Vormittags von 9 bis 12 Uhr, 
angesetzt worden, worin mit dem Gebot der 
8Z02 Rthlr. die weitere Steigerung angefangen 
werden soll. Kaufliebhaber werden, um sich alsdann 
- vor unterzeichnetem Stadtgericht zum Mehrbieten 
einzufinden und auf das höchste Gebot weitere Ver 
fügung zu erwarten, hierdurch eingeladen. 
Am 7. März 1820. 
Kurf. Hess. Stadtgericht daselbst. Burchardi. 
Wepler. 
49. Cassel. Auf den Antrag des über die Kinder 
des verstorbenen Hanf-Fabrikanten Friedrich Nico 
laus Koppen bestellten Vormunds, Kaufmanns 
Schmoll, ist nach vorgängig ertheiltem Veräusse- 
rungs-Deeret zum öffentlich doch freiwilligen Ver 
kauf deren Gartens, dahier vor dem Weeser-Thore 
im Franzgraben, am Gärtner GeorgeDitmar gele 
gen, nach CH, W. Nr. 77. u. 78. zu i/^Ack. 6Rt., 
Steigerungs-Termin auf Freitag den 21. April 
angesetzt worden, wozu sowohl Kaufliebhaber, 
als auch etwaige Pfandgläudiger hierdurch eingela 
den werden, alsdann Vormittags um 10 Uhr vor 
Kurfürstlichem Stadtgericht sich einzuflnden, Er 
stere um zu bieten. Letztere aber um ihre Hypothe- 
ken-Rechte, bei Vermeidung deren Erlöschung, zu 
Protokoll anzugeben und weitere Verfügung zu 
erwarten. Am 7. März 1820. 
Kurf. Hess. Stadtgericht daselbst. Burchardi. 
Wepler. 
Verpachtungen und Vererblethungen. 
1. Da in dem am 6. März dieses Jahrs abgehaltenen 
Licitations - Termin der zu verpachtenden hiesigen 
Haupt- und Nebenschenke, welche beide mit der, 
der hiesigen Stadr zustehenden Wein-, Brannte- 
weinsscvenke und Herbergierungs-Gerechtigkeit pri 
vilegié sind, so wie auf das städtische Wegegeld, 
kerne annehmliche Gebote geschehen sind; so wird 
ein zweiter und letzter Termin zur Verpachtung 
der Schenken und des städtischen Wegegelds auf 
Mittwochen den 5. April d. I. bestimmt, wozu 
die^nigen , welche eine oder die andere Schenke, 
oder das Wegegeld, in Pacht vom i. Julii 1820 
bir 1823 gegen annehmliche Caution übernehmen 
wellen und können, an gedachtem Tage, Vormit 
tag ro Uhr, auf hiesiges Rathhaus eingeladen 
w rken, und soll dann mit den bereits gethanen 
Geboten der Anfang gemacht werden. 
Großallmerode, den 8. -März 1820. 
Bürgermeister und R <th allhter. Knobel. 
2. Es soll ore nähere'Obernaula gelegene Freiherr 
lich von Dörnbergische Burgmühle, welche in 
einem geräumigen Wohnhaus, Stallung, Mabl-, 
Schlag- und Schnerdgang bestehet, und wobei 
^Ack. §^Rt. gut stellbares Land, 5^ Ack. izl Rt. 
Wiesen und Garten, £ Ack. 3 Rt. wüst liegender 
Platz, alles um die Muhle liegend, besindlich, vom 
10. Mai h. a. auf 6 oder 9 Jahre anderwärts 
plus licitando pachtweis verliehen werden, wozu 
Termin auf den 4. April angesetzt ist. Diejenigen, 
welche wünschen, vorgodachte Mühle zu pachten, und 
die gehörige Caution von »00 Rthlr. entweder baar 
oder hypothecarisch zu leisten im Stande sind, und 
beglaubte Zeugnisse ihrer Mühlenkenntnisse, wie 
auch ihres guten Charakters vorzeigen können, 
haben sich von 9 bis 12 Uhr vorgedachten Termins 
bei Unterzeichnetem einzufinden, ihre Gebote zu 
thun und den Zuschlag zu gewärtigen. Uebrigens 
können Liebhaber, welche diese Mühle zu pachten 
. gedenken, die Bedingungen täglich bei mir einsehen. 
Hausen, am z. März 1820. 
Schilling, Freiherrlich von Dörnberg- 
fcher Amtsschultheiß und Förster. 
5. Die neue Herberge, bestehend in einem Wohnhaus, 
einem Nebenhaus, Scheuer, Stallung für 120 
Pferde, Remise, einer Bierbrauerei mit allen 
dazu nöthigen Gerathschaften, nebst Brunnen und 
fließendem Wasser, und einer Einrichtung zum 
Brannteweinsbrennen, Meile von Cassel, an 
der Frankfurter Straße gelegen, ist mit allen bis 
her versehenen W irthschafts-Concessionen, benebft 
6 Ack. großem Garten, worin ein Gartenhaus und 
einige Lauben sind, und 50 Ack. Land und Wiesen, 
zu verpachten, und soll Anfangs April laufenden 
Jahrs bezogen werden. Wer solche zu pachten 
gesonnen, und die gehörige Caution zu leisten im 
Stande ist, wolle sich den 20. Marz 1820, als fest 
gesetztem Termin, gefälligst im Pollhaus zu Diffen 
einfinden. Auch können die Pachtbedingungen schon 
früher bei mir eingesehen werden. 
Diffen, am 9. Marz 1820. 
Freudenstein, Postmeifter. 
Logis in Cassel zu ver miethen. 
1. In der Holländischen Straße Nr. 558 in der ersten 
Etage, zwei tapezirte Stuben, drei Kammern, 
Speisekammer, Küche, nebst Keller und Holzraum, 
auf Ostern. 
2. In der obern Jacobsstraste Nr. 239 in der zwei 
ten Etage Stube, Kammer und Küche. 
Z. In der Martinistraße Nr. 72 einige Logis mit 
Meubles, welche sogleich bezogen werden können. 
4. Vor dem Kloster in Nr. 835 gleicher Erde, eine 
tapezirte Stube, Kammer und Küche, mit Meu 
bles, von Ollern bis Johannis. 
5. In der untern Königsstraße Nr. 1167 im Eck 
hause gegen der Eiserne über in der dritten Erage, 
zwei Stuben, Cabinet, Küche nebst Keller, auf 
Ostern.
	        

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