Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1820, [1])

Cassel. Indem ich, früherer Nachfragen wegen, 
zur öffentlichen Kunde bringe, daß ich gegenwärtig 
meinen vor dem Cöllmfchen und dem Königstkor, 
auf der mittlern Schanze am Kirchditmoldschen Wege 
neben dem Kalkbrenner Sinn gelegenen Garten ans 
der Hand zu verkaufen, nicht abgeneigt bin; -so 
bemerke ich dabei, daß der Garten 1 Ack. und über 
8 Rt. halt, und mit guten Obstbäumen versehen ist. 
Die Aussicht, welche dieser Garten nach der Frank 
furter Straße, und nach Wilhclmshöhe hat, geben 
ihm, nebst erner Pappel-Allee und einem gefälligen 
Bourquetvon in- u. auelänöischenGewächsen,welche 
, er bei einem großen Theil Grabe- und Spargel- 
Land enthält, eine angenehmeAbwrchselung. Ferner 
befindet sich in demselben ein ovaler Salon, ein 
Geschirrhaus mit einem Brunnen, welcher gutes 
Wasser giebt, und kann, zur dießjäbrigeu Ausstellung 
schon vorbereitet, sogleich abgetreten werden. 
Waitz, Geheimer Hofrath. 
73. Cassel. Der ehemals Kaßische, nachher Pfeiffer 
sche Garten vor dem Cöllnrschen Thor ist zu verkau 
fen. Er hat ein geräumiges Gartenhaus mit Keller, 
Brunnen-Antheil, sehr gutes Land und Obstbäume 
von den besten Sorten. Nachzufragen am Carls 
platz Nr. 72 im zweiten Stock. 
74. Cassel. Ein Garten vor dem Königs-Thor, 
mit schönen Obstbaumen, gemauertem Brunnen, 
Gartenhaus, schönen Lauben, auch mit einem 
großen Lorbeerbaum versehen, welches alles im 
guten Stande befindlich, ist sogleich billig zu ver 
kaufen. Die Hof- u. Warf. Buchdruckerel sagt wo. 
Verpachtungen und Vererblethungen. 
Die Haupt- und Nebenfchenke, mit der alleinigen 
Wein-, Brannteweinsschenke- undHerbergierungö- 
Gerechtigkeit, in diesiger Stadt, und das städtische 
Wegegeld, welche Pachtungen mit Ende des Monats 
Junius dieses Jahrs pachtlos werden, sollen ander- 
weit auf drei nacheinander folgende Jahre, vom 
L. Julius bis dahin 1625, meistbietend ausgebvten 
werden, und ist hierzu Termin auf Montag den 
6. Marz angesetzt. Packrliebhaber, welche tm 
. Stande sind, eine angemessrne Caution zu stellen, 
werden demnach eingeladen, beregten Tages, des 
Morgens um 10 Uhr, auf hiesigem Rathhause sich 
einzufinden, ihre Gebote zu Protokoll zu geben, 
«nd hat der Meistbietende nach erfolgter hoher 
Genehmigung Kurfürstlichen Steuer-Collegii den 
Zuschlag zu erwarten. 
Großallmerode, den 9. Februar i8uo. 
Bürgermeister und Rath Hierselbst. Knobel. 
». Auf Instanz der Hausifchen Curatoren soll die ihren 
Curanden zugehörige, in Röhrda gelegene Mahl- 
müble, brnrbsi Wohnhaus und übrigen Pertinenz- 
stückrn, auch eine halbe Hufe in dasiger Flur gele 
genes Land und Wiesen, ia teraiiao den 23. dieses 
zu Röhrda, in des dasigen Schultheißen Methe Be, 
Hausung auf drei oder sechs Jahre öffentlich an den 
Meistbietenden verpachtet werden, und haben sich 
Pachtlustigc besagten Tages, früh um 10 Uhr, da 
selbst einzufinden und ihre Gebote zu Protokoll zu 
geben, worauf nach Befinden dem Meistbietenden 
sofort der Zuschlag ertheilt werden soll. 
Netra, am 8. Februar 1820. 
Kurf. Hess. Amt daselbst. Henkel. 
5. Meh-rere dem hiesigen Stadt-Kirchenkafien gehö 
rigen Landereien, wovon die Pachter die Zinse nicht 
bezahlt haben, sollen Freitags den 5. Marz, Mor 
gens 9 Uhr, bei dem Kastenschreiber Büchling, 
auf Gefahr und Kosten der vorherigen Pachter, 
anderwärts ausgeboren werden. ' 
Cassel, den io. Februar 1820. 
4. Eine Partie sehr guten Landes in der Wehlb^ider 
Feldmark, meistens nabe bei Cassel gelegen, ist zu 
verpachten, und sich deshalb in der Wildelmshöher 
Allee Nr. 42 zu melden. 
5. Da in dem am aasten v. M. dahier abgehaltenen 
Verpachtungs-Termin des am 1. Mar; d. I. 
pachtlos werdenden, zur Schenkwirt Schaft und 
Herbergierung eingerichteten hiesigen Stadtkellers, 
kein annehmliches Gebot geschehen ist, so wird eia 
nochmaliger Termin aufMontag den Listen d. M. 
anberaumt, welches Pachtlustiqen, die Caution 
stellen können, hiermit bekannt macht, 
Niedenstein, den 2. Februar 1820. 
Fischer, Bürgermeister. 
LogtS tn> Caffel zu ver miethen. 
i. In der Königsstraße Nr. 120 die untere Etage, 
auf Ostern. 
3. Am Brink in Nr. 518 keim Kaufmann Bröckel 
mann sen. ein Logis, Mit oder ohne Meubles, 
sogleich oder auf Ostern. 
2» Ja der untern Johannisstraße Nr. 767 vorn her 
aus Stube, Kammer, Küche und Platz für Holz, 
auf Ostern. 
4. An der obern Johannisstraße Ecke in Nr. z8<> 
ein Logis drei Treppen hoch, auf Ostern. 
5. In der Hobenri'orstroßo Nr. 1167^, gegen den 
Caternen über, die zweite Etage, auf^stern, und 
drei Treppen hoch eine Stube und Küche. 
.6. In der Bremer Straße der dem Zimmermeister 
Schach eine Etage, auf Ostern. 
7. In der Divnysienstraße Nr. 97 in der zweiten 
Etage Stube, Kammer und Küche, auch Keller 
un) Holzplatz, sogleich oder auf Ostern. 
8. Im Ecthause der untern Carlsstraße Nr. 166' 
zwei Treppen hoch eine ganze Etage. 
9. In der Dionysienstr^ßr Nr. 105 zwei Stuben, 
fünf Kammern, Küche. Keller und Platz für Holz, 
auf Ostern.
	        

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