Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1820, [1])

vuf'hksiges Rathhaus angesetzt, welches allen den 
jenigen, welche hierbei interressirt zu sein glauben, 
hiermit bekannt gemacht wird. 
Neukirchen, am 14. December 1319. 
Kurf. Hess. Amt Plümk«. 
In fidem Amelung. 
19. Diejenigen Interessenten, welche von einem mei 
ner Subcollecteurö Loose zur isten Classe 6zster 
Easselfchen Lotterie aus den Nummern 2901 ^6,2950 
erhalten haben, und solche forlzuspielen wünschen, 
werben ersucht, mich davon, mit Einsendung der 
Loose ister Classe und den Einlagsqrldern ster 
Classe, nebst etwaigem Rückstand, längstens bis 
zum Zten k. M. gefälligst zu benachrichtigen, um 
ihnen die Renovativns - Loose 2ter Classe, welche 
am 10. Januar gezogen wird, übersenden zu kön 
nen. Die später als den 5. Januar eingehenden 
Ansprüche aber können nicht berücksichtigt werden, 
indem ich die bis dahin nicht abgeforderten Loose 
an Kurfürstliche Lotterie-Direction zurück zu geben 
Willens bin. Jtzig Mansbach Engelbert, 
Haupt-Collecteur zu Gudensberg. 
20. Durch den Herrn Consistorial-Rath Ernst in Cassel 
lst wir, dem Unterzeichneten, für die hiesigen unglück 
lichen Abgebrannten die Summe von zzñ Rthlr. 
17 Alb. mit der Bemerkung zugegangen, daß die 
zu dieser Summe von edlen Menschenfreunden gelie 
ferten Beitrage ihm, ohne irgend Jemand dazu per 
sönlich aufgefordert zu haben, und größtenteils 
ebne Bezeichnung der Namen der Geber, in seine 
Wohnung gesandt, und daher um so mehr als solche 
Gaben zu betrachten sein, wie sie der große Vater 
über uns liebe, dem nur der freudige Geber wohl 
gefalle. Um so freudiger ist denn auch der Dank, 
den ich im Namen so vieler Unglücklichen, und im 
Auftrage der für sie hier bestehenden Committee, allen 
denjenigen hierdurch öffentlich bezeige, welche sich 
durch ihre willig dargebrachten Gaben um die Lin 
derung der hiesigen Noth ein Verdienst erworben 
haben, dem wir von unserer Seite nur das Gefühl 
inniger Rühruug und den herzlichen Wunsch ent 
gegen bringen können, daß das Unglück, welches 
unsern Ort so hart getroffen hat, auf immer von 
der dortigen Stadt als einer Stadt entfernt bleiben 
möge, in welcher so viele Menschenfreunde wohnen, 
und welche die Hauptstadt eiues Landes ist, dessen 
benachbarten Bewohner wir die uns sowohl wäh 
rend der Zeit des schrecklich ausgebrochenen Unglücks, 
als nach dieser Zeit erwiesenen Hülfleistungen, nie 
werden vergessen können. Uslar, den 22. Dec. 1819. 
I. C. F. Bornträger, Superintendent. 
si. In Ochshausen soll ein neues Hirtenhaus erbauet 
wenden, weshalb die hierbei erforderliche Zimmer-, 
Schlosser-, Schreiner-, Dachdecker-, Kleiber- 
uud Maurer-Arbeit, dem Mindestfordernden in 
Accord gegeben werden soll. Die, welche diese 
Arbeiten zu übernehmen gesonnen sind, können sich 
den 28. Januar k. I., Vormittags 10 Uhr, in des 
Greben Sinning Behausung in Ochshausen rinsi'n- 
den, um zu bieten, und die Accorde abzuschliessen. 
Waldau, den 18. December 1819. 
Kurfürst!. Amt daselbst. Schmitten. 
In fidem cop. $ erging. 
sä. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß im hiesi 
gen Flös-Holz-Magazin, vom i. Januar 1620 an, 
dir guten Dielen, alle Bohlen und Stol 
len, im Preise gefallen sind, und für 1 Rthlr. 
per Schock geringer verkauft werden sollen. Cassel, 
den 50. December 1819. Grau, Hofbausactor. 
25. Eine Witwe von mittlerm Alter, welche selbst 
gute Erziehung und Unterricht genoß, und betde 
ihren Kindern zu ertheilen stets bemüht war, wird, 
mir Hülfe einer Tochter und eines Sohnes, im 
Stande sein, von Februar künft. Jahres an, eine 
Schule zu eröffnen, und guten Unterricht in weibli 
chen Arbeiten, (auch Sticken in Seide und Perlen,) 
Schön- und Rechtschreiben, Rechnen, Geogra 
phie und Naturgeschichte, auch für Einzelne in 
Musik, gegen ein billiges Honorar zu ertheilen. 
Die Hof- u. Wais.Buchd. giebt die nähere Auskunft. 
24. Vor dem Cöllnischen Thor ist ein Garten mit 
Wohnhaus und schönen Anlagen zu vermiethen oder 
zu verkaufen. Nachricht giebt Simon Azor, bei 
welchem auch einige Capitalien zu haben sind, in 
Nr. 426 der Carlshafer Straße. 
25. Ein vor dem Weeser-Thor am sogenannten Raf- 
finsberge gelegenes zehntfreies Stück Land, gegen 
5 Ack. groß, stehet zu vermiethen, auch allenfalls 
zu verkaufen. Nähere Nachricht erhält man in 
Nr. 1015 der Unterneustadt. 
26. Dienstrag den 4. Januar 1820, des Nachmittags 
präcis um 2 Uhr, sollen in der hiesiaen alten Stadt- 
Wage 4 Piecen ächten i8i8er í¿.uits Bourgogne- 
Wein, öffentlich gegen gleich baare Zahlung ver 
steigert werden. 
27. Recht ächt schwarze Dinte, wovon die \ Maas- 
Bouteille 16 Ggr. werth ist, soll zum allgemeinen 
Besten 3 8 Ggr. verkauft werden; in der Andreas- 
siraße Nr. 922 ist solche zu haben. 
28. sollte Jemand ein Paar noch brauchbare stei 
nerne Gartenthürständer billigen Preises zu verlas 
sen haben, so findet sich dazu in Nr. 54 der Mar- 
tinisiraße im zweiten Stock ein Abnehmer. 
29. Die Witwe F e n n e r ist Willens, ihr Haus nebst 
Garten in der Wilhelmshöher Vorstadt Nr. 17, 
einzeln oder zusammen, zu vermiethen oder zu ver 
kaufen. 
30. In der Unternrustadt Nr. 1133^ ist noch eine be 
trächtliche Anzahl älterer Landcharken und Prospecte, 
ohne Unterschied des Preises, zu 2 Alb. das Blatt 
zu haben. 
51. Den 5. Januar, Vormittags 11 Uhr, soll auf dem 
Brink, in der Stadt Mannheim, ein ungefähr 
lojähriger brauner Wallach, da in dem vorhinni- 
gen Termin kein annehmliches Gebot erfolgt ist, noch 
mals ausgebotrn werden.
	        

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