Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1820, [1])

senk Vorladungen, alle diejenigen, welche etwa 
sonst noch Forderungen an den Gemeinschuldner 
Conrad Liebrrmann dahier baden, und bisher nickt 
erschienen sind, dem angedrohten Rechls-Nactttbetle 
gemäß, mit ihren Ansprüchen ans der Cencurs- 
«asie ausgeschlossen. V. R. W. Pronunc. Brettrn- 
Lach, am 10. Januar 1820. 
Kurf. Justitz-Amt Oberaula das. Roh de. 
In tidt-rn Stephan. 
11. Eine Breite Land von 7^ Ack., in der obern Strurh- 
. Lach gelegen, steht zu vermiethen oder auch zu ver- 
kaufen; Liebhaber dazu melden sich in der Hollän 
dischen Straße Nr. 559. 
>2. Ein Fuder^süßrs gutes Heu, nebst einem Fuder 
rechter guter Ohmade, ist zu verkaufen ; wo? sagt 
die Hof- und Waisenhaus-Buchdrackerei. 
15. Einckxlnahe 2 Acker großer Garten, mit Häus 
chen, Brunnen und guten Obstbäumrn, nahe vor 
dem Cöllnischen Thor gelegen, ist zu vermiethen, 
und kann deshalb in der Martinistraße Nr. 67 nach 
gefragt werden. 
14. 200,000, 100,000, 50,000, 25,000, 10,000, 
2mal 5000, 6mal 2000, zomal 1000, 6omal 400, 
ioomal 200, aoomal 150, 5-77mal 100 Fl. und 
iZ7 Prämien von 10,000 Fl. abwärts, werden in 
der letzten Classe der 57sten Frankfurter Stadt-Lot 
terie gewonnen. Am 25. Februar a. c. wird die 
Ziehung angefangen, und den 16. Marz ist das 
Schicksal aller Nummern entschieden. Dazu sind 
noch Loose ;u haben im Original ä 90 Fl. im 24 gl. 
Fuß, oder 51 Nthlr. 3^ Ggr. Hess. Währung, 
so wir halbe und Viertel für das Verhaltnißmüß:ge 
nebst Plan ßraus, unter Zusicherung reellrrBedie- 
nung und strengsirr Verschwiegenheit. Auswärtige 
Bestellungen werden pofifrei erbeten. 
Heinem. M. Dellevie in Cassel, 
Martinistraße, Stern-Apotheke. 
15. Vor dem Cöllnischen Thor ist ein Garten in einer 
schönen Lage mit gleicher Aussicht, nebst einem Saal, 
zwei Stuben, Kammer, Küche und Keller enthal 
tenden Gartenhaus, für die Sommer - Monate zu 
vermiethen. DieHof- u.Wais. Buchdruck, sagt wo. 
16. Auf dem gräflich von Kcllerschcn Guthe zu Stein 
heuterode, auf dem Eichsfelde, (i Stunde von 
Heiligenstadt und 4 Stundrn von Wltzenbausen be 
legen), sollen von dem abgehenden Pachter Peter 
Wehr, nachstehendes Vieh und Mobilien an den 
Mehrstbretenden, gegen gleich daarer Zahlung, ver 
kauft werden, und zwar den 14 Februar a. c.: 
O 10 Stück auserlesene gute junge Pferde, wobei 
sich drei Paar egal zusammenpassende Zug-Pferde 
und em Reitpferd befinden, 2 Stück i^jadrige 
Fohlen; 2) 2 Stück fette Ochsen, 10 St» ck gute trag 
bare Kühe; z) 200 Stück fein spanische Lamm- 
Echoafe, die grcßkcntherls schon gelammt haben, 
150 Stück desgl. Hümmel , tbeils 2- theils zjab- 
rig, *5» Stück desgl. Jährlinge. theils Hämmel 
- theils Kleben. KB. Diese Schaafe find sämmtlich 
ganz gesund, und können nötigenfalls vom Verkäu 
fer, gegen billig Futtrrgeld, 8 dis i4Tagenach dem 
Verkaufs Termin gefuttert werden, den 15. Februar 
a. c.: 4) 2 Stück große gute Schlangenrvhre von 
Kupfer, zur Brannteweinsbrennerei, ferner zu 
nämlichem Bebuf 5 Stück große Maisch-Kübel, 
ein Kühlfaß; 5) 8 Stück große Weinfässer, mit 
eisernen Reifen, worin in jedes Faß circa 700 Kan 
nen gehen; 6) eine neue leichte aspännige Chaisse, 
eine desgl. Russische Truschke, die nie umfallt, 
Geschirre und mehrere andere Mobilien. 
17. Nachdem die zweite große Assecuranz-Compagnie 
tu Hamburg, für Versiche.-ung gegen Fcuersgefahr, 
den Herrn Heinem. M. Dellevie zu Cassel, zu 
ihrem Agenten ernannt hat; so wird solches dem 
Publicum mit dem Bemerken hierdurch bekannt 
gemacht, daß alle dieses Institut betreffende Nach 
richten auf frankirte Briefe bei demselben zu erhal 
ten sind, so wie, daß er alle dahin einschlagende 
Aufträge übernimmt, und deshalb bei der Comp, 
die nöthigen Einleitungen trifft. — Pläne sind bei 
demselben ebenfalls zu erhallen, jedoch wird bemerkt, 
daß sich mit der Versicherung genau nach der darin 
enthaltenen Vorschrift gerichtet werden muß. 
Jacob Friedrich Behrens, 
Bevollmächtigter in Hamburg. 
18. Es hat sich in dem hiesigen Amte und der Umge 
gend dasGerede ausgebreitet: ich brenne Brannt 
wein aus Todten-Köpfen. So sinnlos und verrückt 
ein solches durch den schmutzigsten Eigennutz wahr 
scheinlich zuerst ersonnenes Gerücht ist, so hat eS 
für mich doch einigen Nachtheil in meinen Geschäf 
ten. Ich verspreche daher demjenigen, der im Stande 
ist, mir einen Erfinder oder Verbreiter dieses Ge 
rüchtes mit der Bestimmtheit anzugeben, daß 
ich ihn gerichtlich verfolgen kann, neben Verschwei 
gung seines Namens, ein Geschenk von fünf Thaler. 
Lembach, am 27. Januar 1820, 
Deich mann, Amtsrath und Guthsbesitzer. ^ 
19. Ein Sparofen mit circulirenden Kacheln wird za 
kaufen gesucht. Weitere Nackricht giebt di« Hof- 
und Waisenhaus-Buchdruckerei. 
20. Die von dem General-Superintendenten Rommel 
auf das Ableben I. K. Hoheit der Kurfürstin 
W ilhelmine Caroline von Hessen gehal 
tene, und zum Besten der Armen in den Druck 
gegebene Gedächtnißprcdigt, ist für zwei Ggr. bei 
dem Hrn, Regiernngö-Procurator Rommel (Nr. 47 
auf dem Gouvernements - Platze) , und dem Hrn. 
Cvnsistorial-Cassirer Appel (Nr. 65 in der Divny- 
sienstraße) zu habend 
21. Der Ackermann Friedrich Liederum dahier, wel 
cher am 27. Februar 1814 mit Tode abgegangen 
ist, hat bei hiesigem Amte am 21. Februar c. a. 
seinen letzten Willen errichtet, und der Ackermann 
Justus Schintzer als fein Schwiegersohn um dessen 
Publication nachgesucht« Hierzu war Termin auf 
den 10. December v. I. bestimmt. Da aber die
	        

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