Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1819)

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Mittwoch, den 2ost«n Januar 1819. 
Edtcral - Vorladungen. 
r. Vor einigen Monaten ist die Anna Margaretha 
Dallwig zu Jestädt verstorben, und haben sich bis 
jetzt zu deren geringem Nachlaß keine Erben gemel 
det. Es werden daher deren unbekannte Erben hier 
mit aufgefordert, sich in dem auf den 12. gefrrustr 
k. I. bestimmten Termin bei hiesigem Kurfürstlichen 
Amte so gewiß zu melden und rcsxesnve als Erben 
zu legitimiren, als gewiß man sonst den fraglichen 
Nachlaß dem Einwohner Johannes Stemback und 
dessen Ehefrau für ihre an die verstorbene Dall- 
wig habende Forderungen überlassen wird. Wer 
sonst aus einem andern Nechtögrund an die fragli- 
. che Verlassenschaft Ansprüche hat, muß solche im 
vorbemerkten Termin bei Strafe der Präclusion 
ebenfalls anzeigen und begründen. 
Eschwege, am 7. December 1818. 
Kurfürstliches Justiz-Amt daselbst. Möller. 
2. Viucenz Uhrftadt aus Oberngeis, unvcrhcrrathet, 
hat sich vor circa 28 Jahren von seinem Geburts- 
Ort entfernt, und seithero weder von sich noch den 
allenfallsigen Leibes-Erben das Geringste Hören 
lassen. Da nun dessen nächste Erbin Anna Maria, 
Job. George Allendorfs Ehefrau aus Oberngeis, 
Tochter des verstorbenen Henrich Uhrstädt, einzi 
ger Bruder des Abwesenden, um Verabfolgung 
dessen Vermögens, welches in 56 Nthlr. 14 Alb. 
bestehet, und vom Curator Schreiner Johs. Schmidt 
in Oberngeis admimstrirt wird, nachgesucht hat; 
so wird der gedachte abwesende Vmcenz Uhrstädt 
eäictalitsr vorgeladen, so gewiß bianen drei Mo 
naten dahier persönlich zu erscheinen, oder durch 
einen genugsam Bevollmächtigten von seinem Dasein 
und Aufenthalt Nachricht zu ertheilen, als widri 
genfalls zu gewärtigen, daß nach Ablauf dieser 
Frist dessen Vermögen der nachsuchenden George 
Allendorfs Ebefrau, Namens Anna Maria geborne 
Uhrstädt zu Oberngeis, gegen Cautien verabfolgt 
werde. Hersfeld, am 28. December 1818. 
K. H. Dechanei - Amt Hierselbst. Exter. 
In fidem Reier. 
Vorladung der Gläubiger. 
1. Ans einer von dem Schuhmacher Ludwig Wester 
meyer zu Vaacke übergebenen Uebersicht seines Ver 
mögens - Zustandes hat sich ergeben, daß dessen 
Vermögen zu Bezahlung der vorhandenen Schul 
den nicht hinreicht; eS ist daher sowohl zum Güte- 
Versuch als auch ad liquidandum credita Termin 
auf Dienstag den 20. April 1819 anberaumt wor 
den , in welchem alle Gläubiger des besagten We 
stermeyer so gewiß entweder selbst oder durch hin 
reichend Bevollmächtigte auf hiesiger Amtsstube zu 
erscheinen, auf dle alsdann vorgelegt werdenden 
Vorschläge sich zu erklären, und ihre allenthalbige 
Forderungen anzugeben und zu begründen haben, 
als die Zurückbleibenden sonst als einwilligend in 
das, was die Mehrzahl der Erscheinenden beschließt, 
betrachtet, in Entstehung der Güte aber 'von der 
Masse ausgeschlossen werden. 
Veckerhagen, den 19. December 1818. 
K. H. Justiz - Amt. M e i st e r l i n. 
In Läern Kehr.
	        

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