Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1819)

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übrigen Bedingungen sind bri Hrn. J. B. B i n- 
dernagelin Cassel in der Z^-annisstraße Nr. 325 
zu erfragen. 
Es können junge Leute, die schon einige Fort- 
^ schritte im Zeichnen gemacht haben, ln meiner Fa- 
brik angenommen werden und Unterricht rn der 
Malerei erhalten, und wird ihnen, wenn sie darin 
rn einer gewissen Fertigkeit gelangt sind, ein der 
selben angemessener Verdienst zugesichert. Das 
Nähere darüber am Wilhclmshöher- Thore, in 
meiner' Lakirfabrik. I. H. K r e v e l. 
5, Es wird ein wohlerzogener junger Mensch, der die 
Chirurgie zu erlernen wünscht, gut schreiben kann, 
und in der Lateinischen Sprache nicht unerfahren 
ist, gesucht. Von wem? sagt die Hof- und Wai 
senhaus - Buchdruckerei. 
Personen, welche Dienste suchen. 
lt Ein lediger Mann von zwanzig und einigen Jahren, 
gesund, von guten einnehmenden Sitten und von 
seltener Willigkeit und Treue, den eine gewisse Zart- 
hcit der Augen verhindert, sein erlerntes Handwerk 
fortzusetzen , wünscht bei einer rechtlichen Herr 
schaft als Bedienter angestellt zu werden. Er ist im 
Besitze ehrenvoller Zeugnisse von einer frühern Herr 
schaft , deren Worte allen Glauben verdienen, und 
der Armenvater, Assessor Rüde vorm Friedrichs 
platz, rechnet es sich ausserdem zum Vergnügen, 
jede Nachfrage über diesen jungen Mann, den er 
genau kennt, und um den er sich darum so sehr in- 
teressirt, genügend zu beantworten. 
Bekanntmachungen. 
r, Nach erhaltenem Commissoriv Kurfürstlicher ho 
hen Landes-Regierung soll die Nachlassenschaft des 
in den Sooden verstorbenen Hrn. Ober-Bergraths 
Schaub, an nachfolgenden Tagen, als den 1. und 
2. April, 15. 16. 19. ss. 23. und die darauf fol 
genden Montage, Diensttage, Donnerstage und 
Freitage, früh von 9 bis 12 und Nachmittags von 
' 2 b:o 6 Uhr, öffentlich an den Meistbietenden, 
gegen gleich baare Zahlung in ediclmaßiger Wäh 
rung-, verkauft werden. Die zu verkaufenden Ge 
genwände bestehen in Gold, Silber, Pretiosen, 
Kupfer, Zinn, Messing, Blech, Blei, Eisen, 
schonen Hüus-Mcubles, Bettwerk, Bett-und Leib- 
lernen, hölzernem Hausgeräthe, einer Naturalien- 
Sammlung von Vögeln und Amphibien, einer aus 
erlesenen Büchersammlung von circa rooo Banden, 
aus allen Wissenschaften, vorzüglich aus mineralo 
gischen und chemischen Werken, einer stärkest Samm 
lung von Kupferstichen und andern Gemälden, hin 
ter Glas und Rahmen, und einem vollständigen. 
wohl geordneten, in Glaskasten aufgestellten Mi- 
neralien-Cabinet, aus circa 1400 Stücken von 2 
bis 4 Zoll Größe bestehend. In diesen zeichnen sich 
mehrere Gattungen von Mineralien durch Schön 
heit besonders aus, namentlich die des Kalkspaths, 
des Kupfers, Ersens, Braunsteins /und des Ri 
chelsdorfer Kobalts. Vorzüglich demerkenöwerth 
sind mehrere seltene Mineralien aus England , z.B. 
zwei Stücke biegsamer Sandstein und ein Stück 
Bernstein u. s. w. Sodann befindet sich dabei eine 
Suite von 600 Gebirgsarten, worunter circa 20» 
verschiedene Versteinerungen sich, finden. Außerdem 
werden noch 7 Kisten mit allerhand Mineralien ver 
kauft. Der Anfang der Auktion wird mit dem ge 
ringern Haus- und Küchen.Gerathe gemacht. Der 
Verkauf der Bücher , Kupferstiche und Mineralien, 
wird, sobald sich dazu hinlängliche Käufer finden, 
vorgenommen werden. Auch werden zwei Kutschen, 
eine große und eine kleinere, nebst Geschirren ver 
kauft. Kauflustige werden ei.tgeladen, an den an 
gegebenen Tagen in den Sooden zu erscheinen. 
Mendorf, am 20. März 1819. 
Von Commissions wegen. Eichend erg. 
In fxdem copiae Stephan. 
s. Auf Ansuchen des Portier George Bahr, ist zur 
Publication des von seiner verstorbenen Ehefrau 
Gertrud gebornen Schöuewolf, am 10. Mai 1815 
errichteten Testaments, Termm auf Freitag den 
25. April, Vormittags um i«Uhr, bei unterzeich 
netem Stadtgericht angesetzt worden, wozu alle 
diejenigen, welche bei dessen Inhalt betheillgt sein 
möchten, bei Vermeidung einseitigen Verfahrens, 
hierdurch vorgeladen werden. 
Cassel, am 18. Marz 1819. 
Kurf. Hess. Stadtgericht daselbst. Burchardi. 
5. Es werden diejenigen, welche die ihnen zugestell 
ten Rechnungen für empfangene Slrzenei aus des 
18*4 Hierselbst verstorbenen, Herrn Johann Ru 
dolph Wild, Apotheke noch nicht berichtigt haben, 
hiermit ersucht, bis nächfte Ostern die Be 
träge an mich gefälligst einzufenssà Die alsdann 
unerledigten Ausstände werden eingeklagt. 
Cassel, am 25. März 1819. 
Merkel d. I., Prokurator, 
im Aufträge der W il d'schen Erben. 
4. In der Mühle zu Breitenau an der Fulda, Mel- 
sunqer Amts, ist, wie bisher, der zum Kleebau und 
sonstigen Gewachsen nöthige Ueberstreu-Gyps, das 
Gudensberger Viertel für Einen Thaler zu haben. 
z.l-'Bei dem Handelsmann Ioh. Ernst Sinn- 
./chold, Elisabether-Straße Nr. 232, ist zu haben: 
feiner Rollen-Portorrco in Pfunden i-Ggr., auch 
andere gute Sorten ausländischer Ranchtabacke, alle 
Sorten gute Schnupftabacke, ächter Weinschwamm, 
ganz vorzüglich gute holländische Heerrnge und 
frrschr Schellfische
	        

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