Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1819)

1498 
gemacht werben soll. Kaustiebhaber «erben hier 
durch eingeladen, sich alsdann Vormittags pon 
9 bis 12 Uhr, vor Kurfürstlichem Stadtgericht 
rinzufinden, mehr zu bieten und nach Befinden auf 
das höchste Gebot den Zuschlag zu erwarten. 
Am er. September 1819. 
Kurf. Hess. Stadtgericht daselbst. B u r ch a r b i. 
Wepler. 
45. Cassel. Die Erben des verstorbenen Gastwirth- 
Ludwig Hollstem, so wie deffenWitwe, wollen das 
ihnen gemeinschaftlich zugehörende Gasthaus 
zur S t a d t P r a g, Nr. 1168z am Wall, unweit 
des Holländischen Thors, freiwillig verkaufen, 
und haben mich beauftragt, zu diesem Zweck eine 
Versteigerung vorzunehmen. Demnach bestimme 
ich hierzu den 15. Oktober d. I., und lade Kauf 
lustige ein, an diesem Tage Morgens von 9 bis 
iS Uhr in meiner Wohnung sich einzufinden, und 
khre Gebote abzugeben. 
Wähler, Regierungs - Prokurator, 
wohnhaft bei der Frau Hofwerkmeister Wolff 
am Walle, unweit des Holländischen Thores. 
46. Cassel. Ein in der schönsten Lage der Stadt 
stehendes Wohnhaus, zu allen Gewerben schicklich, 
mit einem schönen Laden, stehet zu verkaufen, 
wobei bemerkt wird, daß der größte Theil des Ca 
pitals zu 4 Procent darauf stehen bleiben kann. 
Nähere Nachricht ist bei mir in Nr. 656 zu erfahren. 
C. F. Sauer. 
Verpachtungen und Verer-leihunge». 
1. Pachtliebhabern bient hiermit zur Nachricht, daß 
em Landgut von mittler Größe (hinsichtlich der 
Acker), nebst einer bedeutenden Receptur, auf 
12 Jahr oder auch länger aus freier Hand zu ver 
pachten steht. Das Nähere erfährt man in derPe- 
tristraße Nr. 274, drei Treppen hoch. 
2. Das zu Petritag künftigen Jahrs pachtlos wer 
dende herrschaftliche Guth zu Bischhausen, derJun- 
kernhof genannt, welches nebst den Wohn- und 
Wirthschafts-Gebäuden, in ohngefähr *iof Ack. 
Land, zz Ack. Wiesen und sl Ack. Garten besteht, 
soll von dieser Zejt an anderweit ausgeboten, und 
deshalb Dienstag den 12. Oktober d. I., Vormit 
tags um 10 Uhr, hier auf der Ober-Rentkammer 
ein Likitations - Termin abgehalten werden. Pacht? 
liebtzaber, welche jedoch mit obrigkeitlichen Zeug 
nissen über ihre ökonomischen Kenntnisse und ein 
hinreichendes Vermögen versehen sein müssen, Ha 
ben sich daher am besagten Tage einzufinden, die 
Bedingungen einzusehen, darauf ihre Gebote zu 
thun, und hiernächst nach erfolgter allerhöchsten Ge 
nehmigung das Weitere zu erwarten. 
Cassel, am 21. September 1819» 
Kurfürst!. Hess. Ober - Rentkammer. 
3» Die den Kindern bes verstorbenen Hanf-Fabri 
kanten Koppen zugehörigen Grundstücke, als: 1) 
*xV Ack. 6 Rt. Land, auf dem Lindenberge gele 
gen ; 2) 1^ Ack. 8 Rt. Land , vor der Reisberger 
Schanze beim grünen Wege gelegen; 5) 1^ Ack. 
Wiese im Hölleberge, und 4) ^Ack. Land auf dem 
St. Tönges, sollen Mittwochen den 6. Oktober a. c. 
anderweit auf drei Jahr verpachtet werden. Pacht- 
lustige wollen sich daher am bestimmten Tag, Vor 
mittags, in der Martinistraße Nr. 77, zwei Trep 
pen hoch, melden. 
4. Da mit Ablauf dieses Jahrs die Pachtzeit des hie 
sigen Stadtkellers und der zwei Neben-Wirthschaf- 
ten zu Ende gehet, so sollen solche auf ein oder 
mehrere Jahre von Neuem verpachtet werden. Zn 
dieser Verpachtung ist der Likitations-Termin auf 
Montag den i r. Oktober d. I. bestimmt. Pachtlu- 
siige, welche im Stande sind, die erforderliche Cau- 
. tion zu leiten, können sich an diesem Tage, de- 
Morgens um 9 Uhr, auf hiesigem Rathhause ein 
finden, die Bedingungen anhören, ihre Gebote z« 
Protokoll geben, und auf die höchsten Gebote, vor 
behaltlich höherer Genehmigung, des Zuschlag- 
gewärtigen. Jmmenhausen, am 27. Sept. 1819. 
Bürgermeister und Rath daselbst. 
Winteröerg. 
log iS tn Cassel zu v er miethen. 
1. In der Johannisstraße Nr. 387 eine Treppe hoch, 
vier aufeinander folgende heitzbare Zimmer, eine 
daran stoßende Kammer , Garderobe mit 5 Schrän 
ken, Küche nebst einer kleinen Stube, ohne Meubels, 
verschlossener Keller und Holzstall, zusammen oder 
auf Verlangen auch einzeln, aufMichaelis. Eine 
Treppe hoch erfährt man daselbst das Nähere. 
2. In der Dionysienstraße Nr. 368 eine Treppe hoch 
Stube, zwei Kammern, Küche mit verschlossenem 
Keller. 
z. Hinterm Marstall in Nr. 724 die zweite Etage, 
bestehend in einer großen tapezirten Stube nebst 
Alcoven und einer großen Kammer, hinten heraus 
eine tüpezirte Stube nebst Küche, verschlossenem 
Keller und Holzplatz, auf Michaelis. 
4. In der Martinistraße Nr. 4 die erste Etage, be 
steht aus zwei tapezirten Stuben, zwei Kammern, 
Küche und Keller, sogleich oder auf Christtag, mit 
oder ohne Meubles. 
5. In der Dionysienstraße Nr. 155 eine Treppe hoch 
vorn heraus Stube, zwei Kammern, Küche, Holz 
stall und Platz im Keller, auf Michaelis; bei dem 
Wirth Schran vor dem Cöllnischen Thore ist sich 
zu melden. . » . 
6 . In der Schloßstraße Nr. 184 em Logis gleicher 
Erde und eins eine Treppe hoch, zusammen oder 
getheilt, sogleich. . 
7. Hinter dem Rathhause in Nr. 805 em Logis.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.