Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1818, [2])

r-Zy. Lassclsch e 
Gesetzgebung. 
Dle Nr. XIII. des Gesetzblattes von diesem 
Jahr enthält: 
1) Verordnung vom 4. Zulii, die Vereinigung 
der beiden evangelischen Glaubensparteien betref 
fend, und ein Anhang zu dieser Verordnung, von 
der Synode zu Hanau genehmigte Artikel, wegen 
der Vereinigung der beiden evangelischen Kirchen. 
2) Verordnung vom io. Zulii, die Erforder 
nisse zur gültigen Befreiung der Schuldner öffent 
licher Ansralrcn und milder Stiftungen betreffend; 
3) Arisschreibcn des Ober-Forst- CoÜegiums 
vom ig. Zulii, den Verlust des über zwei Zähre 
»»verbauet liegenden verwiegten Bauholzes be 
tte ssend. 
Vorladung der Gläubiger. 
1.. Die Ehefrau des G?org' Hàmann Landgrebe 
geborne Hilke zu Wolfsgnger lzät in einem aller- 
- höchsten.Orts eingereichten und von ^Kurfürstlicher 
Reàung an dcks hiesige Amt abgegebenen Gesuche 
um^mjahrige Frist zu Bezahlung ihrer Schulden^ 
gebeten, Zur Erklärung hierauf, und da bri dem 
öffentlichen Verkaufs der'G^ckdsücke fr et gedachten ' 
Landgrebe und seiner Ehèftg'i^sich ergeben hat, 
daß nach Bezahlung dàhy^dthecarischeì» Schulden 
und der rüctsiändigesi Abgaben die übrig bleibenden 
Kaufgelder mit dein Erlös der verkauften beweg 
lichen Sachen zur Befriedigung aller sonstigen Gläu 
biger nicht anreichen, werden die Gläubiger der 
besagten Landgrebeschen Eheleute, um die Gute 
unter ihnen zu versuchen, auf den 21. August d. I. 
des Morgens 9 Uhr, bei Strafe der Ausschließung 
anher voraeladen. Cassel, den 2. Julii 1818. 
K. H. Justiz - Amt Ahua daselbst. M ü l l e r. 
In üäeni G r ä b e. 
2. Von Kurfürstlicher Regierung zu Marburg ist mir 
der hohe Auftrag ertheilt worden, die Gläubiger 
des zu Frankenau verstorbenen vormaligen Frie 
densrichters Fahrhans zusammen zu berufen, mit 
denselben eine gütliche Uebereinkunft zu versuchen, 
und über den Erfolg cum protocollo zu berichten. 
Nachdem nun zu Bewirkung dieses hohen Auftrags 
Termin auf. den 28. September a. c. in hiesige 
Amtsstube bestimmt worden; so werden alle dieje 
nigen , welche an dem unbedeutenden Nachlaß des 
gepochten Friedensrichters aus irgend einem Grund 
Forderungen machen zu können vermeinen, hiermit 
edictaliter vorgeladen, ln praefixo des Morgens 
9 Uhr entweder in Person oder durch gehörig Be 
vollmächtigte zu erscheinen, die nötb'gen Beweise 
zur Begründung ihrer Forderunger jnzuliefern, 
. und nach geschehener Vorlegung dc $ gen Mas- 
senbesiandeö den. Versuch der Güt zu erwarten. 
, Die Zurückbleibenden aber können nach der Hand 
>.bei'diesem Verfahren nicht weiter gehört werden, 
vielmehr wird ^gegen sie die Präclusion eintreten. 
Frankenberg, am 27. Junii 1818. 
Giesler, Amtmann. 
In üäeiu copiss I. Schmidt, Amtö-Secr. Adj. 
X
	        

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