Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1818, [1])

t r Bei Unterzeichnetem wird eine gewisse Anzahl 
Foülen auf einen der schönsten Dicmel-Campe diesen 
Sommer auf die Weide angenommen. Liebenau, 
den 8. April i8»8. Georg Will), vvn Dissen. 
z6r Einem geehrten'Publicum zeige ich hiermit erge 
benst an, daß ich meine Specerei-Waarenhandlung 
§uS der Schloßstraße Nr. *55 in die Elisabether- 
Straße (iBteinweg ) Nr. 227, am Gasthof zum 
Kurfürst^ verlegt habe, und bitte dasselbe, mich mit 
dein bisher geschenkten Zutrauen ferner zu beehren. 
Zugleich empfehle ich mich mit ganz feinem Ofen 
bacher Schnupftabak, -Leim, frischen Heringen, 
schönem Carol. Reis, Hirsen, Zwetschen, und weißen 
Dohnen, Lz Pfund für x Rthlr., so wie allen ande 
ren Specereiwaaren, zu den billigsten Preisen. 
Heinrich Harrtdegen, Kaufmann. 
-7. Der Bäckermeister Conrad Wentzel, Nr. 165, 
macht seinen Freunden bekannt, daß das Viertel 
Futterwerk vom »z. April an x l. Rthlr. kostet. Auch 
wird auf der Drathmühle den Mittwochen um 4 Uhr 
Nachmittags das Futterwerk um denselben Preis, 
sowohl in einzelnen Metzen als wie in ganzen Vier 
teln, verkauft. " . 
*8. Zur Publication des vom verstorbenen Schrei 
nermeister Johann Christoph Weymar gemeinschaft 
lich mit seiner Ehefrau, der hinterlassenen Witwe 
Charlotte geb. Allmerod, am 12. Januar 1807 vor 
Kurfürstlichem Oberschultheißen-Amt errichteten Te 
staments,'ist Termin auf Freitag den 17. April, 
Vormittags um 10 Uhr, bei Kurfürstlichem Stadt 
gericht angesetzt worden. Alle diejenigen, welche bei 
dessen Inhalt betheiligt zu sein vermeinen, werden 
hierdurch bei Vermeidung des einseitigen Verfah 
rens vorgeladen. Cassel, am z. April 18 »8. 
Kurf. Hess. Stadtgericht daselbst. Burchardi. 
»9. Zur nächsten Listen Casselschen Lotterie sind bei 
mir Loose unter den vortheilhaftesten Bedingungen 
für Unter - Collecturen zu haben. 
Peter R u h l, Lotterie-Assessor in Cassel. 
Derzeichnist derjenigen S a chen, 
worin weiter beiKurfürstlichemOber-Appellations- 
Gerichte Verfügungen ergangen. 
M â r z: 
0 Ladage c. v. Münchhausen, rückstândigen Iins 
betr. ; decret. desertor. ben 4WN. 
2) Koch c. ux., wegen El-eschêidung, decret, de- 
aertor., eod. 
5) Bachmann c. Bachmann nnl^ Cons. wegen Erb- 
schaftsvertheilung; decret, prorogat. denegat., 
ben ntcn. 
4) G cm. Hatleshaufen c. Procurât, fisci Namenô 
Kurfürstl'.cher Ober-Rentkammer, wegen cntzo- 
gener Hude und Trift; desert, den izten. 
Procurât. Üôci c. Koch, einen Steinbruch vetr.; 
defert, eod. 
§27 
ß) Gräflich Jftnburgische Rentkammer zu Meer- 
holze. Fennel, modo Erben, apvellat. decisa« 
nunc petitae reetit. in integr., ausschließliche 
Brannteweinbrennerei betr .; decretum proro 
gat denegat, den i-ften. 
7) Renuard c. Sperzel, wegen Sd)wangerung; 
desert, den rosten. 
8) Henkel c. Holzapfel und Eons, wegen Entschä 
digung; desert, eod. 
9) Sauerwemscher Curat, e. Handelshaus Voll 
und Co ns , peto debiti; desert., eod. 
10) Wittmann c. Stäffe und Cvns., Societätsge- 
schäfte betr.; renunc., den risten. 
11) Keilsche Curat, c Baumann, peto debiti; he- 
sert, den S7sien. 
April: 
12) Katz c. Brentano, wegen Forderung; decrer. 
rekorrnat., den asten. 
rz) Riehl c. ux., peto divortii; decretum dene 
gat., eod. 
14) Adv. Cam. c. Bourdonnsche Erben, einen an- 
geblich entzogenen Fruchtzins betr.; deorsu de^ 
negat.. den 4ten. 
Cassel, am 7. April 1818. 
Poli zeili che Bekanntmachung. 
Der wucherliche Verkauf des Holzes in kleinen Quan 
titäten an das ärmere Publteum, hat es nothwen 
dig gemacht, demselben Schranken zu setzen. 
Es ist deshalb von Kurfürstlicher Polrzei - Com 
mission verfügt worden, daß in Zukunft nach vier 
bestimmten geeichten Holzmaasen, wovon die Tape 
bei jedem concessionirten Holzhändler angeschlagen 
ist, verkauft werden muß,, nämlich das Maas: 
Nr. I. für i Rthlr. muß 3 Fuß Weite und 
3 Fuß Höhe halten. 
Nr. 11 . für 16 Alb. muß 3 Fuß Weite und 
Fuß Höhe halten. 
Nr. 111 für 8 Alb. muß Fuß Weite und 
4 Fuß Höhe halten. 
Nr. W. für 4 Alb. muß 1* Fuß Weite unfr 
2 Fuß Höhe halten. 
Ein Maas unter Nr. iV., angenommen zu 2 und 
resp. 1 Alb. fallt so gering aus, daß es gesetzlich 
nicht gut zu geben stehet, indessen sind dte con- 
' cessiomrten Holzl>andlcr in den ihnen ertheilten In 
structionen angewiesen, wenn Dürftigkeit einen Käu 
fer nöthigen sollte, unter 4 Alb. ankaufen zu muf 
fen, denselben so zu behandeln, daß keine gegrün 
dete Beschwerde deshalb entstehe, indem aufeme deS- 
fallsi'ge Anzeige in der Polizei - Eppeottion, dieß 
sofort untersucht und demselben, ausser einer ernst 
lichen Bestrafung, der Holzhandel wieder abgenour- 
men werden soll. 
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