Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1818, [1])

za. Ein unverhelratheter junger Mann, der bei einem 
der btefiiien hoben Landes, Collégien dient, wünscht 
ein Loáis auf der Oberneoñabt, wo möglich in der 
Kö- fasst aße oder am Friedrichsplatz, ats Stube 
und Cabinet bestehend, mir oder ohne Meubles, 
vom r. Mä'j oder von Ostern on zu miethen. Die 
Hof, und Waisenhaus »Buchdruckeret giebt deshalb 
nähere Nachricht. 
ZI. Ein completar Of«n ist unweit dem Altstädter 
Rathhaos« in Nr. 796 zu verkaufen. 
$2. Die Witwe Krottvfetffe, in der holländischen Straße 
will ihren vor dem Weser Thor gelegenen 3 Acker 
roßen Garten, in welchem sich zwei Häuschen bi 
nden, vermtethen. 
83. Zur Vecp chnmg oder auch Verkauf nachverzeich, 
neter Gärten, als r 1) eines on der Ahva unter dem 
bunten Bock gelegenen, beinahe i Ack. haltend, mit 
Häuschen von Et«in, asch GeschtrrhäuSchen »er, 
sehen; 2) eines am PulvermühlemWege gelegenen, 
beinahe ¿ Ack. haltenden Garten, steht Termin aufs 
Meistgebot Mittwochen den 11. Febr. Vormittags 
von io bis iiUtrin meiner Wohnung an derBre, 
wer Straßen-Ecke, Nr. 1172, wozu Pacht, oder 
Kauflustige einladet H e l m u t h. 
34. Wegen Mangel des Raums steht eine Schneide- 
bark. etliche Stück neue Fensterrahmen, r Treppen, 
auch einige Fuder Mist zu verkaufen. Wo? sagt die 
Hof, und Watseuhaos-Buchdruckeret. 
ZA. Ein alter, jedoch recht guter etseroer Unterofen 
'steht in der Umerneustadt in der Moritzstraße in 
Nr. 1083 billigen Preises zu verkaufen. 
86. Da die Silber,Verloosung beim Branntweinschenk 
Büchltvg in der Schlvßstraße Montag dev 26. d.M» 
Statt haben wird; so wird solches hierdurch uach, 
richtlich bekannt gemacht. 
87. Es wird eine Laden« Repositor zu kaufen gesucht 
in der Schloßstraße Nr. 155. 
28. Nachdem Montag den y. Februar d. I. und an 
den darauf folgenden Tagen, beider hiesigen Leih» 
bank die verfallenen Unterpfänder, bestehend in 
Prältoseo, Gold, Silber, Kupfer, Messing und 
Ztnngeschirr, Betten, Tisch - und Bettletuen, 
Manns, und Frauenzimmer, Kleidungsstücken rc., 
an die Meistbietendengegen baare undcasseumäßige 
Zahlung, öffentlich veravctiouirt werden sollen; so 
wird solches zu dem Ende hiermit bekannt gemacht, 
damit diejenigen, welche ein oder das andere zu 
kaufen Willens sind, sich an obgedachten Tagen, 
Nachmittags um 2 Uhr, in dem Bauco.Hause ein, 
finden und ihr Gebot thun können. Diejenigen 
Käufer, welche nicht comptant bezahlen, werden 
zugleich hierdurch ersucht, sich gefällig dahin zu 
schicken, die best,muten 8 Albas ans jeden ersta«, 
Venen Thaler, als K-ufschilling z» erltgeu, ober 
aber Gemächlichkeit Halver ans dev vorzunehmenden 
Kauf «in gewisses Quantum an Geld zu depontren, 
damit bei etwa liegen bleibenden Sachen, der beim 
zweiten Verkauf derselben vielleicht darauf entste, 
-ende Schaden eingezogen, und dadurch die Bank 
gesichert sey. Cassel, am 21. Ja^oa* ,8*8» 
v. Manger, C^sirer. 
> Mathieu, Banco-Schreib-r. 
39. Die am heutigen Tage erfolgte glückliche Erttbin- 
düng meiner Frau von einem refunden Sohn zeige 
ich meinen Freunden and Bekannten hierdurch an. 
Cassel, am ri. Jamar i8«8. 
Freiherr v. Dalwigk, Hofmarschall. 
Warnungs - Anzeigen. 
r. Da der Hoffischer Kohrell hterfelbst, wegen began- 
geuer Bauholz-Entwendung, vermöge Rescripts 
Kurfürstlicher Regierung zu Cassel, in eine vier 
wöchige Zuchthausstrafe condrmnirr und zur Ver 
büßung derselben unter dem heutigen Tage an die 
Zuchthaus, Dtrec.'tva zu Cassck abgeführt worden; 
so wird solches, höherer Verfügung zur Folge, hier, 
mit zur Warnung für Andere öffentlich bekannt ge 
macht. Ziegtnhain, am 19. Januar »8 »8. 
Der Oberschuirheiß Wagner. 
2. Wegen verübten Schaaf-Diebstahls ist der Maurer 
Caspar Happel von Schlierbach, durch Erkenntniß 
von hochoerordnerer Kurfürstlicher Regierung z» 
Casiel, vom io.Jaooar l. I., in eine vierteljährige 
Zuchthausstrafe, zum Ersatz des gestohlenen Schaafs 
«nd der Untersuchungskvsten verurtheilt, und zur 
Büßung dieser Strafe beute nach Cassel abgeführt 
worden. Möge doch diese Züchtigung Jedermann, 
jung und alt, und besonders meinen Amts-Unker- 
thanen, stets «ingederk seyn, und sie nicht nur von 
solchen Vergebungen, sonder« vor allen verbotenen 
Handlungen abschrecken. 
JeSberg am 13. Januar I8i8« 
Kurf. Hess. Jositz»Amr daselbst. Henkel. 
3. Wilhelm Blöckert aus Holzhavftn, «mrs Greben 
stein, ist wegen begangenen Diebstahls im Wirths 
haus bet Friedrich Dollavd zu Walourg, zu dem 
bereits waviend der Unrersuchsng ausgestandenen 
Verhaft, annvch in eine achttäxige Gefängntßstrafe, 
laut Kurfürst!. Regierung-,RescrtptS de dato Cassel 
den 8. December itzi?, ad Nr. 2278* I. Pr. r»,-ur 
theilt worden. Die Strafe ist an demselben vollzo 
gen, und er biernächst durch dieLanddragoner von hier 
in seine Heimath zurückgeführt worden. 
Lichtevau, am ii. Januar 18 8. 
G. Möller, Amtmann. 
4. Anna Cathanna Hetze aas Meimsrfch, Amts 
Frauenbretrougen, im Meintngtschen, ist, laut Kur 
fürstlichen Rcgierungs.RelcriprS, de dato Cassel 
den 15. December 1817, ad Nr. 2490. I. Pr., we 
gen begangenen Diebstahls im Wmhöhaus zu 
Küchen und Fraokenhciu, in eine vierzehvtäglge Ge- 
fängnißstrafe, wie auch zu Entschädigung der Be» 
stohleuen dergestalt verurtheilt, daß dieselbe nach 
ausgestandener Strafe auf gehörige Weife in ihre»
	        

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