Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1817, [2])

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wünscht ihren jetzigen Dienst als Kindermagd 8 « 
Michaelis gegen einen andern guten Dienst zu ver, 
tauschen. Frau Affessorin Rüde in der Frankfurter 
Straße, in Nr. 46, giebt nähere Auskunft darüber. 
0. Ein junges Mädchen von guter Erziehung und recht, 
lichen Ettern, welches im Nähen und Stricken ersah, 
ren ist, wünscht außerhalb Cassel bet einer Familie 
als Kinder- oder HauSmädchen in Dienst zu ksm, 
men. Nähere Nachricht ist bei dem Kramer Hrn. 
Wilhelm Reuter in dem Worchschen Hause am Leip- 
ziger Thor zu Cassel zu erhalten. 
3 , Ein junger Mensch, welcher gut französisch spricht, 
auch zu jeder Arbeit willig ist, sucht als Kutsch 
oder Hausknecht unterzukommen; das Nähere ist m 
der Stadt London auf dem Brink bei der Witwe 
Fischer zu erfahren. 
4 . Eine Person von gesetztem Atter und geprüfter Recht, 
schaffenhett, welche sehr gut kocht und auch alle an, 
dere häuslichen Geschäfte versteht, wünscht in eine 
kleine Haushaltung unterzukommen. Dir Hof, und 
Waisenhaus, Buchdruckerei giebt Auskunft darüber. 
$• Ein Mensch von 19 Jahren, welcher sich seit 
mehreren Jahren der Schreiberei widmete, wünscht 
Lei irgend einem Justiz, oder Rerrterei, Amte, oder 
auch bei einem Steuer-Commissariat als Scribent 
angestellt za werden. Er kann auf Verlangen Akte, 
state über fein gutes Betragen ausweisen. Man bit, 
ltet in frankieren Briefen sich an den Hrn. Ober-Rent, 
kammer-Probaror Rabe in Cassel zu wenden. 
Capitalien, welche auszulehnenr 
r. 4000 und Coco Rthlr., auch kleinere Capitalien, 
gegen sichere Hypothek zu billigen Zinsen, in Com, 
Mission in der CarlShaver Straße Nr. 426 bei Simon 
Calomon Ässer. 
Bekanntmachungen. 
L. Ein vierspänniger Wagen mit zwei großen Eradte- 
Leitern, welcher zu Ostern d. I. erst gebaut, und 
recht gut beschlagen ist, stehet zu verkaufen in der 
Stadt Manheim am Brink Nr. 461. 
L In Nr. 625, der Hofbäckerei gegen über, stehen mehr 
rere Sorten Eisenwaaren um einen billigen Preis 
zu verlassen. 
Z. Beim Kaufmann Franz Dieterich am Brink 
Nr. 420. sind sehr schönes Ebenholz, Hoenfpiße» und 
sonstige Spezerei, Waaren, zu den billigsten Preisen 
zu haben. 
4. Ein neuer vierspänniger Wagen mit Verdeck, wel, 
chee sich auch zum Leiterwagen einrichten läßt, stehet 
billigen Preises zu verkaufen. Den Verkäufer erfährt 
man in der Andreaestraße Nr. yn. 
5. Da der vvrhinnige Bruchmüller Joh. Henrich Jeppe 
dahier durch ein Erkenntniß vom i7sten dirfts. 
für einen Verschwender erklärt, der Verwaltung 
seines Vermögens entsetzt, und der Oeconom Hen 
rich Melcher hierselbstzu dessen Curatvr bestellt wor 
den ist; so wird dieses andurch öffentlich bekannt ge 
macht, damit demselben ohne Consevs dieses Cura, 
tsrs Niemand etwas creditire oder sonstige dessen 
Vermögen betreffende Händel mit ihm abschließe, 
indem solche außerdem keine Gültigkeit haben wer, 
den. Grebenstein, am 2b. Julit 1317. 
Kurheff.Oberschulrheißen-Amt das. C. Giesler. 
In sidem E. M. PH. Bockwitz. 
6. Ein Acker Land, worauf Gerste und Kartoffeln 
stehen, ist mit der Erndte zu verkaufen; deSgl. wird 
ein Windofen zu kaufen gesucht. In der Cöllnischen 
Straße Nr. 23 bekommt man nähere Nachricht. 
7. Einjähriges gutes Pferd, welches zum Reiten 
und Fahre» zu gebrauchen ist, stehet zu verkaufen. 
Wo? sagt die Hof- und WatsenhauS-Buchdruckerei. 
3. Sonntag den 3. August Vormittags hat Jemand 
in der hiesigen lutherischen Kirche eine schwarze, et, 
was abgenutzte Schreibtafei liegen gelassen, worin 
sich ein Reisepaß nebst einigen versiegelten und offe, 
nen Briefen befand, die dem Besitzer von großem 
Werthe, dem Finder aber nichts nütze sind. Der 
Letztere wird daher dringend ersucht, diese Schreib, 
tafel io dem Hause Nr. 160 der Schloßstraße, auf 
Verlangen gegen ein gutes Douceur, abzugeben. 
9. Bet Unterzeichneten ist gute russische Gerste zu 
mäßigem Preis *u kaufen. Auch haben sie noch 
Schottische vorjährige Heringe abzustehen. 
Händler und Comp, in Münden. 
10. In der Martiatstraße in Nr. 32 stehet von einer 
großen Wiese naht bet Cassel das Grummet sogleich 
billig zu verkaufen. 
11. Wer an meinen, am sten August d. I. verstor 
benen Schwiegervater, den gewesenen Rauchtabaks, 
Fabrikanten Andreas Ztlch, aus irgend einem recht, 
ltchen Grunde Forderung zv mache» haben sollte, 
wird hierdurch ersucht, sich deshalb, binnen drei 
Wochen spätestens, von heut, an gerechnet, bei mir 
einzufinden, widrigenfalls ich mich späterhin auf 
keine deefollsigen Anfragen mehr einlassen kann. 
Cassel, den 27. August 1317. 
Herm. Achenbach, in der untersten Earlsstraße. 
12. In der Nacht vom 9. auf den-rotend.M. wurde 
mir eine zwcigehäusige silberne Taschenuhr «ntweo, 
det. Auf dem Zifferblatt zwischen der Zahl 6—3 
ist ein Stück herauSgesprungen, und wo die Zahl 7 
stehen müßt«, ep kleines Nied eingeschlagen, auch 
inwendig auf der Spindel ein doppelter silberner 
Adler befindlich. Es ist mir sehr viel an der Ent 
deckung gelegen, und ich ersuche daher Jedermann, 
dem sie zu Gesicht kommen sollte, bet der Polizeibe 
hörde sowohl als auch bei mir davon Anzeige zu 
thun, wogegen ich einen Lavbrhaler Douceur ver, 
spreche. Schlierbach, Amts Jesberg, den 19. August 
18 ! 7 » Ritter, Schreiner.
	        

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