Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

dìi. 66. L a s s e l s ch e 
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Mit Kurfürstlich 
gnädigste« 
Hessischem 
Privilegio. 
Mittwoch, den i7 te “ August i8»4. 
Beförderungen. 
Die bei dem Regiment Kurfürst erledigte Ne» 
giments - Chirurgen - Stelle ist dem bisher im Leib- 
Dragoner - Regiment gestandenen Regiments- 
Chirurgus Ludwig Lins, und dagegen 
Die durch diese Versetzung iqr Leib - Dragoner- 
Regiment vacant gewordene Regiments-Chirur 
gen - Stelle dem bei dem zweiten stiegenden Laza- 
reth des mobilen Armee-Corps angestellt gewesenen 
Ober-Chirurgus Heinrich Dieffenbach für 
jetzt wieder gnädigst übertragen worden. 
Dem Amts-Actnario Wilhelm G ötz zur 
Schaumburg ist derCharactcr als Amts-Secre- 
tarius gnädigst beigelegt. 
Dem Candidate» der Cameral-Wissenschaften 
und der Rechte und zuletzt im freiwilligen Jäger- 
Corps zu Fuß gestandenen Freiwilligen, Fried 
rich Böttger aus Cassel, ist der Acceß bei 
dem Secrétariat des Steuer - Colletti gnädigst 
zugestanden. 
Dem im freiwilligen Jäger-Corps zu Pferd 
gestandenen Freiwilligen Otto Bode aus Hom 
berg ist die erledigte Stadt-Recepturin Schrnal- 
kalden gnädigst ertheilt worden. 
Der Regierungs - Rath von Kruse ist dem 
Hofgericht als Mitglied gnädigst beigevrdnet. 
Dem Candidate» der Rechte Carl Schvnr- 
burg aus Carlshafen ist die Advocatur bei de» 
Aemtern Carlshafen, Trendelburg und Saba 
burg gnädigst gestattet. 
Der Bürger und Posamentier Ernst Phi 
lipp Zhle allhier ist zum Hof-Posamentier 
gnädigst ernannt. 
Vorladung der Gläubiger. 
i. Des verstorbenen Landbauers Johannes Schneider 
hinterlassene Witwe Eva Carharina geborne Thielin 
von Mühlbach hat bei hiesigem Justitz,Amt vorge, 
stellt, daß sie Vormünderin über ihr if Jahr alte- 
Kind sey, Namens Catharina Elisabettza, und ein 
von ihr herühriges Bauerngut besitze, welches 
sie vorhin mit ihrem verstorbenen Mann gemein 
schaftlich besessen habe. Auf diesem Bauernguth 
hafteten mehrere Schulden, die ihr wissend seyen, 
außerdem aber meldeten sich noch mehrere Gläubiger 
ihres verstorbenen Mannes, wovon sie keine Wissen, 
fchaft habe. Sie sehe sich also bei diesen Umständen 
ausser Stande, dieses Gut mit den Schulden länger 
zu verwalten, und stehe jetzt im Begriff, solches zu 
verkaufen. Um aber zuvor eine Uebersicht der sämmt 
lichen Schulden zu haben , wolle sie bitten, sämmt, 
liche Gläubiger auf einen bestimmten Tag gerichtlich 
vorzuladen. Es werden daher alle Gläubiger, die 
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