Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

Personen, welche verlangt werden: 
j. Ein erfahrner und mir guten Zeugnissen versehener 
Verwalter, wie auch ein thätiger und wohlerzoge 
ner junger Mensch, der Neigung hat, die Land, 
wirthschaft auf einem nicht unbeträchtlichen Guthe 
in der Nähe von Cassel zu erlernen, können auf 
frankirte Briefe oder persönliche Anfragen bei dem 
Kaufmann Herrn Brethauer in Zierenberg deshalb 
nähere Nachricht einziehen und unter annehmlichen 
Bedingungen sofort placirt werden. 
2. Ein Marqueur, welcher sowohl mit Zeugnissen sei, 
ner Rechtschaffenheit als auch untadelhaften Auffüh, 
rung sich hinlänglich zu legirimiren im Stande ist, 
kann sogleich placirt werden. Wo? sagt die Hof, 
und Waisenhaus, Buchdruckerei. 
Personen, welche Dienste suchen: 
1. Ein Mensch von gefetztem Alter wünscht sogleich 
oder aus Michaelis eine Condition als Bedienter zu 
haben; in der Paultstraße in Nr. 366 ist das Wei, 
tere zu erfragen. 
2. Ein unverbeiratheter Mensch, welcher schon mehr 
als Kutscher gedient hat, und die Aufwartung da, 
bei versteht, auch Attestate seiner guten Aufführung 
beibringen kann, wünscht baldmöglichst als Kutscher 
oder Hausknecht sein Unterkommen z« finden. Die 
Host und Waisenhaus, Buchdruckerei giebt nähere 
Nachricht. 
Bekanntmachungen. 
1. Nachdem zur Publication des vom Einwohner 
Adam Schleich und dessen nun verstorbenen Ehefrau 
Margaretha Elisabeth geb. Belle zu Niedermeiser 
errichteten und am 20. November 1306 bei dem 
hiesigen Amte hinterlegten testamenti recixroci, 
Termin auf künftigen 13. August l. I. bestimmt 
worden; so können sich diejenigen, welche hierbei 
interessirt zu seyn glauben, in xraeüxo Morgens 
9 Uhr vor hiesigem Amte melden. 
Zierenberg, am 13. Iulit 1814* 
DerZustitzbeamte, Dunter. 
2. Verschiedene Beweggründe, insbesondere r r) die 
Verhinderung der ehemals von Zeit zu Zeit gehalte, 
neu Pferde-Auclionen, durch den jetzt geendigten 
Krieg, 2) die Steigerung der Preise des jungen 
Rindviehes in den Dänischen Staaten, welche Preise 
den eigenen Aufzug rathsam machen, 3) bei einigen 
Interessenten auch die Besorgniß eines Mangels an 
hinreichendem rauhen Futter, haben mehrere Ei 
genthümer der vorzüglichsten Pferde, Gestüte in den 
Herzvgthümern Mecklenburg zu dem Entschlüsse ge 
bracht, sich eines Tbeilcs ihrer Gestüt, Pferde ver 
mittelst einer öffentlichen Auction zu entledigen. Die 
Anzahl der zu verkaufenden Pferde beläuft sich über 
200. — Alle sind von vorzüglicher Beschaffenheit, 
theils aus den besten Mecklenburgischen Gestüten 
englischer Race, theils aber von andern vvrzügli, 
chen Gestüten Mecklenburgtscher Abstammung, von 
allen Arten des Geschlechts, Hengste — vorzügliche 
Beschäler — Stuten und Wallache, so wie von allen 
Stufen des Alters. Beispiels halber wird nur be, 
merkt, daß unter den zu verkaufenden Pferden allein 
über 70 Stück aus dem Gräflich von Pleß-Jvenak- 
ker Gestüte, dessen Vorzüglichkeit keiner weitern Er, 
wähnung bedarf, befindlich. Unter der ganzen An, 
zahl ist kein Ausschuß; vielmehr ohne allen Unter, 
schied aus den Gestüten genommen, zum Theil ganze 
Aufstallungen. Ueber die nähere Beschaffenheit dee 
zu verkaufenden Pferde, deren Geschlecht, Farbe, 
Alter und Abstammung, giebt die gedruckte Liste 
nähere Auskunft. Von dieser Liste werden Exemplare 
in beträchtlicher Anzahl den vorzüglichsten Postäm, 
Lern und Buchhandlungen zur Vertheilung zugestellt; 
jeder Liebhaber kann sich selbige .von einer solchen 
ihm nächsten Behörde abfordern. Die Auction selbst 
wird zu Neubrandenburg im Herzogthum Meck, 
lenburg-Strelitz, am 2Zsten, 26sten und 2/sten Au 
gust dieses Jahrs gehalten. Der Anfang istDormit, 
tage um 9 Uhr, und geschiehet die Bezahlung in 
vollwichtigem Golde, der Louis - Friedrichs - Fried, 
rich Wilhelm- Georgs- August» Wilhelm» und 
Carlsd'or zu fünf Reichethaler, und der holländische 
und Kaiserlich Oesterreichische Ducaren zu 2{td 
Reichsthaler gerechnet. Die Pferde können 4 Tage 
vor der Auction in den verschiedenen Ställen hier, 
selbst besehen und auf Verlangen vorgeführt und 
vorgeritten werden. Da diese Pferde» Aucrtvn alle 
hier vorherigen sowohl hinsichtlich der Anzahl als 
Güte der Pferde übertrifft, und es wahrscheinlich 
ist, daß in langer Zeit keine von solcher Bedeutung 
wieder statt haben wird ; so rechnet man auf zahl, 
reichen Zuspruch. Neubrandenburg in Mecklenburg, 
den 2Z. Iunii 1314. 
In Auftrag der verschiedenen Interessenten, 
der Steuer-Commissair Alms. 
3. Auf de-r Oberneustadt in der Gevrgknstraße Nr.26 
ist vom besten Jamaika-Rum die Bouteille für 13 ggr. 
zu haben; im Anker noch billiger. GeorgeTischer. 
4. Von dem vormaligen Hofbuchdrucker Herrn Col, 
lignon habe ich den demselben eigenthümlich zuständig 
gewesenen, vor dem Wilhelmehöher Thor gelegenen 
Garten, um eine gewisse Summe Geldes erstanden. 
Wer an diesem Grundstück etwa einiges Näherrecht 
zu verlangen, oder aus irgend einem andern Grunde 
einen Anspruch zu machen, sich befugt halten sollte, 
wolle sich deshalb, binnen der gesetzlichen Frist, bei 
mir melden. Cassel, den 13. Zulii i8i4. 
Johannes Weber, Wcinhändler. 
5. Ein neu und gut gebautes Haus zu Kirchditmold, 
nebst Scheuer, Pferde,, Kuh, und Schwetnestallung,
	        

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